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Wir wünschen Euch alles Gute in dieser heißen Sommerzeit. Wir hoffen, es geht Euch gut und bleibt trotz der Hitze gesund. Wie üblich erhielten wir ein Fotos von Sommerblumen von FrauTokura (7K3EOP).
Vor einem halben Jahrhundert, im Jahr 1975, durchquerte ein junger japanischer Amateurfunker namens Watanabe (JA2VIJ) Europa mit dem Fahrrad. In einer Zeit vor batteriebetriebenen Fahrrädern, wie wir sie heute kennen, waren die Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert waren, unvorstellbar. Der Redakteur hat OM Watanabes Reiseplan in seinem Besitz. Darin schreibt er, dass der Zweck dieses großen Abenteuers darin besteht, „seine eigene Lebensphilosophie aus einer internationalen Perspektive durch das Erleben des Lebens in Europa zu verwirklichen“.
Das zweite Heft enthält einen Reisebericht mit dem Titel 「真実不虚」 „Die Wahrheit ist nicht falsch“ (was bedeutet, dass die Wahrheit nicht getäuscht werden kann und man ihr Wesen erkennen muss).
Dieses Mal möchten wir einen Beitrag von OM Watanabe(JA2VIJ) teilen, der über einen Teil seiner abenteuerlichen Reise geschrieben hat.
Die HAM RADIO 2026 fand auch dieses Jahr wieder in Friedrichshafen statt. Wie in den Vorjahren hatte die JAIG-Gruppe im “Bistro Säntis” neben Halle A1 einen Treffpunkt eingerichtet, um den Mitgliedern die Möglichkeit zum Austausch zu bieten. Es war schön, so viele Leute wiederzusehen. Wir haben die Fotos beigefügt, bitte werft Ihr einen Blick darauf.
JAIG Newsredaktion
Tage im fernen Westdeutschland
#609 Isao Watanabe JA2VIJ
| Das Deckblatt des Aktionsplans, dessen Vorbereitung sechs Jahre dauerte |
| In den Alpen |
Hallo und grüß Gott、liebe "JAIG NEWS" Leser...
Ich heiße Isao Watanabe (#609 JA2VIJ), wohnhaft in der Stadt Hiratsuka in Kanagawa Japan. 1975 nahm ich mir ein Jahr Auszeit vom Studium, um mit dem Fahrrad durch Europa zu reisen und lernte Kuni in München während einer Radtour durch West-Deutschland kennen. Im Jahr 2024 wurde ich dann JAIG mitglied.
Zunächst werde ich den Ablauf der Reise beschreiben.
Da ich jemanden in Paris kannte, der die Bedeutung dieser langen Reise verstand, wählte ich Paris als Ausgangspunkt und besorgte mir dort meine Ausrüstung.
Dann, auf meiner Reise von Paris nach Norden in Richtung Skandinavien, erklang die Ballade „Soleado“, während ich durch die mythischen Länder der Mitternachtssonne reiste, und schließlich, als ob ich der Kälte entfliehen wollte, machte ich mich auf den Weg nach Süden in Richtung Griechenland.
Ich bereiste 13 Länder und hielt unterwegs an, um Reifenpannen zu beheben und Reifen, Schläuche, Speichen und Ritzel zu ersetzen. Als ich am Parthenon in Griechenland ankam, zeigte der Kilometerzähler 12.871,1 km an.
Die Reise ist sicher und ohne Unfälle oder Krankheiten verlaufen. Ich bin allen, denen ich unterwegs begegnet bin, und Gott fuer seinen Segen zutiefst dankbar.
| Schnappschuss aus Ostberlin |
Im Winter nutzte ich dann einen Student Bahn Pass (eine Studenten-Fahrkarte, mit der man nur in der zweiten Klasse reisen kann), um Orte zu bereisen, die mit dem Fahrrad schwer zu erreichen sind, wie zum Beispiel das Königreich Marokko und die Republik Türkei. Auf dem Weg passierte ich den Checkpoint Charlie und fuhr nach Ostberlin, was bei mir den Eindruck eines plötzlichen Umschwungs von Bewegung zu Stillstand hinterliess, oder als wäre ich in eine alternative Dimension.gereist, in der die Farben verschwunden sind.
Im Rückblick auf meine Radtour möchte ich erwähnen, dass ich von Kuni (Kunis Rufzeichen war damals DJ0VK: Anmerkung des Übersetzers) in München operative Unterstützung erhielt und von zu Hause aus als JA2VIJ/DL aktiv sein konnte.
