news121 deutsch/japanisch
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Foto: DH7TS

 

Liebe JAIG-Freundinnen und Freunde,

der Sommer hat sich bisher von all seinen Seiten gezeigt, erst einmal zu kuehl und feucht, dann aber dafuer umso heisser mit Gewitter, Sturm und Regen. Wir hoffen, dass es bei diesen Kapriolen bei allen unseren Freunden keine groesseren Schaeden gegeben hat.

Rund 3 Monate sind seit unserem Treffen in Aachen vergangen und es ist hoechste Zeit fuer eine Nachlese. Wir denken gerne daran zurueck und hoffen, es hat Euch so viel Spass gemacht wie uns. Fuer die Berichte, die bei uns eingegangen sind, sagen wir herzlich DANKE. Mein PC hatte „seinen Geist aufgegeben“ und so mussten wir neue Programme installieren und ich mich erst einmal damit zurechtfinden. Auch das ist mit ein Grund fuer die Verzoegerung. Trotzdem wuenschen wir Euch viel Vergnuegen bei der Lektuere der neuen Ausgabe.

Und ein genauso grosses Dankeschoen fuer die Spenden, die wir in unsere Liste eintragen konnten.


Von unserem Freund Willi, DK5OC/CX8TC haben wir eine Nachricht erhalten, die wir gerne an Euch weiterleiten.

Wenn es die Bedingungen zulassen, bin ich zur JAIG Runde auf 15m oefters QRV (wie in den letzten Wochen auch), -so isses-
Ich habe mich innerhalb von 1,5 Jahren hier sehr gut in La Paloma in Uruguay eingelebt und viele nette Radio-HAM' s hier gefunden.
QRV: bin ich jeden Tag auf dem 10m-Band, auf 28,510 MHz in SSB, es funktioniert jeden Tag nach DL
Mit meiner OPtiBeam Yagi und "BIG-Power", dem TS-990 & OM-Power-Amplifier.

 

Einen kleinen „Vorspann“ zu den Berichten ueber die Tage in Aachen wollen wir Euch noch „mitgeben“.

So wollen wir uns als allererstes bei unseren Freunden Peter Jansen und seiner Sylvia ganz herzlich fuer die Unterstuetzung und Hilfe bedanken, auch die Tipps (z.B. u.a. fuer eine Adresse zu einem guten Abendessen), die wir erhielten, waren wirklich ganz toll.

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Peter Jansen und Sylivia / Foto: DF2CW

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch unserem JAIG-Freund Guenter, DK8KG gilt unser Dank fuer seine Mitarbeit. Alles hat zum guten Gelingen beigetragen.

 


Unsere Reiseleitung, Herr Maeurer hat uns die 1½ Tage mit seinem Wissen und auch viel Humor begleitet und damit immer wieder fuer Froehlichkeit gesorgt.


Wir haben von unseren Freunden viele, viele Fotos bekommen, leider koennen wir nur eine kleine Anzahl in unsere News einbauen, aber dafuer haben wir hier einige Bilder zusammengestellt. Und dazu faellt uns das eine oder andere ein.
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Foto: PO

Unsere „Jungen“ waren frueher angereist und haben die Zeit genutzt, schon ein wenig die Gegend zu erkunden, z.B. bei der  „GPS-Schnitzeljagd“ (Geocaching).

Beim Bummel durch die Stadt wurden Bilder gemacht und beim Abendspaziergang entstand das Foto vom Springbrunnen, der uns bei der Anfahrt zum Hotel sozusagen „begruesste“.

 

 

Fuer die Dreilaendertour am Freitag hatte der Wettergott Sonne bestellt und so konnten wir die Fahrt doppelt geniessen!

Maastricht ist eine huebsche, sehr saubere Stadt. Als wir durch die kleinen Gassen schlenderten, kam ein Mann (wohl ein staedtischer Angestellter) mit einem Staubsauger, um das Kopfsteinpflaster zu reinigen – ein ungewoehnlicher Anblick fuer uns!
Dem wohl derzeit bekanntesten Maastrichter sind wir nicht begegnet, André Rieu ist mit seinem Instrument und dem Orchester ja stets unterwegs, also konnten wir kein musikalisches Staendchen erwarten.

news121-08Und an den kleinen Tischen vor einem Lokal haette man sich gerne schon mal hingesetzt, so einladend sah das aus.
Noch einige Maastrichter Impressionen:

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news121-11Nachdem wir im Kloster unfreundlich abgewiesen wurden, haben wir die mitgebrachten Printen verteilt, so konnte der aergste Hunger vertrieben werden.
Dafuer haben wir im „Bokkerrijder“ Essen und Trinken auf der Terrasse im Sonnenschein genossen, die Bedienung war sehr freundlich, flott und alles funktionierte prima. Rundum zufrieden fuhren wir anschliessend weiter.

 


Der Samstag war der Stadt Aachen vorbehalten, Stadtrundgang, Dom und Domschatz waren angesagt. Beim Elisenbrunnen trafen alle puenktlich ein und so konnten wir unseren Rundgang beginnen.

