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... und der Jahresplanet ist die SONNE ...


Wir wuenschen und hoffen, dass sie einiges, was nicht so gut gelaufen ist in letzter Zeit, mit ihrer Strahlung positiv beeinflusst und ein wenig mehr Ruhe in diese durcheinander geratene Welt bringt.

Fuer die eingegangen Spenden wollen wir uns bei den Freunden herzlich bedanken.

Die Vorbereitungen fuer unser Treffen in Waldkirch sind fast abgeschlossen und die Mitteilungen gehen rechtzeitig an Euch ab
Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf das Treffen und denken, dass uns der Petrus wieder wohl gesonnen ist.

Und nun viel Spass beim Lesen wuenscht Eure Redaktion

Kuni, DF2CW und Erika DN2MCW

 



Japan-Reise im Herbst 2016  
# 018  Kuni IKI  DF2CW

Ende November bis Anfang Dezember habe ich in Japan mit vielen Freunden Wiedersehen gefeiert.

Als ich meiner Heimat in Sendai war, plante ich wieder nach Ishinomaki zu fahren. Mittlerweile ist wieder eine Spende fuer diese Stadt eingegangen und die wollte ich der Stadt Ishimnomaki uebergeben. Selbstverstaendlich wollte ich auch Freunde in Ishinomaki treffen.Dazu verabredete ich mich mit Suzuki-san (JA7IB) und er organisierte das mit den Freunden in Ishinomaki, Takahashi-san (JA7KE) und Sato-san (JA7MKB).

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 JA7IB JA7KE JA7MKB    
Foto: DF2CW        

Wegen der Tsunami-Katastrophe konnte die bisherige Route nicht so schnell wiederhergestellt werden. Als ich mit der Bahn auf der neu eingerichteten Strecke in Ishinomaki ankam, warteten die drei Freunde am Bahnhof. Mein letzter Besuch war 2014. Daher war unsere Freude sehr gross. Es war kalt bei strahlender Sonne.


news129 04Zuerst gingen wir zur Sozialabteilung des Rathauses Ishinomaki. Dort ueberreichte ich die Spende. Inzwischen kam ein Danke-Brief vom Buergermeister von Ishinomaki. Anschliessend waren wir einem Cafe und plauderten eine Weile. Sato-san hatte Dienst. Nach der Verabschiedung von ihm waren wir in einem japanischen Restaurant zu einem gemeinsamen Mittagessen.

Den Rueckweg fuhr Suzuki-san mit seinem Auto an den Kuesten entlang bis Shiogama, um den Wiederaufbau und die Renovierung der Staedte zu sehen. Unser Eindruck war, dass fuer die komplette Wiederherstellung der Staedte noch mehrere Jahre notwendig sind. Das Foto zeigt die Uebergabe der Spende an den Direktor der Sozialabteilung der Stadt Ishinomaki. news129 05

Nagasawa-san (7K1PYG) ist zeitweise an der Tohoku-Uni als Prof. taetig. Daher habe ich vorher per e-Mail angefragt, ob er Zeit fuer mich haette. Es klappte und an einem Abend trafen wir uns in einem japanischen Lokal.

news129 06Von meiner Heimat Sendei fuhr ich direkt nach Osaka. Miyamoto-san (JE3BEQ) wartete auf mich in dem Hotel, wo ich uebernachten wollte. Er hat schon ein Treffen mit der I-Haus Gruppe in einem China-Restaurant organisiert.
Anwesend waren ausser Miyamoto-san, Mio-san (JR3MVF), Nishi-san (JK3IYB), Kitai-san (JA3IVU), Sugiyama-san (JA3AOP), und der gerade aus Hokkaido zurueck geflogene Shimamoto-san (JA3USA). Im Stammlokal des I-Haus-Clubs, diesem China-Restaurant, haben wir bis zur spaeten Nacht nicht nur ueber Funkleben sondern auch ueber Reisen und Enkelkinder geplaudert.

In Kyoto wollte ich Ebihara-san treffen. Einen Tag vor meinem Besuchstermin meldete sich Ebihara-san (JA3ART) per e-Mail, dass er wegen einer Erkaeltung nicht kommen kann. Trotzdem bin ich nach Kyoto gefahren und habe den Tempel, den ich noch nicht besichtigt habe, besucht. Leider hatte ich hier auch Pech, es werden grosse Renovierungsarbeiten durchgefuehrt. Anschliessend, wie immer, wenn ich in Kyoto bin, schlenderte ich durch den Bezirk in Higasiyama. In einem kleinen Teehaus, namens “Rakusho” habe ich Pause gemacht. Beim Abschied hatte ich mich ueber die Koi-Fische unterhalten. Im diesem Haus gibt es einen sehr bekannten Koi-teich und der aeltere Herr, der Besitzer dieses Teehauses, ist schon lange verstorben. Wir haben sehr gute Erinnerungen an dieses Haus, vor 20 Jahren haben wir es zum ersten Mal zusammen besucht.

