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........ ja, liebe Freunde,
news9402wir mussten warten, bis die Beitraege zu unseren JAIG-News angekommen sind. Zudem war unser Terminkalender auch recht voll und so hat es leider ueber ein halbes Jahr gedauert, bis wir uns nun endlich "auf den Hosenboden" setzen und loslegen koennen.
Am 9. Februar gab es das jaehrliche "Neujahrstreffen" der Muenchner Freunde.

 

news9403Und im Maerz waren wir in Leipzig und zusammen mit Bodo, DB7HB und Gabi in Sachen Treffen 2009 unterwegs.

In Bergkirchen haben wir den Termin fuer das kommende Jahr bereits angekuendigt.

Bitte vormerken:

Unser Jahrestreffen 2009 - es ist das 25. - findet in
Freyburg in Sachsen-Anhalt
(Naehe Leipzig/Naumburg) statt.

Termin: 30. April bis 03. Mai 2009

Wir bitten vor allem unsere japanischen Freunde um rechtzeitige Bestellung der Flugkarten, leider war es uns nicht moeglich, einen anderen Termin mit dem Hotel zu vereinbaren.
Die Einladungen werden wir rechtzeitig versenden.
Es kommt immer wieder vor, dass wir Ruecksendungen bekommen. Deshalb bitten wir Euch, uns Aenderungen bekannt zu geben, damit die News an die richtigen Adressen abgehen.
Fuer die eingegangenen Spenden wollen wir uns auch auf diesem Weg ganz herzlich bedanken.

 

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Unser langjaehriger Freund Hans Cordes,
DJ4AZ, #317, hat am 09. Mai 2008 sein
Mikrofon fuer immer aus der Hand gelegt.


Hans wurde in Hannover geboren. Bereits als 10-jaehriger hat er sein erstes Radio zusammengebaut und ganz jung auch schon morsen gelernt.
Nach seiner Ausbildung in der Flugsicherungsschule in Muenchen und Nuernberg kam er als Fluglotse nach Bremen, anschliessend wurde er nach Frankfurt versetzt. Hans wollte aber nach Muenchen oder Fuerstenfeldbruck. Weil er hier aber "beamtet" werden sollte, wechselte er und arbeitete u.a. auch einige Jahre bei Siemens in der Hofmannstrasse.
Beim AT-Fachverlag war er Journalist und Redakteur und wechselte dann zum Franzis-Verlag. Sein Fachgebiet natuerlich Amateurfunk und Messtechnik. Viele Beitraege hat er verfasst und sicher werden sich unsere Freunde noch gut daran erinnern.
Er uebersetzte auch Handbuecher vom Englischen ins Deutsche. Er schrieb auch selbst drei Buecher, naemlich "Messgeraetetechnik fuer Funkamateure", "Amateurfunk DX-Praxis" und "Praxiserprobte Messtechnik fuer Funkamateure".
Hans war ein "Autodidakt" und auch sehr sprachtalentiert. Bei seinen Besuchen in USA und Argentinien waren Besuche bei Funkfreunden und moeglichst viele QSO's fahren selbstverstaendlich.
Ein grosser Einschnitt war der Abbau seiner sehr guten Antennenanlage (die er von der Wohnung aus steuern konnte) durch den Hausherrn. Ohnehin waren die Nachbarn nicht gerade funkfreundlich eingestellt (wie so oft). Die Kontrollmessungen seitens der Behoerde aber ergaben, dass die "Stoerungen" nicht durch die "Funkerei" verursacht wurden. So musste er sich mit Angelruten und anderem behelfen, was aber letztendlich nicht den gewuenschten Erfolg brachte.
Der Computer wurde danach sein "Auge und Ohr" zur Welt draussen. Trotzdem liess ihn die Funk- und Messtechnik nicht los und er interessierte sich fuer alles, was da neu auf den Markt kam.
All die Jahre beschaeftigte er sich mit Amateurfunk und Messtechnik, dieses Hobby war sozusagen seine "staendige Geliebte", der er stets treu geblieben ist.


Zwei weitere Mitglieder haben ihr Mikrofon fuer immer aus der Hand gelegt:


Hans-Christoph Degler, DL3KBB, #417
Henry Mayer, DH2PAX, #148

Wir werden die beiden Funkfreunde in guter Erinnerung behalten.

 



Das diesjaehrige JAIG-Treffen

# 297 Edith Gillrath DF7WU


Wie in jedem Jahr traf sich auch 2008 die JAIG-Gruppe im Fruehjahr und zwar vom 24. - 27. April in Bergkirchen bei Dachau. Ausrichter waren unsere Funkfreunde Bruno, DH8MAU und YL Ingrid, DL1MAO.

Am Donnertag, dem 24. April - dem eigentlichen Anreisetag - wurde fuer Fruehanreisende eine Stadtfuehrung in Dachau angeboten. Eine stattliche Anzahl von Interessierten hatte sich zu diesem Ausflug bereits versammelt. DACHAU - durch die nationalsozialistische Machtergreifung mit dem Makel des Konzentrationslagers behaftet - ist eigentlich eine ueber Jahrhunderte gewachsene Kultur- und Residenz- stadt des Wittelsbacher Fuerstenhauses.

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Der Vorgaenger des heutigen Schlosses war eine Burg, die bereits im 11. Jahrhundert erbaut worden war. Nach Neu- und Umbauten blieb schliesslich der Suedwesttrakt des Barockschlosses bis heute erhalten. Der Hoehepunkt dieses Teils liegt im sehr bemerkenswerten Treppenhaus, das von dem bayerischen Hofbaumeister J. Effner im 18 Jhdt. geplant und ausgefuehrt wurde. Ausser dem Festsaal, der heute fuer Empfaenge der Stadt oder auch fuer Konzertdarbietungen dient, ist der Hofgarten unbedingt sehenswert. Die Anlage ist zwar auch nur zum Teil erhalten, laesst aber erahnen, wie riesig diese urspruenglich war. Sie macht - trotz der fruehen Jahreszeit - einen sehr gepflegten Eindruck. Der Laubengang hat besonders unsere Blicke angezogen. Da Burgen und Schloesser nach Moeglichkeit auf erhoehtem Standort gebaut wurden, soll man auch hier die herrliche Aussicht nicht unerwaehnt lassen.
Hinab in die winklige, saubere Altstadt fuehrt ein schmaler Pfad. Man ist erstaunt, wenn man durch das Stadttor tritt und die vielen schmucken Haeuser sieht, die sich um Rathaus und Kirche reihen. Als bekannte Persoenlichkeit von Dachau kann man noch Ludwig Thoma erwaehnen, der viele bayerische Geschichten geschrieben hat, die auch als "Heimatfilme" in Kinos und Fernsehen gelaufen sind.

 

 

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Am naechsten Tag, dem Freitag, wollte uns Bruno seinen Heimatort vorstellen. Denn wer von uns wusste schon, wo Bergkirchen liegt und was es fuer Kleinodien beherbergt?

Beim Besuch im Rathaus war auch der Empfang beim Buergermeister Landmann im Programm. Dieser Besuch war sehr informativ. Herr Landmann gab uns in praegnaten Worten einen Ueberblick ueber die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes und seine Zukunftsplanungen. news9410Wenn man waehrend seiner Ausfuehrungen in die Runde schaute, konnte man feststellen, dass Alle seine Worte sehr aufmerksam verfolgten. Zum Schluss dankte er uns Funkamateuren fuer unsere weltweiten Verbindungen und dafuer, dass wir die Kontakte - wie z.B. mit den Japanern - auch pflegten. Er bat unsere japanischen Funkfreunde zu sich und ueberreichte jedem zur Erinnerung an diesen Besuch eine Abbildung des Wappens von Bergkirchen. Das hat natuerlich bei allen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Buergermeister Landmann nahm sich die Zeit, uns in die Kirche zu begleiten.