Für jemanden wie mich, der mit einem sehr knappen Budget in einem fremden Land unterwegs war und sich ziemlich einsam fühlte, waren die Gastfreundschaft von Kuni (DJ0VK) und der QSO (Kontakt mit meinem Heimatland) eine große Ermutigung.
Tatsächlich hatte ich eine Lizenz als JA2VIJ/SM5 erhalten und sendete während meiner Reise durch Skandinavien auch in Schweden, aber ich konnte keine QSOs mit JA machen, daher war ich besonders glücklich, als ich schließlich in München Kontakt mit einem JA gemacht hatte.
Da es sich um die Zeit des Oktoberfests handelte, wurde ich einem großen Bratgockerl verwöhnt, was für Studenten, die oft mit Lebensmittelknappheit zu kämpfen haben, eine große Hilfe war. Ich bin Kuni unendlich dankbar, dass er mir seine Hilfe angeboten hat, nur weil ich Funkamateur bin. Ich bereue es sehr, damals kein Foto mit Kuni gemacht zu haben.
| Mit der DL6CT-Familie |
In Kiel, das an der Ostsee liegt, traf ich auch DL6CT, einen Marineoffizier und seine Familie. Ich war überrascht, dort einen 144-MHz-Repeater in Betrieb zu sehen. Ich hatte in einer Zeitschrift darüber gelesen. Es war ziemlich ungewöhnlich, zu erfahren, wie man den Repeater durch Pfeifen von einem tiefen zu einem hohen Ton aktivieren konnte, wenn die F2-Kennung nicht verfügbar war. Für jemanden so Ungeschickten wie mich wäre das wohl unmöglich. Ich besuchte damals auch das Clubhaus. Im dritten Stock des imposanten Gebäudes befanden sich neben der Funkstation ein Übungsraum für CW-Senden und -Empfangen, ein lokales QSL-Büro, eine Werkstatt und ein Teeraum. Die kultivierte Atmosphäre, die an einen Treffpunkt für gesellige Menschen erinnerte, beeindruckte mich sehr. Die Lebensqualität ist ganz anders als in Japan...
| Mit Herrn K. von der Deutschen Welle |
Obwohl es sich nicht um Zwei-Wege-Funk handelte, besuchte ich in Köln, der Stadt mit ihrem Dom, den Kurzwellensender Deutsche Welle und wurde von Herrn K., einem Ingenieur, durch die Anlagen geführt. Nach einer ausführlichen Erklärung wollte ich gerade meine Reise fortsetzen, als ich überraschend den japanischen Mitarbeitern vorgestellt wurde. Wir wurden plötzlich ins Studio zu einem Interview gebeten, da man eine Sendung über meine Fahrradtour drehen wollte. Die Mitarbeiter waren offenbar von japanischen Sendern abgeordnet und hatten, nachdem
Herr K von meinem Besuch erzählt hatte, schon darauf gewartet und gedacht: „Jetzt kommt eine Sendeidee! “Wenn ich meine Aufzeichnungen aus dieser Zeit durchsehe, sehe ich, dass die Deutsche Welle in Jülich mit 100 kW und in Wertachtal mit 500 kW nach Japan sendete – also richtig viel QROooo! Ich selbst bin in Japan eher bescheiden im QRP aktiv, daher war es wirklich beeindruckend zu wissen, dass Wellen, die mit meiner Stimme moduliert waren, mit solch hoher Leistung nach Japan flogen.
Seitdem sind fast 50 Jahre vergangen...
Ich erhielt eine e-Mail von Kuni (DF2CW): „JA1OYP/DJ0SI Sugiyama (#11JAIG), ein Gründungsmitglied von JAIG, ist nach Hiratsuka gezogen. Warum versuchst Du nicht, ein Eye ball QSO machen?“ Ich kontaktierte OM Sugiyama (JA1OYP) umgehend, und wir konnten uns über das 430-MHz-Band und mithilfe des „Zoom“ unterhalten. Da ich jedoch für andere Hobbys als den Funk unterwegs war, konnten wir uns längere Zeit nicht persönlich treffen.
Kuni (DF2CW) hatte mich auch gebeten, einen Artikel für JAIG NEWS zu schreiben, aber ich fand, ein Foto mit dem schneebedeckten Fuji im Hintergrund sähe besser aus als eine einfache Aufnahme von zwei älteren OMs. (der Fuji war das Hauptmotiv! hi ). So konnte ich neulich endlich mein erstes Eye ball QSO mit OM Sugiyama-führen. Der Ort war Shonan-daira bei der Stadt Hiratsuka, ein beliebter Treffpunkt für mobile Funkamateure.