Einen Tag vor meinem Osaka-Sayama Besuch schrieb Arakawa-san eine Mail, ob ich mit ihm die ICOM-Zentrale in Osaka besuchen moechte. Natuerlich antwortete ich mit Ja.
Ich wartete am Bahnsteig von Shin-Imaniya bei Tennoji und fuhr ich mit Arakawa-san (JA3AER) zu ICOM. Inaba-san (JS3CTQ) wartete auf uns.

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Zuerst haben wir den Show-Room besichtigt, der am Eingang des Gebaeudes eingerichtet ist. Dort sind die  Produkte der Fa. ICOM ausgestellt – von der alten bis zur heutigen modernen Technologie. Eine sehr eindrucksvolle Ausstellung fuer Funkamateure.
Danach hat Inaba-san uns die Clubstation, die mit Spitzengaraeten eingerichtet ist, gezeigt.

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Anschliessend haben wir den ICOM-Gruender und Praesidenten, Inoue-san (JA3FA) in seinem Arbeitszimmer getroffen und er hat eine Weile mit uns ueber DL und Amateurfunk gesprochen.


news129 11Nach dem Besuch von Fa. ICOM sind wir nach Osaka-Sayama gefahren, um Shimotsu-san (JO3LZG) zu treffen. Die beiden OM haben unsere JAIG-Japanbesuche von der Planung bis zur Durchfuehrung kraeftig unterstuetzt. Die Klubstation wurde gerade mit der modernsten Funkanlage eingerichtet, das habe ich einfach bewundert.

Nach der Besichtigung des Heimat-Museums von Sayama, mit Fuehrung durch Arakawa-san stellte ich fest, dass es in der Umgebung viele Ausgrabungen vom alten Japan gibt.

Beim gemeinsamen Abendessen in einem kleinen Restaurant haben auch die XYL Yoko Arakawa, JG3FAR, Nishima-san (JA3QUU) und die deutsch sprechende Funkamateuerin Nagai Mika-san (JP3EGR) teilgenommen.

Nach dem Osaka-Besuch bin ich mit dem Shinkansen nach Tokyo zurueck gefahren. Weil das Wetter gut war, konnte ich aus dem schnellfahrenden Zugfenster den schoenen Fuji-san sehen. news129 12

Am Ankunftstag kamen zu meinem Hotel in Shinbashi Senda-san (JA1MYW), Igarashi-san (JA1DKN), Shibata-san (JA6FWJ) und Fukuda-san (JA1IFB). Im nahe liegenden Restaurant sassen wir bis zum spaeten Abend und sprachen ueber JAIG-Net und DX. Shibata-san stellte eine seiner geophysikalischen Theorien auf, naemlich dass sich die gegenwaertige, schlechte Funkausbreitung nicht mehr erholen wird. Der Grund hierfuer ist, dass sich der Magnetverlauf der Erde langsam aendert.

news129 13In Kamakura traf ich mich mit Yonemura-san (JA1BRK) und Ueda-san (JA4PXC), der meinetwegen aus der Stadt Gyoda in Saitama anreiste.
Yonemura-san fuhr mit seinem Auto zur Insel Jogashima, die an der Suedspitze der Miura-Halbinsel liegt. Es gibt einen bekannten Leuchtturm, der am hoechsten Punkt der Insel liegt. Von dort kann man auf den Fuji-san und ueber die Tokyo-Bucht bis zur Boso-Halbinsel blicken.

news129 14Am zweiten Abend, also die letzte Nacht in Tokyo, kamen Sugimoto-san (JG1GWL), Tanabe-san (JA1OGX, Ohori-san (JR0DLU), Fukuda-san (JA1IFB) und Okano-san (JF1CXH) zum Hotel. Wir gingen in das naheliegende China-Restaurant. Okano-san ist ein Spezialist der D-Star Technologie und ihrer Moeglichkeiten. Daher haben wir, alle sind Neulinge auf diesem Gebiet, seinem Vortrag aufmerksam zugehoert.

Es war ein abwechslungsreiches, erfolgsreiches Eye-ball QSO mit unseren Freunden. Ich hoffe, solange es meine Gesundheit erlaubt, in naher Zukunft auf Wiederholung.