Bergkirchen besitzt keine normale Dorfkirche. Die Kirche in diesem Ort gehoert zu den Erstlingswerken des besonders in Bayern bekannten Baumeisters J.M. Fischer. In allen bekannten Lexikas sind die Barockkirchen dieses Baumeisters beschrieben. Es sind stets hervorragende Baudenkmaeler des 18. Jh. So findet man auch in kleineren Orten ein Fruehwerk dieses grossen Meisters. Der Pfarrer von Bergkirchen liess es sich nicht nehmen, uns durch "seine Kirche" zu fuehren. Er machte uns dabei auf viele Besonderheiten in Bau und Ausstattung aufmerksam. Der Organist gab uns noch eine Hoerprobe ueber den Klang und Akustik der Orgel.
Von Fuehrungen und Darbietungen waren wir begeistert. Soviel entgegenkommende Herzlichkeit und einmalige Baudenkmaeler hatten wir hier nicht erwartet!
Bruno, die Vorstellung Deiner Heimat war ein voller Erfolg!

 


 

JAIG-Treffen 2008 in Bergkirchen - Teilnahme aus Japan

#124 Shinji Ohnishi JA3PE, #35 Kenji Sugimoto JG1GWL,
#485 Shoichi Shibue JG1NQO, #374 Takashi Noda JA1FY


Das diesjaehrige JAIG-Treffen fand zur gleichen Zeit wie die Hannover Messe statt. Wir starteten deshalb etwas frueher in die Schweiz. Dort nahmen wir ein Mietauto und fuhren zuerst ins Berner Oberland. Danach sind wir nach Bergkirchen weitergefahren.
Die Reisenden waren: Ohnishi-san (Mietwagenfahrer und Reiseleiter), Sugimoto-san (Navigator) und als Mitfahrer Shibue-san und ich.
Ohnishi-san flog bereits frueher ab und traf sich mit uns am 19. 04. in Zuerich.


Reise in der Schweiz
Am 19. April haben wir ein Mietauto genommen und in Zuerich uebernachtet.
Am naechsten Tag sind wir nach Interlaken gefahren. Unterwegs besichtigten wir die Kapellbruecke in Luzern, das Loewendenkmal und den Gletscherpark und sind auf den Pilatus gefahren. Das Wetter war herrlich. So konnten wir die ganzen Schweizer Alpen sehen. Wir uebernachteten in Interlaken.

news9411Am naechsten Tag, 21. April hat es geregnet, wir fuhren mit der Bahn bis zum Jungfraujoch. Zum Jungfraujoch muss man mit der Zahnradbahn von Grindelwald ueber die kleine Scheidegg und an der Eigernordwand in eine andere Zahnradbahn umsteigen. Wir erreichten eine Hoehe von ueber 3000 m, aber wegen Schneesturm konnten wir weder den Eigergletscher noch das Jungfraujoch sehen. Das Thermometer zeigte -8°C und die Windgeschwindigkeit betrug 100 km/h. Trotzdem sind Dohlen herumgeflogen, darueber waren wir erstaunt. Den Rueckweg haben wir ueber Lauterbrunnen genommen und den Wasserfall von Staubbach besichtigt.


news9412Fuer den darauffolgenden Tag, 22. April hatten wir eine Fahrt auf das Schilthorn geplant, aber die Seilbahn fuhr nicht. Daher sind wir wieder ueber Lauterbrunnen zum Truemmelbachwasserfall und nach Bern gefahren. Der Truemmelbachwasserfall ist ein unterirdischer Gletscherwasserfall. Er wird von Eiger, Moench und Jungfrau gespeist und 20.000 Liter Wasser pro Sekunde (!!) stuerzen mit donnerndem Geraeusch in die Tiefe! Man hat ein Gefuehl, als wuerde der Fels vibrieren. Das Spritzwasser hat uns durchnaesst. Auf Wunsch von Sugimoto-san haben wir Bilder von Paul Klee in der Naehe von Bern besichtigt. Eine japanische Studentin war gerade dort um zu studieren und hat uns die Bilder von Paul Klee erklaert. Das war sehr schoen. Anschliessend sind wir durch den alten Stadtteil geschlendert und haben in einem Rosengarten zu Mittag gegessen. Ueber Schloss Thun ging es zurueck nach Interlaken.

Am 23. April sind wir nach Zuerich zurueckgefahren und haben dort uebernachtet. Unterwegs wollten wir in Brienz mit der Rothornbahn hinauffahren, das war wegen Schnee aber nicht moeglich. So haben wir nur ein Mittagessen eingenommen. Dieser Reisetermin war zu frueh, deshalb waren die gewuenschten Bergfahrten nicht immer moeglich. Trotzdem haben wir die Tage genossen, weil Ohnishi-san den Mietwagen gesteuert hat.

JAIG-Meeting
Am 24. April morgens frueh sind wir vier mit der Maschine nach Muenchen geflogen, haben dort ein Taxi genommen und fuhren nach Bergkirchen. Wenn ich jetzt alles schreiben wuerde, brauche ich unendlich viel Papier, deshalb moechte ich ueber die besonderen Eindruecke, die ich gehabt habe, stichwoertlich berichten.

 

news9413Besichtigung - Rathaus Bergkirchen

Wir wurden vom Buergermeister von Bergkirchen begruesst. Er hat mit dem Overheadprojektor ueber die Gegenwart und Zukunft seiner Gemeinde vorgetragen. Wir haben Sekt genossen und seinem Vortrag zugehoert. Anschliessend hat der Buergermeister fuer die aus dem Ausland kommenden Mitglieder ein Geschenk ueberreicht. Diese Aufnahme wurde durch Ingrid, DL1MAO in einer Dachauer Zeitung veroeffentlicht. Als ich von Iki-san die Kopie bekommen habe, habe ich mich sehr gefreut und sie im Freundeskreis ueberall hergezeigt. Ich war stolz darauf, dass wir in einer Zeitung im Ausland abgebildet waren.


news9414Kirche und Orgel
Auf der Rueckseite des Hotels auf einem Huegel liegt eine Kirche. Die haben wir besichtigt. Der Pfarrer hat uns viel ueber die Kirche erzaehlt und erklaert. Anschliessend wurde fuer uns die Orgel gespielt. Dieser feierliche Klang hat mich sehr beeindruckt.
Figaro's Hochzeit
Es gab einen Abend mit einer Theaterauffuehrung. Gespielt wurde Figaro's Hochzeit. Das ganz kleine Theater ist durch alle JAIG-Mitglieder voll geworden; es war eine geschlossene Veranstaltung. Die Buehne ist so klein, dass nur 5-6 Schauspieler Platz darauf finden und die Musikbegleitung erfolgte am Klavier. Aber die Stimmen waren beeindruckend. So eine Auffuehrung kann man eben nur hier erleben. Anschliessend haben wir zusammen mit den Darstellern ein Buffet genossen. Das war ein wunderschoener, froehlicher Tag.

Stadtbesichtigung Muenchen

news9415Wir sind mit dem Bus in die Stadt Muen chen gefahren. Dort ist eine Reiseleiterin zugestiegen. Sie hat in der Uni Muenchen Japanologie studiert und einige Jahre in Japan gearbeitet und sprach perfekt japanisch. Es war wirklich schoenes Japanisch. Wir haben so viel gesehen, aber ich konnte nicht alles behalten. Nach der Besichtigung von Schloss Nymphenburg haben wir ein italienisches Mittagessen unter freiem Himmel genossen. Die freie Zeit nutzten wir vier zusammen zu einem Besuch im deutschen Museum. Das dort ausgestellte U-Boot ist waehrend des Krieges oefter mal nach Japan gekommen. Waehrend des Krieges konnte man kaum glauben, dass so ein kleines Schiff ueber Afrika und den Indischen Ozean nach Japan reisen konnte. Es gab auch ein japanisches U-Boot, das bis Deutschland gefahren ist, es ist auf dem Rueckweg in der Naehe von Singapur durch eine Mine gesunken und das andere wurde in der Naehe von Japan in japanischem Gewaesser durch ein amerikanisches U-Boot angegriffen. Eigentlich sollte dieses japanische U-Boot aus Deutschland Zeichnungen von Geheimwaffen nach Japan mitbringen. Wir besichtigten natuerlich eine Funkstation im Deutschen Museum, leider war sie zu dieser Zeit geschlossen und so konnten wir sie nur von aussen ansehen.