OM Sugiyama, der beruflich in der Funkbranche in Deutschland tätig war, sagte: „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, in Deutschland das tun zu können.“
Eine besonders denkwürdige Episode ist die DX- Expedition nach „C31 (Andorra)“, ein einzigartiges Land zwischen Frankreich und Spanien.
Er lud seine Funkausrüstung in seinen geliebten Citroën CX und fuhr von West-deutschland durch Frankreich bis zu seinem Ziel, das er nach über15 Stunden erreichte.
Nachdem er die Genehmigung von Hotel erhalten hatte, baute er auf dem Dach eine 3-Element-Triband-Antenne auf und begann zu senden. Da der Berg das Signal jedoch behinderte, konnte er in den vier Tagen nur etwa 170 QSOs mit JA Stationen machen.
Am letzten Tag, auf dem Rückweg nach Westdeutschland, baute er auf einem Gebirgspass bei verschneitem, regnerischem Wetter eine s.g.Hentenna auf, die er als Reserve mitgebracht hatte und stellte in nur dreieinhalb Stunden Verbindungen zu 168 Stationen her.
Übrigens die Hentenna ist eine Antenne, die von OM Someya (JE1DEU) konzipiert und hauptsächlich von OM Ohkubo (JH1FCZ) entwickelt wurde.
OM Sugiyama war von der Leistung der Hentenna beeindruckt und reichte einen Artikel über seine C31-DXpedition bei der Novemberausgabe 1979 der Zeitschrift FCZ ein. Leider besitzt er diese Ausgabe nicht mehr, da er vor seinem Umzug nach Hiratsuka ausgemistet hat. Ich selbst, der ich Ausmisten hasse, habe leider nicht nur Gerümpel, sondern auch Zeitschriften im Haus meiner Eltern aufbewahrt. In meinem FCZ-Archiv fand ich den Artikel über die C31-DXpedition wieder, was OM Sugiyamas Begeisterung erneut spürbar machte.
Wer Interesse hat, kann es über den unten stehenden Link ansehen, allerdings ist es auf Japanisch. https://www.fbnews.jp/202309/news02/ Anmerkung des Übersetzers
Viele JAIG-Mitglieder haben beruflich Zeit in Europa verbracht und den Grundstein für Europas handelsorientierte Nationenstellung gelegt. Ich hingegen, der ich Europa privat bereist habe, fühle mich hier immer noch etwas fehl am Platz. Jetzt, im Rentenalter, widme ich meine Tage der Funktätigkeit mit dem Schwerpunkt Katastrophenschutz.
Ich freue mich auf die weitere Unterstützung aller JAIG Freunde, die durch ihre Leidenschaft zum Amateurfunk auf eine so lange Geschichte zurückblicken kann
Ich freue mich auf Eure weitere Unterstützung. 88 und 73
49.HAM RADIO 2026 in Friedrichshafen
#018 DF2CW Kuni #420 DN2MCW Erika
Laut DARC betrug die Gesamtzahl der Besucher in diesem Jahr 13.100, ein Anstieg um etwa 10 % gegenüber den 11.600 Besuchern im letzten Jahr. Die diesjährige HAM-Radio mit dem Motto “Discover the Sky: Amateur Radio meets Astronomy“ fand in Verbindung mit der ASTRO-Ausstellung statt und ermöglichte es den Teilnehmern, semiprofessionelle astronomische Teleskope zu besichtigen und deren Verbindung zur Funkkommunikation zu erleben.
Besonders bemerkenswert war der Besuch von Rabea Rogge, der ersten deutschen Frau im Weltraum, die ihre Erlebnisse lebhaft schilderte.
Wir waren wie jedes Jahr am 20. Juni in unsere Ferienwohnung im Obstgarten gekommen, um den Aufenthalt mit einem Urlaub zu verbinden. Am nächsten Tag, dem 21., kam Christian (#562 DL2KCK) mit seiner XYL Karin aus Köln, zu einem nahegelegenen Campingplatz, und zusammen mit Claudia (DF1UX), die zufällig dort war, feierten wir unser Wiedersehen unter einem Walnussbaum im Obstgarten.