 

 



Besuch bei Bruder Lambert in Ettal
# 018  Kuni  DF2CW und # 420  Erika  DN2MCW


Die Weihnachtszeit haben wir in Garmisch verbracht und wollten bei dieser Gelegenheit auch Bruder Lambert, DK4RS treffen. Also haben wir telefoniert und uns fuer den 28. Dezember verabredet. news129 15

Bei schoenem Wetter – ohne Schnee – fuhren wir gegen Mittag nach Ettal. Puenktlich kam Bruder Lambert in den Klosterhof und wir freuten uns sehr, ihn gesund und froehlich anzutreffen.

Wir beschlossen, in das nahe gelegene Gasthaus Edelweiss zu gehen. Beim gemuetlichem Zusammensitzen hoerten wir den interessanten Erzaehlungen von Bruder Lambert zu, erinnerten uns an das Treffen 2014 in Farchant und tauschten Neuigkeiten aus. Die Zeit verging wie im Flug und wir mussten uns wieder verabschieden, nicht ohne das Versprechen, uns bei naechster Gelegenheit wiederzusehen.

 

 

 



Sushi: Mehr als nur roher Fisch
# 246   Axel Schwab   DG3IAD


Warum man Wasabi nicht in die Sojasauce ruehrt und es fuer einen Japaner manchmal schwerer ist, ein Stammlokal zu finden, als den Partner fuers Leben.

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„Sushi Noike“ in Yanaka

Beim Stichwort japanische Ku?che kommt den meisten Deutschen sofort Sushi in den Sinn. Waehrend meiner fuenf Jahre in Tokyo war es daher stets ein besonderes Erlebnis, wenn Besucher ihre erste Erfahrung mit Sushi machten. Die lustigste Erinnerung habe ich an einen Bekannten, der beim Kaiten-Sushi das auf dem Tisch stehende Matcha-Pulver ueber seine Nigiri-Sushi streuen wollte, weil er es fuer Wasabi hielt. Als guter Gastgeber sah ich es daher als meine Aufgabe, zunaechst die grundlegenden Sushi-Regeln und die Benutzung der Staebchen zu vermitteln.

Erste Lektion war meist das Eingiessen der Sojasauce. Hier sollte man sich kein Fussbad eingiessen, sondern nur so viel, dass der Boden des kleinen Schaelchens bedeckt ist. Einige Restaurants stellen ihre Sojasauce aufwendig selbst her und so waere ein massloses Einschenken eine Verschwendung, kein Zeichen der Wertschaetzung. Kaum hatte ich meinem Chef aus Deutschland erklaert, dass man Wasabi nicht in die Sojasauce ruehrt, tat unser japanischer Sitznachbar genau das. Es gibt eben keine Regel ohne Ausnahme. Trotz aller Tischmanieren geht es natuerlich auch beim Sushi nicht immer gediegen zu oder jemand hat es eilig. Doch der Geschmack entfaltet sich optimal, wenn sich der Fisch erst im Mund mit der Wuerze der Sojasauce und der Schaerfe des Wasabis mischt. So kommen die Duftaromen des Meerrettichs besser zur Geltung. Wer einmal frisch geriebenes Wasabi aus Nagano direkt vom Sushi-Meister zum Probieren bekommen hat, versteht was ich meine. Wenn man zu viel davon erwischt: Keine Sorge, einfach den Mund schliessen, langsam durch die Nase atmen und die Schaerfe verschwindet schnell.


Restaurants in Japan

Oft werde ich gefragt, woran man ein gutes Sushi-Restaurant erkennt. In Japan ist das nicht so kritisch wie in Deutschland, denn an richtig schlechtes Sushi kann ich mich nicht erinnern. Man waehlt das Restaurant eher nach der Gegebenheit aus. Soll es schnell und guenstig sein, dann ist ein Kaiten-Sushi-Restaurant in Bahnhofsnaehe ideal. Der Trend ist hier ein zweites Foerderband, das die per Tablet bestellten Speisen gezielt an den Platz bringt. Dann gibt es meist kleinere Sushi-Restaurants, wo man an einem Holztresen Platz nimmt, dem Sushi-Meister bei seiner Kunst zuschaut und sich mit ihm unterhaelt. Ein Japaner erklaerte mir hierzu einmal, dass es in seinem Leben schwerer war, ein Stammlokal zu finden, als sich fuer seine Ehefrau zu entscheiden. Doch leider kenne ich weder seine Gattin, noch die Kuenste dieses Sushi-Meisters, um mehr davon zu berichten. Hier geht es wohl um gegenseitige Sympathie mit dem Koch und den anderen Stammgaesten, so wie man in Deutschland seine Stammkneipe auch nicht nur anhand der Biermarke auswaehlt. Wenn ich in einem neuen Stadtteil bin, gehe ich gerne am Abend in solch ein normales Nachbarschafts-Lokal. Und so fand ich manche freundliche Aufnahme in eine illustre Runde aus von zu Hause gefluechteten Ehemaennern.