 

 

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Das Abendprogramm am Samstag, 26. April
hat im Restaurant im Hotel stattgefunden. Dieses Mal wurde Sugimoto-san, JG1GWL als JAIG-Preistraeger geehrt. Bruno, der dieses JAIG-Treffen organisiert hat, hat japanisches Kirin Bier und ein Bierglas geschenkt bekommen. Es gab Zithermusik und es war ein sehr angenehmer Unterhaltungsabend.

 

Rueckreise

news9417Am 27. April haben wir ein Taxi genommen, um nach Dachau Bahnhof zu fahren. Von Dachau bis Muenchen sind wir in die S-Bahn umgestiegen. Am Bahnhof mussten wir eine Fahrkarte kaufen, aber wir wussten nicht, wie man eine Karte kaufen kann. Wir haben einen Mann gefragt und er sagte, welchen Knopf wir druecken sollen. Der Zug war schon da, da mussten wir schnell einsteigen. Er war einigermassen voll, deshalb mussten wir getrennt sitzen. Dann hoerte ich eine laut lachende Stimme von Ohnishi-san und Sugimoto-san. Eine Dame neben Ohnishi-san hat die Fahrkarte von Ohnishi-san gesehen, diese Karte war ein fuer vier Personen gueltiger Fahrausweis. Wir haben also jeder einen fuer vier Personen gueltigen Fahrsausweis gekauft. Der Herr hatte es netterweise so erklaert weil wir zu viert waren, die Fahrkarte war zu fuenft benutzbar, d.h. wir haben fuer 20 Personen gekauft. Das war der Grund, warum Ohnishi-san so laut gelacht hat.

news9418In Muenchen haben wir wieder ein Mietauto genommen und sind nach Garmisch-Partenkirchen gefahren. Am Eibsee haben wir die Zahnradbahn genommen und sind auf die Zugspitze gefahren. Es war wunderschoenes Wetter und wir konnten die ganze Alpenkette sehen. Wir haben in Garmisch-Partenkirchen uebernachtet.
Am naechsten Tag, 28. April besuchten wir Iki-san in der Garmischer Wohnung. Anschliessend fuhren zusammen nach Penzberg. Das Haus von Butz-san, DJ9WH hat eine wunderschoene Funklage, davon kann ich nur traeumen. Als wir mit Iki-san nach Muenchen kamen, fuhren wir mit Iki-san nach Dachau, um das KZ zu besuchen. Leider war es geschlossen (montags) und so konnten wir nur von aussen einen Blick auf das Gelaende werfen. Anschliessend haben wir Kaffee getrunken und Kuchen gegessen und sind nach Muenchen zurueckgefahren. Im Hofbraeuhaus tranken wir ein Bier, im Haxnbauer haben wir Schweinshaxen gegessen. Es hat mir sehr gut geschmeckt, aber dieses Volumen war erstaunlich.

 

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Am naechsten Tag besuchten wir das Spielzeugmuseum und die Pinakothek der Moderne und sind anschliessend zum Flughafen gefahren.

 

Beim Rueckflug sass neben Ohnishi-san eine Japanerin. Es war die XYL Yoshiko von Walter, DJ0FX. Sie hat erzaehlt, dass sie in der Naehe von Hans, DF2MC und Mitsuko wohnt. Das war natuerlich eine Ueberraschung. Als ich nach Hause kam, blaetterte ich im Logbuch nach und stellte fest, dass ich mit Walter in CW am 08.07.1995 Verbindung gehabt habe.

Danke an Alle, die uns so nett betreut haben, danke Iki-san. Wir haben durch Euch eine wunderschoene Reise und schoene Erinnerungen gehabt.

 


 

 

 

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JAIG - Treffen 2008 ......das passt schon!

#395 Willfried Pareigat DD6UMW

Ein Rueckblick:
Als wir Ende 2006 / Anfang 2007 die Probleme mit unseren Vereinsraeumen hatten, liess uns die Situation keine andere Wahl, als unsere Teilnahme am JAIG -Treffen 2007 abzusagen.
Es war schon ein komisches Gefuehl - irgendwie, als wenn einem was fehlt.....!
Wir hatten nicht viel Zeit darueber nachzudenken. Das Raumproblem musste irgendwie geloest werden. Aber wir wollten danach auf jeden Fall beim naechsten JAIG -Treffen wieder dabei sein.
Das Raumproblem konnten wir mit viel Muehe und auch Glueck loesen und so konnten wir den Organisatoren des JAIG -Treffens voller Freude mitteilen, dass wir 2008 wieder dabei sein werden.

Das JAIG - Treffen 2008 findet dieses mal in der Naehe von Muenchen statt. Ein kleines Staedtchen namens Bergkirchen im Dachauer Land hiess uns und unsere japanischen Freunde herzlich willkommen. Na gut, ich will nicht uebertreiben. Das Staedtchen stand natuerlich nicht Spalier, als wir ankamen. Das war ja auch gar nicht moeglich, da die Teilnehmer am diesjaehrigen JAIG -Treffen zu sehr unterschiedlichen Zeiten ankamen. Nehmen wir zum Beispiel die Berliner - also wir. Das sind Willfried #395 - DD6UMW, XYL Monika #404 - DN6MP, Thomas #321 - DH7TS und Peter #485 - SWL. Es haetten eigentlich noch mehr sein sollen, aber Krankheit und Job fordern eben ihren Tribut.
Ja, wir waren bereits einen Tag vorher, also am Mittwoch eingetroffen. Wer unsere Chroniken regelmaessig liest, weiss, wir machen das immer so. Das heisst aber auch, es gibt noch einen Teil 2 unserer Reise. Na, ratet mal , wohin....!
Jetzt geht es erst mal um das JAIG - Treffen in Bergkirchen, ca. 30 km noerdlich von Muenchen.
Der Hauptanreisetag war der Donnerstag und so kamen nach und nach alle Teilnehmer entweder mit dem eigenen PKW oder per Zug und organisiertem Shuttle-Dienst. An dieser Stelle moechten wir gleich mal einen Strauss Lorbeeren verteilen, naemlich an Bruno - DH8MAU und Ingrid - DL1MAO. Sie haben zusammen mit Kuni - DF2CW und Erika die herrlichen Tage im Dachauer Land fuer uns organisiert. Das mit dem Wetter muessen sie noch ein wenig ueben, aber alles andere war wunderbar!

news9422Alle Teilnehmer hatten einen Programm- und Zeitablauf bekommen und laut diesem Plan wurde bereits fuer Donnerstag Nachmittag eine Stadtfuehrung durch Dachau vorgesehen. Aber der Vormittag gehoerte uns ganz individuell. Peter, Thomas, Monika, und ich nutzten die Zeit, um uns in Bergkirchen ein wenig umzuschauen. Offensichtlich hatte Raija Ulin - SM0HNV, eine JAIG-Freundin aus Schweden, die gleichen Ambitionen, denn wir trafen sie oder sie traf uns, als wir gerade am einen Ende des Staedtchens angekommen waren. Gemeinsam schlenderten wir dann zum anderen Ende des Staedtchens Bergkirchen.