Am 23. unternahmen wir unseren üblichen Ausflug zum Berggasthof Höchsten, einem Berggipfel etwa 30 Minuten landeinwärts vom Bodensee, wo wir die regionale Küche genossen. Von dort aus hatten wir einen Panoramablick auf den Bodensee. Andreas (DL9EA), der Claudia begleitete, und meine Frau gesellten sich zum Mittagessen zu uns.
Wie Ihr vielleicht weiß, ist der Bodensee die Geburtsstätte des Luftschiffs, und sein Flugplatz befindet sich direkt neben dem Veranstaltungsort der HAM Radio. Auch an diesem Tag flogen Luftschiffe über das Gelände. Übrigens werden Luftschiffe in Deutschland nach ihrem Erfinder „Zeppelin“ genannt.
Der 26. war der erste Tag der HAM Radio. Wir kamen kurz nach 9 Uhr an und sicherten uns zunächst einen Platz im „Bistro Säntis“, dem Treffpunkt der JAIG. Dort begrüßte Erika die Besucher. Kuni ging zum JARL-Stand in Halle A1 und begrüßte OM Yamamoto (JA1CJP), den Leiter der Abteilung für Internationale Angelegenheiten in JARL. Wir freuten uns sehr, uns nach einem Jahr wiederzusehen. Es ist sehr schade, dass Präsident von JARL OM Morita, der vor zwei Jahren teilgenommen hatte, dieses Jahr wieder nicht kommen konnte.
Am Stand von Fa. LUSO traf ich OM Shimamoto (#447 JA3USA, W3USA) und OM Endo (#084 K4ST). In der Mitte des Fotos ist Frau Ma zu sehen, die für den Kundenservice von LUSO zuständig ist.
Dieses Jahr kamen viele Freundinnen und Freunde aus Japan zum JAIG Meeting Point.
OM Kurita (9V1XX), der in Singapur lebt, kommt seit etwa zehn Jahren jedes Jahr hierher. Dies war jedoch unser erstes Eye Ball QSO. Er kam mit seiner XYL (9V1YL) und Sohnes.
| Günter DK6KG, Kazu DJ0OQ, Erika, Sebastian DL5WN |
| Berthold, DB1GB |
Kazu (#117 DJ0OQ) war nur für einen Tag zu Besuch, machte aber einen Abstecher zu unserem Treffpunkt und traf dort nach langer Zeit Günter (#411 DK6KG) und Sebastian (#504 DL5WN) wieder.
Hans (#111 DF2MC) und Walter (#116 DJ0FX) besuchten uns mit ihrer ganzen Familie.
Berthold (#568 DB1GB), der jedes Jahr am selben Standort Namensschilder herstellt, war auch dieses Jahr wieder vor Ort.
Diese Namensschilder wurden von ihm angefertigt.
Erika freute sich sehr, Hans (DG8GAA), den OVV Pfullendorf (DOK-A48), zu treffen, mit dem sie an diesem Ort jedes Mal ihre Freundschaft vertieft.
Shimamoto (#447JA3USA) unterhielt sich mit Sebastian (#606 DL5WN), der gerade aus Japan zurückgekehrt war, am Treffpunkt der JAIG.
HAM Radio ist ein sehr bedeutsames Ereignis, da es alten Freunden die Möglichkeit bietet, sich wiederzusehen. Unser altes Mitglied Wolfgang (#504 DL4WP) hatte mit seinem Freund Dieter (DL4MZ) Eye Ball QSO. Foto14
Am Freitagabend, dem 26., fand unser übliches gemeinsames Abendessen mit 17 Teilnehmern statt. Foto15 &16
| Erika, Karin (DK4CKCs XYL), Yoshiko (DJ0FXs XYL), Walter DJ0FX) und Hans DF2MC |
| Sebastian DL5WN, Erika | Sebastian DL5WN, Shimamoto JA3USA |
| Wolfgang DL4WP, Dieter DL4MZ |
Da wir die Leute im Vorfeld über den Treffpunkt der JAIG informiert hatten, erhielten wir allein von 38 Personen Unterschriften. Insgesamt waren es schätzungsweise doppelt so viele.
Die HAM Radio 2027 findet vom 25. bis 27. Juni statt. Sie feiert gleichzeitig ihr 50-jaehriges Jubiläum.
Die JAIG-Gruppe wird am selben Ort einen Treffpunkt haben und freut sich auf Eueren Besuch.
von links nach rechts: Erika, Karin (DK4CKCs XYL), Yoshiko (DJ0FXs XYL), Walter (#116 DJ0FX) und Hans (#111 DF2MC)