Letztendlich moechte ich noch die Nobel-Sushi-Restaurants erwaehnen, wo man ab 10.000 Yen aufwaerts ausgibt. Hier streicht einem der Meister persoenlich die Sojasauce mit dem Pinsel auf jedes einzelne Nigiri-Sushi. Zwar kann man auch selbst "nachwuerzen", denn Schaelchen und Sojasauce stehen bereit, aber schon das waere ein Fauxpas. Ebenso das Abheben des Fischbelags, um zu schauen, ob tatsaechlich Wasabi zwischen Fisch und Reis klebt. Der Meister nimmt immer die richtige Menge und natuerlich richtet er sich ganz nach den Wuenschen seiner Gaeste, ob Sie wenig, mehr oder gar keinen Wasabi moegen. Mein Kollege Schorsch mochte immer besonders viel Wasabi. In meinem Stammlokal in Shinagawa bekam er auch Jahre nach unserem ersten gemeinsamen Besuch automatisch sein extra Schaelchen mit einem kleinen Wasabi-Berg zum Nachwuerzen.

Zurueck in Deutschland

In Deutschland kann ich uebrigens kein sicheres Erkennungsmerkmal fuer ein gutes Sushi-Restaurant nennen. Allerdings gibt es drei Merkmale, auf die man achten sollte, um ein schlechtes Lokal zu vermeiden: So ist Vorsicht geboten, sollte eine Kuehltheke zwar vorhanden sein, aber statt Fisch nur Plastikblumen enthalten und darueber hinaus der Koch laut Karte im Stande sein soll, ausser Sushi noch mindestens 100 weitere Gerichte aus allen asiatischen Laendern zu zaubern. Statt Fusionskueche sollte ein guter Sushi-Koch die Vielfalt beim Nigiri-Sushi suchen. Sollte es auf der Karte oder in den Menues neben Maki-Rollen fast nur Lachs-Nigiri geben, ist daher ebenfalls Vorsicht geboten.

Zurueck in Deutschland sollte es ueber 10 Jahre dauern, bis ich in Sachen Sushi meine Missionarsarbeit wiederaufnahm. Bei Recherchen fuer meinen Restaurantfuehrer »Japan in Muenchen« fiel mir auf, dass selbst in den besten Sushi-Restaurants der Stadt die deutschen Gaeste fast nur Maki-Rollen bestellten.
Die Wertschaetzung der Vielfalt beim Nigiri-Sushi soll mein neues Buch »Sushi Guide: Bildatlas, Knigge und Nachschlagewerk« naeherbringen. Das Buch ist in Deutschland fuer 9,99€ ueberall im Buchhandel und im Online-Handel erhaeltlich. In Japan fuehrt das Buch auch »Books Kinukuniya Tokyo« in Shinjuku (6F suedlich von Takashimaya).

Der Artikel erschien urspruenglich im Magazin JAPANMARKT Nr. 1 2017 Januar/Februar.

www.japanin.berlin                www.japanin.hamburg
www.japan-in-muenchen.de            www.tokyophoto.de

 

 


 

 Neujahrstreffen 2017
# 018  Kuni  DF2CW und # 420  Erika  DN2MCW

Wie jedes Jahr trafen wir uns - die „Muenchner Runde“ - am 28.01.2017, um das neue Jahr zu begruessen. Dieses Mal in einem „neuen“ Lokal, denn unsere „Stammlokale“ haben im letzten Jahr geschlossen.

So kamen wir im „Hofbraeu Obermenzing“ zusammen, es liegt verkehrsguenstig und alle Freunde haben den Weg dorthin gefunden. Wir beide waren einige Wochen vorher zu einem Geburtstag eingeladen und dabei konnten wir feststellen, es ist ein gemuetliches Gasthaus und die Kueche ist gut. Das haben auch unsere Freunde (gottlob) so empfunden.

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So wurde es eine froehliche, genuessliche Runde mit vielen interessanten Themen und Gespraechen, die uns die Zeit fast vergessen liess.

 


 

Dieses Foto mit interessantem Inhalt hat uns Rainer Ludwig, DL1DTN/7J6AAO, # 202 aus Japan zugeschickt.

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