Diese sehr ueberschaubare Wanderung erlaubte uns sogar noch in einem kleinen Restaurant am Wege eine Tasse Kaffee bzw. Tee zu trinken, ohne dass wir in Zeitnot gerieten.
news9423So trabten wir dann gemuetlich die Strassen entlang und stellten fest, dass hier der Kindergarten noch Kindergarten heisst und der Friedhof an der Kirche zu finden war. Uebrigens, die Friedhofskultur, also die Gestaltung der Grabsteine, Kreuze und Liegestellen waren von faszinierender Kunstfertigkeit und Ideenreichtum gekennzeichnet.
Bergkirchen heisst deshalb Bergkirchen, weil die Kirche auf der Spitze des Berges steht. Und von diesem Berg stiegen wir dann viele Stufen abwaerts, fast direkt in unser Hotel hinein. Genau richtig zur Mittagszeit.
Und nach einer erholsamen Mittagspause hiess unser naechstes Ziel Dachau! Also, auf geht's !
Per Fahrgemeinschaften fuhren wir nach Dachau und dort erwartete uns eine sachkundige Stadtfuehrerin. Dachau ist ueber 1200 Jahre alt. Da gibt es eine Menge zu erzaehlen. Doch - bei jedem halbwegs gebildeten Menschen wird mit der Stadt Dachau leider immer etwas anderes verbunden : 3.Reich, Nazi und KZ. news9424Ja, es ist nun mal so gewesen in der Geschichte. Aber, das alleine macht nicht Dachau aus. Die restlichen 1150 Jahre haben Dachau wirklich gepraegt und zu dem gemacht, was es jetzt ist: eine sich entwickelnde Vorstadt der Boomtown Muenchen. Wir jedenfalls haben festgestellt, dass es sich hier durchaus leben laesst.
Apropos leben lassen...
Wir (Berliner) sind Freunde der guten deutschen Kueche. Und die wird bekanntlich in Bayern wahrlich gepflegt. Ich weiss - ja, in anderen Landesteilen gibt es das auch, aber die bayerische Kueche hat es uns nun mal angetan. Warum und wieso ..... das ist wieder eine ganz andere Geschichte. Wenn wir mal viel Zeit haben, dann kann ich ja mal erzaehlen..... aber jetzt nicht!
So eine Stadtbesichtigung ist schon anstrengend. Um so wichtiger ist es, dass wir uns anschliessend in unserem Hotel-Gasthof Gross in Bergkirchen ordentlich regenerieren koennen. Und was kann schoener sein, als in einer Runde mit Freunden ein dunkles Hefeweizen zu einem deftigen Abendbrot geniessen und den Tag ausklingen zu lassen. Ja, das passt schon...!

Und taeglich gruesst die Kirchturmuhr...., ja, ja, die Naehe des Hotels zur Kirche ist frueh besonders gewoehnungsbeduerftig. Andererseits braucht man keine Sorge haben, dass man verschlafen koennte. Sei es drum, es gehoert halt zum Laendle. Als Kind habe ich mal selbst den Glockenstrang gezogen. Daran erinnert man sich doch gerne.
Der Freitag faengt an, wie jeder Tag, naemlich mit einem guten Fruehstueck.
Und dann soll es richtig offiziell werden. Der Buergermeister des Gemeindeverbandes, zu dem auch Bergkirchen gehoert, hat uns eingeladen. Also, machten wir uns auf den Weg ins Rathaus.

news9425Das Rathaus selbst ist eigentlich ein schlichtes 3-stoeckiges Gebaeude, welches gerade ganz ansehnlich renoviert wurde (nein, nein, nicht unseretwegen). Im als Rats- und Sitzungssaal ausgebauten Dachgeschoss empfing uns der 1.Buergermeister, Herr Landmann, mit einem Glas Sekt zur Begruessung. In einer anschliessenden Powerpoint-Praesentation erlaeuterte der Buergermeister an Hand von Zahlen und Fakten die politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Gemeindeverbandes Bergkirchen mit seinen 24 Ortsteilen. Die beeindruckenden Zahlen und Fakten belegen, dass diese Gemeinde im Landkreis Dachau den Anforderungen der Gegenwart und Zukunft durchaus gewachsen ist. Im Anschluss an diese Praesentation ueberreichte der Buergermeister all unseren auslaendischen Gaesten ein Wappenschild zur Erinnerung an ihren Besuch in Bergkirchen.

news9426Wenn man in Bergkirchen zu Besuch ist, dann sollte man schon den Ortsnamen alle Ehre erweisen und der Kirche auf dem Berg einen Besuch abstatten und ganz besonders dann, wenn man so nett eingeladen wird von dem zustaendigen Pfarradministrator CRV Walter Csar. news9427Er gab uns einen Ueberblick ueber die Entstehung und weitere Entwicklung dieses bereits im Jahr 814 urkundlich erwaehnten Kirchenstandortes. Wer mehr und ausfuehrlicher ueber diese und andere Kirchen dieser Region wissen moechte, verweise ich auf die sehr gute Homepages der Kirchen:
www.kirchenundkapellen.de/kirchen/bergkirchen-kk.htm
Uns hat es jedenfalls gefallen und wir brachten es auch entsprechend zum Ausdruck. Der Pfarrer bedankte sich seinerseits dafuer mit einem Dankesgebet und die besten Wuensche fuer unser weiteres Leben. So ist's recht!
Derart moralisch gestaerkt begaben wir uns dann auf den Abstieg, die vielen Stufen hinab zum Hotel.
Denn es war wieder mal Essenzeit. So viel Historie macht hungrig auf gegenwaertiges Handfestes.

Nach einer zuenftigen Mittagspause begann der zweite Teil unseres Programms: Besuch der Flugwerft Schleissheim, wo das Deutsche Museum eine Art Zweigniederlassung zum Thema "Entwicklung der Luftfahrt" betreibt. Dazu folgt ein Bericht von Werner, DJ4SG.
Frueh Politik und Geschichte, nachmittags Wissenschaft und Technik und abends Kultur! Und das sogar in Bergkirchen! Diese Gemeinde leistet sich ein Hoftheater - zum Glueck fuer uns. Aber was steckt dahinter?
Natuerlich hat so ein Theater einen professionellen Hintergrund. In diesem Fall ist es die feste Spielstaette der Neuen Werkbuehne Muenchen - einem Tourneetheater fuer Schulen.

In einem ehemaligen Kuhstall eines Bio-Bauernhofes residiert das kleine Theater mit 53 Plaetzen. In dieser intimen Atmosphaere in unmittelbarer Naehe zur Buehne, mit Buecherwand, kleiner Theater-Bar, Kulissen und bequemen Theatersesseln kann man ein Kunsterlebnis der besonderen Art geniessen.

 

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Die Palette reicht von Klassikern und Komoedien bis hin zu Musiktheater. Wir sahen eine Komoedie, naemlich eine Geschichte, die wohl auf der ganzen Welt gelebt und gespielt wird: Die Hochzeit des Figaro.
Also, dann .....
Kurz vor 19:00Uhr begaben wir uns alle in den "Kuhstall". Die anfaengliche Skepsis ist dann einer immer staerker werdenden Neugier gewichen. Tatsaechlich wirkte das ganze so, als wenn jemand seine grosse Stube mal eben ganz schnell umgestellt hat, um eine Buehne und ein paar Sitzplaetze unterzubringen. Es war alles sehr rustikal aber auch zweckmaessig hergerichtet. Als Zuschauer musste man auf nichts verzichten. Die Plaetze waren bald alle gefuellt. Die Vorstellung begann puenktlich und der Spass nahm seinen Lauf......

 

news9429Die spannende Geschichte verknuepft die gleichnamige Komoedie des Beaumarchais mit der wundervollen Musik Mozarts aus der allgemein bekannteren Oper "Die Hochzeit des Figaro". Bevor es jedoch endlich zur Hochzeit zwischen Susanna und Figaro kommen kann, muessen die Beiden erst noch den Grafen mit List und Intrige davon abbringen, von seinem Recht der ersten Nacht bei Susanna Gebrauch zu machen.
Den Schauspielern gelang es vortrefflich, Gesang und Schauspiel miteinander zu verschmelzen. Opern- und Theaterliebhaber kamen zu gleichen Teilen auf ihre Kosten.
Am Ende der Vorstellung gab es dann auch herzlichen und anhaltenden Applaus. Wie heisst es in der Theatersprache doch so schoen: Es gab mehrere Vorhaenge.

news9430In gewohnter Tradition bedankten sich Kuni, DF2CW und Erika bei den Akteuren und es wurden zur Erinnerung an unseren Abend japanische Glücksbringer überreicht.

In der Zwischenzeit hatten dienstbare Geister ein kalt-warmes Buffet aufgebaut. Da gab es Suesses und Herzhaftes. Und zu Trinken gab es an der kleinen Theater-Bar.
news9431Nachdem die Schauspieler sich umgezogen, abgeschminkt und ihre eigenen Haare (soweit vorhanden) hergerichtet hatten, mischten sie sich unter das Publikum. Es entspannten sich lockere, interviewartige Unterhaltungen mit den einen oder andern Schauspielern. Dadurch dass die Schauspielerinnen auch gleichzeitig die Bar bedienten, kam man schnell ins Gespraech.

" ....ach, aus Berlin seid ihr? Na, gruesst mir die Heimat..." So stellte sich heraus, dass einige der Schauspielerinnen und Schauspieler aus Dresden, Berlin und Leipzig stammen oder zu mindest dort ihre Ausbildung hatten. Und hier haben sie die Gelegenheit, ihr Koennen unter Beweis zu stellen und zu entwickeln, was ihnen offensichtlich auch hervorragend gelingt.
Ja, es war ein ueberraschend schoener Abend. Dass es zwischendurch draussen fuerchterlich geregnet hatte, sahen wir erst auf dem Heimweg. Ein Tag voller nachhaltiger Eindruecke ging zu Ende.
Auch an diesem Samstag Morgen laeuteten die Glocken der Kirche von Bergkirchen - puenktlich wie immer. Na gut, ein ordentliches Fruehstueck soll uns fit machen fuer den naechsten Programmpunkt.
Wir, d.h. Moni und ich, gingen runter zum Fruehstueck und mussten durch einen der drei Raeume des Gaststaettenbereiches hindurch laufen. In dem sassen andere Gaeste offensichtlich ebenfalls beim Fruehstueck. Eine dort sitzende Frau schaute intensiv zu uns rueber, laechelte dann und fragte: " Sind Sie die Familie Soundso?" Wir verneinten hoeflich. Die Frau liess nicht locker: "Aber Sie sind auch Zuechter?" Waehrend ich blitzschnell ueberlegte, was wir vielleicht zuechten koennten, sagte meine Frau schon: "Nein, tut uns leid!" Die Frau daraufhin: "Oh, aha, dann entschuldigen Sie bitte!" Ich laechelte so gut ich in der kurzen Zeit es konnte und murmelte: "Bitte, gerne!" Und schon waren wir vorbei und kamen, noch etwas verdutzt, in unserem Fruehstuecksrevier an. Was war das eben? Als wir uns dann gegenseitig anschauten, ging uns ein Licht auf. Na klar, die Kleidung war's! Also - wir hatten an diesem Morgen beide unseren sogenannten Trekking-Look an. Diese Kleidung aehnelt sehr der Dienstkleidung der Forst- und Jagdvereine, die wiederum eigene Hundezuechtervereine betreiben. So entstand offenbar die Verwechslung mit den anderen Vereinsmitgliedern. Genau so war's!
Und ganz nebenbei bestaetigte sich wieder mal der Spruch: Kleider machen Leute.
Das Fruehstueck verlief dann ohne weitere "Zwischenfaelle" und wir fuhren puenktlich um 09:00Uhr ab nach Muenchen zur Stadtrundfahrt. In Muenchen angekommen begruesste uns eine Reisebegleiterin zu einer interessanten Stadtrundfahrt. Zur Freude unserer japanischen Freunde stellte sich heraus, dass die Reisebegleiterin hervorragend japanisch sprach. So hoerten wir die Erklaerungen auf dieser Stadtrundfahrt zweisprachig. Und den Aeusserungen unserer japanischen Freunde zu Folge sprach sie ein ausgezeichnetes Japanisch. Diese Stadtrundfahrt fuehrte uns nicht nur durch die Stadt Muenchen und ihren sehenswerten Bauwerken und Plaetzen sondern auch teilweise sogar weit in die Vergangenheit der Stadtgeschichte.

Denn die Reisebegleiterin bzw. Stadtfuehrerin konnte zu fast jedem wichtigen Gebaeude, den Strassen und Plaetzen einen geschichtlichen Hintergrund liefern. Das machte diese Stadtrundfahrt sehr kurzweilig und lehrreich. news9432
Unsere Rundfahrt fuehrte auch in die Schlossanlage Nymphenburg mit seinen 6 Schloessern und Museen sowie seinen weitlaeufigen Parkanlagen. Unsere Zeit reichte nur fuer den Besuch des Schlosses Nymphenburg. Hier ist mir besonders die sogenannte Schoenheitsgalerie in Erinnerung geblieben. Dieses ist eine Sammlung von mit fotografischer Genauigkeit gemalten Portraits junger Frauen aus dem Volk der damaligen Zeit. Ihre ausgesuchte Schoenheit ist auch heute noch beeindruckend. So gingen die 3 Stunden Stadtrundfahrt schneller zu Ende, als wir dachten. Es war ein Erlebnis, das wir nicht zuletzt unserer wirklich sachkundigen Stadtfahrtbegleiterin zu verdanken haben. Wir verabschiedeten uns mit den besten Wuenschen.
Der Rest der Zeit bis zur Rueckfahrt stand zur freien Verfuegung und so bummelte jeder nach Gutduenken durch das Zentrum Muenchens. Das Isartor war der verabredete Treffpunkt fuer die gemeinsame Rueckfahrt nach Bergkirchen. Denn am Abend .......
......am Abend findet das offizielle JAIG -Treffen statt.

news9433Nach einer angemessenen Erholungspause haben wir uns frisch und schick gemacht und begaben uns in den extra fuer unsere Veranstaltung hergerichteten Gastraum des Hotelrestaurants.
Bruno, DH8MAU und Ingrid, DL1MAO, hatten keine Muehen gescheut, um uns und insbesondere unseren Gaesten aus Japan den Abend so angenehm wie moeglich zu machen.
In bewaehrter Tradition begann unsere Veranstaltung mit dem gemeinsamen Abendessen. Fuer unsere japanischen Gaeste, die direkt aus Japan kamen, immer ein bisschen kulinarisches Abenteuer. In Bayern wird nun mal urdeutsch gegessen. Aber wir wissen auch, dass das sehr gut sein kann. Und so war es auch an diesem Abend. Zur Untermalung des ganzen, als Hintergrundmusik, spielte das Zitherspieler-Duo "Rosi Musi" alpenlaendische Volksmusik.

news9434Kuni - san, DF2CW, begruesste nochmals alle Teilnehmer dieses JAIG- Treffens. Zu Beginn gedachten wir der zwischenzeitlich verstorbenen JAIG - Mitglieder. Ihre Portraits erinnerten daran, dass man sich ja von dem einen oder anderen JAIG - Treffen gekannt hatte.

Wie immer anlaesslich des JAIG - Treffens wurde auch an diesem Abend der JAIG - Preis 2008 verliehen. Die Laudatio fuer den kuenftigen Preistraeger hielt in bewaehrter Manier Butz Bertin, DJ9WH. Diesesmal ging der Preis an Sugimoto Kenji, JG1GWL, aus Tokio wegen seiner Verdienste um die Vorbereitung der JAIG - Treffen in Japan. Offensichtlich hat er es nicht gewusst, denn die Ueberraschung war wirklich nicht gespielt.

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news9437Ja, und auch das hatten wir nicht vergessen: Brunos, DH8MAU, und Ingrids DL1MAO Verdienste bei der Vorbereitung und Durchfuehrung dieses Treffens. Im Auftrag aller bekam Ingrid einen Blumentopf überreicht und danach "ueberhaeufte" Kuni, DF2CW, Bruno mit Geschenken, die er dann vor versammelter Mannschaft mit grossem Hallo auspacken durfte: einen echten japanischen Bierkrug und dazu passend echtes japanisches Bier. Ich will ja keine versteckte Werbung machen, aber die Kenner unter den geschaetzten Lesern wissen es, wenn ich Kirin und Asahi sage. Und Bruno hat diese Gaudi genossen.

 

 

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Der Abend verlief weiter in geloester, stimmungsvoller Atmosphaere und jeder nutzte die Gelegenheit mit "alten" Bekannten zu sprechen und zu fachsimpeln bis uns die Muedigkeit oder andere Geister ins Bett trieben.

Am Sonntag frueh gab es dann noch einmal ein kraeftiges Fruehstueck. Eigentlich waere ja traditionell ein Versuch angesagt, im Rahmen des JAIG-Net eine Funkverbindung nach Japan oder wenigstens zu anderen JAIG-Mitgliedern herzustellen. Aber bei der Vorbereitung dieser Veranstaltung stellte es sich heraus, dass an diesem Standort sehr unguenstige funkphysikalische Bedingungen herrschen und deshalb mit keiner sinnvollen Verbindung zu rechnen sei.
Na, gut, dann genossen wir noch ein paar Stunden und schwatzten noch mit verschiedenen Teilnehmern und teilten ein paar Gruesse aus.
Packen und auschecken, das definitive Ende unseres JAIG -Treffens 2008 war gekommen und nach herzlichen Verabschiedungen stiegen auch wir in unser Auto und fuhren - nein, nicht nach Hause. Wir fuhren dem zweiten Teil unserer Expedition ins Reich der Bajuwaren entgegen: Das Zugspitzstaedtchen Grainau bei Garmisch-Partenkirchen.
Ja, das passt schon!

 


 

 

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Anlaesslich des JAIG-Treffens in Bergkirchen wurde die JAIG-Clubstation
DL0DJF mit der Sonder DOK "08JAIG" im Zeitraum von 01. April bis 31. Mai
durch Gerhard, DJ6DO, #199 betrieben.
Fuer Deinen grossen Einsatz, lieber Gerhard
HERZLICHEN DANK!
Hier die kleine Statistik:

1.) Verbindungen gesamt377
2.) Verbindungen mit Ausland 61
3.) Davon Europäisches Ausland 14
4.) Operations ModeSSB, FM
5.) Operations Frequenzen3,7, 7, 14, 28, 145 und 438 MHz

 

 


 


Diesen Text wollte Noda-San, JA1FY am Samstagabend vortragen. Aus technischen Gruenden war dies leider nicht moeglich. Wir wollen unseren Freunden diesen Beitrag nunmehr in schriftlicher Form uebermitteln.


Good evening, Ladies and Gentlemen. I'm very glad to meet you this year again.
I will tell you about some Japanese Amateur's activities.

1. EME project

news9440The JARL's special station will QRV from next month to 2010. This station is mainly operated by EME (Moon bounce) communication. The Callsign will be 8J1AXA as given by the authority. Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) permit the use one of the Parabolic Antenna in Katsuura aerospace communi-cation station in Chiba Prf. for this project. The antenna was over its service life and a new one is needed. The new antenna will be set there 2 years after. So we will be able to use this old antenna during the 2 years. JAXA and JARL signed the memorandum to use this antenna and the antenna control house for this project. Using bands are 144MHz to 5.600MHz bands. Output is 500watts each Band Maximum. The antenna dish diameter is 18meters. But I don't know about antenna's gain in any band.
The announcement about this project will be up on JARL home page in the near future.
I am a member of this project team and will QRV from this station. So I hope to contact you through EME from this station.

2. D-Star
The JARL has started useing a new mode communication called D-Star. This communi-cation constists of digital coded voice and digital coded letters. It mainly uses 1.2GHz band and 430MHz band.
JARL place some repeater stations from Kyushu to Hokkaido and all repeaters were connected by internet. So we can contact all JA area by 1.2 GHz band or 430MHz band
D-Star mode.
If DL provide such repeaters we will be able to QSO from a mobil station in Japan to a mobil station in Germany. I hope to contact with you such a net. By the way the cycle 24 has started from the beginning of this year. I hope to contact with you through JAIG net as well soon.

Thank you very much.


Friedrichshafen 2008

#018 Kuni DF2CW #420 Erika DN2MCW

Die HAM-Radio ruft ..... und wir starteten wie jedes Jahr bereits am Donnerstag in Richtung Bodensee. Das Wetter spielte mit und wir haben die Fahrt durch die schoene Landschaft bis zu unserem Quartier genossen. Und - wie ueblich - machten wir unseren Spaziergang und freuten uns auf das gemuetliche Abendessen im Stammlokal.

Am Freitagmorgen fuhren wir also zu den Messehallen. Nach einer laengeren Wartezeit bei den Kassen konnten wir unsere 3-Tages-Chips anhaengen und durften in die "heiligen Hallen". Als ersten unserer Freunde konnten wir Janos, DL7AOJ begruessen. Beim Rundgang trafen wir noch Freunde und Bekannte und verabredeten uns fuer die Mittagszeit im Restaurant. Wir stellten fest, dass es auch in diesem Jahr wieder genuegend Platz zwischen den Staenden gab, man konnte ungehindert schauen und durchwandern.
Abends trafen wir uns im angestammten Lokal und freuten uns ueber den Besuch von
Adriana, IK5MEQ mit ihrem OM. Die froehliche Runde loeste sich erst nach einigen Stunden auf.
Am Samstag war schon etwas "mehr Betrieb" in den Hallen und einige unserer Freunde fuhren wieder zurueck nach Hause. Der Abend gehoerte wieder unserem Stammlokal, in dem wir auch Gaeste aus den USA begruessen konnten, Rose-Marie, KB4RM und ihren OM Charles, K4TY.
Am Sonntag, nach dem Fruehstueck nutzten wir das herrliche Wetter zur Heimfahrt ueber kleine Nebenstrassen und Doerfer.

 

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30 JAHRE AMATEURFUNK-
ODER WIE MAN FUNKAMATEUR WIRD!

# 519 Georg Orthmann DD6NT

news9442Nun ist sicherlich in der Vergangenheit schon sehr viel ueber die Funkamateure im Allgemeinen, ueber das Hobby als solches und wie ich meine, auch ueber das Thema wie man es werden kann, sehr viel berichtet worden.
Da man ja nicht an den Postschalter gehen kann, um einen Amateurfunk-Anschluss zu beantragen, ist der Weg zum Hobby eines Funkamateurs und davon gibt es in der Zwischenzeit weltweit so um die 2-3 Millionen Menschen, wohl bei jedem Einzelnen von uns bestimmt hoechst unterschiedlich abgelaufen.
Bei mir begann alles Anfang bis Mitte der ´60er, als ich eine Lehre als Einzelhandelskaufmann machte. Zu dieser Zeit brachte die Rundfunkindustrie gerade tolle neue Kofferradios auf den Markt. Es waren die ersten, tragbaren Batterieempfaenger, die ueber einen Kurzwellen Empfangsbereich verfuegten. So lautete z.B. ein Werbeslogan der Firma Grundig: "Ein Druck auf die Taste und Luxemburg haste" (Grundig Elite-Boy).
Das gespreizte 49m Band reichte mir bald nicht mehr und so musste etwas Neues her. Das Traumgeraet war der Nordmende-Globetrotter TN-600. Der Empfaenger verfuegte ueber einen KW-Trommeltuner mit den gespreizten KW-Radiobaendern. Leider war es mit dem Empfang nicht zum Besten und ich habe mit Antennen-Experimenten angefangen. Nach vielen Versuchen hatte ich mit einer Langdraht-Antenne dann die besten Resultate. Das war dann ein Klingeldraht, der hinter der Gardine von der Scheuerleiste nach oben fuehrte, dann ueber dem Fenster waagerecht bis zur anderen Seite des Fensters, wieder hinter der Gardine hinunter bis zur Scheuerleiste, reichte. Jetzt konnte ich Radiostationen aus der ganzen Welt hoeren, Radio Australien, NHK-Tokyo, Radio Peking, Radio Schweden, Radio Canada und auch HCJB die Stimme der Anden, aus Quito in Equador.
Anfang der ´70er war dann die Zeit meines ersten "Amateur-Empfaengers". Der Grundig-Satellit, mit einem BFO-Zusatz, kam auf den Markt. Dieses Geraet ermoeglichte erstmals den Empfang von Amateurfunk-Aussendungen in SSB mit einem Kofferradio. So war dann der Satellit, auch in jedem Urlaub, mit in unserem Reisegepaeck.
So kam der Sommer 1975, es sollte im Urlaub an den Bodensee gehen. Wir haben die Prospekte der Ferienorte gruendlich studiert und haben uns dann fuer Lindau entschieden. An einem Montag - oder war es Dienstag? - fuhren wir durch Friedrichshafen und mussten an einer Ampel halten. Diese Ampel war sehr lange rot und wir sahen ein Werbeplakat mit der Aufschrift: "HAM RADIO" und "Funkamateure" und etwas von Messe am Wochenende, dann wurde die Ampel gruen.
Wir fragten nach dem Weg zum Messe-Gelaende und standen dann vor einem offenen Gittertor. Hier schenkte man uns keine Aufmerksamkeit, Bodyguards und Ueberwachungskameras gab es ohnehin noch nicht und so stiegen wir aus unserem Auto und erkundeten das Gelaende. Wir waren vor der Bodenseehalle und im Inneren der Halle waren die Tischler und Maler damit beschaeftigt, Messestaende zu errichten. Wir haben dann

an jedem Tag mal kurz vorbeigeschaut. Als wir am Donnerstag vor dem Tor gehalten haben, war es nur noch eine Fahrzeugbreite geoeffnet. Ein Pfoertner kam uns entgegen und gestikulierte mit den Armen dass wir durch das Tor fahren sollten. Das taten wir dann auch. Er hielt uns wohl fuer Aussteller und so haben wir uns hoeflich bedankt.
In der Halle war schon reges Treiben, denn viele Haendler haben schon die Messestaende eingerichtet und ihre Geraete und Antennen aufgebaut.
Nun stand das Wochenende vor der Tuer und die erste HAM-RADIO in Friedrichshafen 1975 war eroeffnet. Wir hatten uns Dauerkarten gekauft und so waren wir an allen Messetagen auf dem Gelaende. Wir haben jede Menge Tueten, angefuellt mit Prospekten und Katalogen, ins Auto getragen, ganz abgesehen von den vielen Werbegeschenken, Aufklebern und Kugelschreibern. Ich habe mir hier auch die erste "Richtige-Antenne" gekauft, eine Fritzel FD-4, die ich dann zu Hause, als "L" Unterdach abgespannt habe. In der Zeit bis zum Sommer ´76 habe ich dann die vielen Buecher ueber den Amateurfunk die ich mir gekauft habe, z.B. den Diefenbach und den Leucht, nun auch gelesen. Mit dem Morsekursus des DARC auf Schallplatten habe ich dann auch schon mal begonnen.
Es war im Mai ´76, als wir mit Freunden und Bekannten zusammen sassen und ueber Urlaub und Bodensee ploetzlich auf Amateurfunk kamen. Ja - sagte ein Bekannter - ich kenne da einen Funkamateur, der hat ein ganzes Zimmer voll Geraete, den kannst du mal anrufen, Herbert heisst er und hier hast du seine Telefonnummer.
Am Morgen des naechsten Tages habe ich Herbert angerufen. Wenn du moechtest und wenn du Zeit hast, kannst du morgen so gegen 13.00 h kommen, da bin ich dann in einer Runde mit Sueddeutschland und da kannst du gleich mal sehen, wie das hier alles so funktioniert.
Am naechsten Tag, als ich auf das Haus zulief in dem Herbert wohnte, konnte ich schon aus der Ferne seine Antennen auf dem Dach erkennen, es war eine Cubical-Quad, fuer 10,15 und 20m und eine W3DZZ. Herbert fuehrte mir seine ganze Anlage vor und sprach mit einigen anderen Funkamateuren in Muenchen. Nachdem ich dann staunend und mit dem Kopf nickend alles gesehen hatte, gab mir Herbert noch seine QSL-Karte. DJ5BU, stand darauf, dann sagte er noch, wir treffen uns vom Ortsverband - vom DARC - immer am 3. Montag in einer Kneipe, da kannst du auch das naechste mal mit hin kommen wenn du willst. Das habe ich gemacht und bin dann auch gleich in den DARC eingetreten.
Jedesmal wenn ich vor meinen Empfaengern sass, erinnerte ich mich an die Geraete die ich bei Herbert und auf der HAM-RADIO gesehen hatte. Es war schon fantastisch mit diesen grossen Drehknoepfen und der praezisen Einstellmoeglichkeit der Frequenz. Das war natuerlich ein himmelweiter Unterschied zu meinen Geraeten. Also fasste ich einen Beschluss - eine Amateurfunkstation musste her.
Am naechsten Tag ging ich ins erste Haus am Platze, zur Generalvertretung der Firma Yaesu in Berlin. Ich kaufte mir die Sommerkamp "F - Line", das war der FT-277CWE, mit Zusatz-Lautsprecher und Zusatz-VFO, mit Digitalem Frequenzanzeige-Aufsatz und mit Zusatz-Scopeanzeige und habe das Geraet an meine vorhandene Fritzel-Antenne, die FD-4 angeschlossen. Die Treiber und die Endroehre habe ich vorsichtshalber entfernt, falls mal Besuch kommt und einer an den Geraeten spielen will. Dann habe ich mir noch ein Logbuch gekauft und die ersten 1.000 QSL-Karten fuer meine neue SWL-Taetigkeit drucken lassen. Etwas spaeter erwarb ich noch ein weiteres Geraet, den Allmode Transceiver, FT-221, fuer den ich dann auch eine Antenne auf dem Dachboden hatte. Sehr bald habe ich dann auch mein erstes Diplom gearbeitet: "Funkamateure helfen Sorgenkindern".

Ich hatte dann recht schnell eine Menge schoener und interessanter, QSL-Karten aus vielen Laendern der Erde zusammen. Da waren dann z.B.: EL, YK, CE, YV, 6Y5, 9Y4, PY, KH6, VP2, ZL1, A9X, 9K2, VK5, 4X4, HB9, OK1, F6, SP7, PA0, G3, VE, EA7, UK2, UK5, IT9, AC1, WA2, WB2, JA0 - JA9, EI0, usw. Mit diesen QSL-Karten habe ich dann die Wand ueber meiner Funkstation geschmueckt.
Als der DARC im Jahre 1980 die Vergabe von DE-Nummern einfuehrte, habe ich die Gelegenheit dann wahrgenommen und die DE-Pruefung zum Deutschen Empfangsmeister abgelegt und auch bestanden. Nun war ich als "DE 7 GOB" in der "Luft". Es folgten noch fast 10 weitere Jahre meiner SWL-Taetigkeit, bis ich dann 1990 - im Fruehjahr - die C-Lizenz mit B-Option, erhalten habe. Mein Rufzeichen konnte ich mir aussuchen und so habe ich mich fuer "DD6NT" entschieden, da dieses Rufzeichen auch sehr CW-freundlich ist. Nun war ich ein lizenzierter Funkamateur.
Der naechste Urlaub rueckte in greifbare Naehe und die Reise ging nach - ja, richtig, nach Friedrichshafen. So wurde in den naechsten Jahren nach allen Seiten aufgeruestet. Die Station mit 70cm und auch Handgeraete mussten her. Ein Geraet fuers Auto sollte auch nicht fehlen und auch eine Antenne musste man ja dafuer haben. Die Funkanlage wurde natuerlich sukzessive erweitert. Dazu kamen dann Packet-Radio, RTTY, SSTV und einige Testverbindungen wurden mit Amateurfunk-Satelliten durchgefuehrt.
Es folgten in den kommenden Jahren weitere Diplome und Mitgliedschaften in verschiedenen Interessengemeinschaften der Funkamateure. Man muss an dieser Stelle auch einmal ueber die Beschaffung von Spendengeldern fuer karikative Organisationen durch Funkamateure sprechen, denn dieser Anteil ist nicht unerheblich. Als Beispiel sei hier nur das Seenotkreuzer-Diplom, der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbruechiger (DGzRS) erwaehnt, deren Schirmherr der Bundespraesident ist.

news9443Fuer UHF und VHF konnte ich mich auf Dauer nicht so richtig begeistern und daher habe ich auch nie mit dem Hoeren auf der Kurzwelle aufgehoert. Dann kam der Tag an dem sich vieles aendern sollte, es war der 15. Februar 2005 und eine Meldung im Internet besagte, dass Lizenz- klasse 1 und Lizenzklasse 2 zusammengelegt werden, zur Lizenzklasse A. Auch wurde eine Morsepruefung nicht mehr zwingend verlangt. Nun durfte ich in der Tat auch den Sendebetrieb auf Kurzwelle aufnehmen. Erfahrungen in der Wellenausbreitung, der Bandbelegung und der Betriebspraxis, hatte ich ja nun schon 30 Jahre.
Nachdem man nicht mehr muss, aber kann und darf, hab ich nun doch noch CW gelernt. Obwohl ja Leute sagen, dass diese Sprache tot sei. Wie man es nimmt, die Lateiner sind ja auch schon alle tot und trotzdem lernt man heute noch Latein. Oder?

 


Der Meteorologe Alfred Wegener

#374 Takashi Noda JA1FY

Als ich vergangenes Jahr am JAIG-Treffen in Koblenz teilgenommen habe, wurde am ersten Tag Ehrenbreitenstein besichtigt. Die gegenueberliegenden Berge waren vor einigen zehntausend Jahren durch heftige Vulkanausbrueche entstanden. Und in derselben Richtung habe ich auch eine Kaminspezialform entdeckt. Auf meine Frage erklaerte Edgar, unser Koblenzer Begleiter, das ist ein Atomkraftwerk. Nach dem Bau wurde dieses Kraftwerk nie in Betrieb genommen, weil in der Naehe ein aktive Verwerfung gefunden wurde. Eigentlich gibt es in Deutschland keine grossen Erdbeben, dennoch sorgt man sich um die Sicherheit solcher Anlagen. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Japan soviel aktive Vulkane und grosse Erdbeben. Trotzdem bauen wir mehrere Atomkraftwerke und betreiben sie, weil Japan ein rohstoffarmes Land ist. Ist es unvermeidbar?

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Alfred Wegener, etwa 1925


Als ich in einer Fabrik in der Stadt Numazu in der Shizuoka Praefektur arbeitete, wurde oft davor gewarnt, dass in Tokai ein grosses Erdbeben kommen kann. Damals hatten wir erlebt, dass es mehrmals in Izu Erdbeben gab. Diese Erdbeben waren jeden Tag mehrmals spuerbar. Ich wollte mehr ueber diese Erdbeben wissen und habe mehrere Buecher gelesen. Als ich auf der Ehrenbreitstein ueber den Vulkan gehoert habe, erinnerte ich mich an ein Buch von Alfred Wegener ueber Meteorologe.
Theorie der Kontinentalverschiebung
In meiner Numazu-Zeit habe ich ein Buch mit dem Titel "Die Kontinente bewegen sich" von Arthur Klein gefunden; der Uebersetzer hiess Hitoshi Takeuchi. In diesem Buch wurde ueber die Theorie der Kontinentalverschiebung von Alfred Wegener (1880-1930) geschrieben.
Ich bin kein Fachmann auf diesem Gebiet, deshalb schreibe ich keine Feinheiten, sondern will nur zwei Punkte hervorheben. Warum gibt es in Japan so viele Erbeben und warum ich Alfred Wegener als guten Wissenschaftler sehe.
Alfred Wegener hat gesagt, dass es in der Naehe der Antarktis einen grossen Erdteil (Pangaea) gegeben hat. Wegener hat durch Untersuchungen in verschiedenen Fachrichtungen seine Theorie bewiesen und erklaert.
Die weitere Erforschung der Plattentektonik, die zwischenzeitlich Wegener's Theorie von der Kontinentalveschiebung bestaetigt, ist auch einer der Gruende fuer
Das Schicksal Japans
In der Naehe der japanischen Pazifikkueste stossen die Nordamerikanische und Pazifische Platte aufeinander. Im Gebiet von Ostjapan (ungefaehr von Tokio in Richtung Norden bis Hokkaido) ist durch das Untereinanderschieben dieser beiden Platten der Japangraben entstanden. Das Ganze wird noch komplizierter, weil von Suedosten die Philippinische Platte in Richtung Japan driftet. Diese Philippinische Platte wird unter die Eurasische Platte geschoben, die auf den Westen Japans (in Richtung Sueden bis Kyushu) drueckt. Durch die Aenderungen der Plattenpositionen werden grosse Erdbeben und damit auch Tsunamis ausgeloest. Auf diese Art und Weise ist auch die Nankai-Tiefseerinne entstanden.

Diese vier Platten ergeben eine sehr instabile Erdoberflaeche die Erdbeben ausloesen. Zehn Prozent der weltweit registrierten grossen Erdbeben ereignen sich in Japan. In ca. 100 km Entfernung von der Kante der Eurasischen Platte in Richtung Landesinnere entstehen durch grossen Druck und Hitze Vulkane. Das Wasser wird im Untergrund stark erwaermt und kommt als "onsen" (heisse Quellen) an die Oberflaeche. In Japan gibt es so viele Vulkane, aber dadurch auch viele heisse Quellen, die wiederum Vorteile fuer unsere Gesundheit bringen.
Japan liegt in einer gemaessigten Klimazone und ist landschaftlich sehr schoen, es gibt auch vier Jahreszeiten, aber wir muessen mit diesen Erdbeben leben.
Alfred Wegener ist eigentlich ein Meteorologe und durch seine Expeditionen nach Groenland bekannt. Um seine Theorie der Kontinentalverschiebung zu beweisen, musste er nicht nur in seinem Fachgebiet forschen, sondern auch Palaeoklimatologie (Lehre vom Klima der Erdgeschichte), sowie Palaeontologie (Lehre von den Lebewesen vergangener Erdperioden), Geologie und Geophysik studieren. Dadurch konnte er seine Theorie entwickeln. Aber die damaligen Fachwissenschaftler haben seine Theorien abgelehnt. Ueber 30 Jahre nach seinem Tod wurden sie erst anerkannt.
Heutzutage kann man mit genaueren Messmethoden die Magnetkraft erforschen. Mit dieser Methode wurde sogar festgestellt, dass der Erdmagnetismus einmal umgepolt war. Des weiteren konnte man feststellen, dass durch Erdmagnetismus auf dem Meeresgrund ein Streifenmuster entsteht. Das Auseinanderschieben des Erdbodens wird damit bewiesen. Diese Entdeckung ist nichts anderes als die Plattenbewegung, damit ist die Theorie Wegeners bestaetigt. Die gegenwaertige Geophysikwissenschaft ist ohne Wegeners Gedanken nicht denkbar.

Funkamateure
Funkamateure sind praxisbezogen und vielseitig interessiert. Dadurch wurde entdeckt, dass man mittels Kurzwellen mit der ganzen Welt kommunizieren kann. Diese Vielseitigkeit bringt auch Fortschritt und Weiterentwicklung.

Ich achte Alfred Wegener, weil er in so vielen verschiedenen Fachrichtungen geforscht hat, um seine Theorie zu beweisen.

 

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