 


Auf Marmortafeln sind die Namen der prominenten Gaeste aus einigen Jahrhunderten aufgeschrieben; es werden mit Sicherheit nicht nur die „gekroenten Haeupter“ Linderung oder Heilung ihrer verschiedenen „Wehwehchen“ gesucht haben. So hat z.B. ein „Chevalier de Seingalt“ Aachen besucht und dabei einer adeligen Dame den Hof gemacht. Diesem Herrn gelang die Flucht aus den beruechtigten Bleikammern in Venedig, spaetestens jetzt wussten wir, dass es sich um Giacomo Casanova, den Liebhaber vieler Damen handelt.

Leider fing es immer wieder mal an, ein wenig zu regnen und die Temperatur war auch nicht besonders einladend. Dennoch waren es sehr interessante Stunden in dieser geschichtstraechtigen Stadt.


Der Abend brachte die Begegnung mit Liza Kos, die uns mit ihren Liedern beeindruckte, es gab viel Applaus. Dank an Peter Jansen, der fuer diese nette, sympathische Ueberraschung.

 


 
Das 31. JAIG Treffen in Aachen

Friedel Gerlach, XYL von DF9ZN, #108


Wie unter allen JAIG-Freunden hinreichend bekannt, fand das diesjaehrige Treffen – wie immer von Erika und Kuni gut vorbereitet – ganz im Westen der Republik, naemlich in Aachen statt. Dieser Veranstaltungsort kam uns persoenlich sehr gelegen. Erstens, weil wir noch nie dort waren, uns die Gegend aber schon laenger interessierte. Zweitens, weil wir eine nur gut zweistuendige Anfahrt hatten. Nicht allein deshalb von uns im Nachhinein nochmals ein herzliches Danke schoen an die beiden Organisatoren.

Es heisst ja oft: „grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus“. So aehnlich empfanden wir es diesmal. Naemlich, bereits zu Jahresbeginn, teilt uns Takeshi, JA6EV mit, dass er sich mit Frau und Enkeltochter zum Treffen in Aachen angemeldet habe. Aachen war ihm gut bekannt, das wussten wir, da er bei seinen frueheren Besuchen hier in Marburg viel ueber seine Gast-Professur dort erzaehlt hatte. Er wollte also im Mai nach Frankfurt fliegen, dort besonders seiner Enkelin die Stadt zeigen und auch einen Abstecher nach Marburg unternehmen. Gut vorbereitet klappte alles nach Plan, er kam mit dem Zug zu uns und wir konnten schoene, gemeinsame Stunden verbringen. Zwei Tage spaeter trafen wir uns dann in Aachen wieder, wo Takeshi inzwischen bereits Kontakt zu seiner damaligen Wirkungsstaette aufgenommen hatte.

Doch nun zum 31. Treffen. Als wir donnerstags anreisten, waren schon viele aus der inzwischen recht grossen JAIG-Familie vor Ort und es gab ein herzliches Begruessen im Mercure-Hotel. Der erste Abend wurde in kleinen Gruppen ganz individuell gestaltet.

news121-12Am naechsten Morgen, nach dem Fruehstueck, stand der Bus ganz puenktlich abfahrbereit vor dem Hotel. Die Dreilaendertour konnte beginnen. Auf der Fahrt in Richtung Maastricht fuhren wir, von unserem Reiseleiter extra so gewaehlt, am grossen Universitaetsklinikum recht langsam vorbei. Von aussen aehnelt dies eher einer riesigen, fensterlosen und rundum mit haesslichen Roehren umgebenen Chemiefabrik als einem Krankenhaus; wirklich sehr abschreckend. Bleibt zu offen, dass innen alles wesentlich freundlicher aussieht und vor allem eine gute Versorgung der Patienten gewaehrleistet ist.

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In Maastricht angekommen, gesellte sich ein zweiter Fremdenfuehrer hinzu, sodass wir in zwei ueberschaubaren Gruppen die Stadtfuehrung beginnen konnten. Bei schoenem, sonnigem Wetter wurde uns recht detailliert die Geschichte Maastrichts naeher gebracht. news121-14



Mittags, wieder im Bus, freuten sich alle auf die Weiterfahrt zum Kloster Val Dieu und dort auf das in Aussicht gestellte, wohlverdiente Mittagessen. Leider falsch gedacht! Wegen angeblicher Ueberbelastung wurden wir etwas unfreundlich abgewiesen und bekamen nicht einmal Getraenke. Wir haben’s ueberlebt. Dank der Idee unseres Busfahrers fanden wir nach kurzer Weiterfahrt ein nettes Ausfluglokal, wo wir beinahe ebenfalls abgeblitzt waeren (wegen Vorbereitung einer Hochzeitsgesellschaft). Doch alles wurde gut! Wir konnten draussen sitzen und bei Sonnenschein Essen und Getraenke geniessen. Wieder im Hotel, konnte jeder den Abend nach eigenen Gusto gestalten.

Am Samstag standen vormittags eine Aachener Altstadtfuehrung und nachmittags Fuehrungen in Dom und Schatzkammer auf dem Programm. Zu Fuss, mit Bus oder Taxi ging’s in die Innenstadt. Treffpunkt war der Elisenbrunnen. Wieder in zwei Gruppen geteilt, wurde uns Aachen, die Stadt Karls des Grossen mit ihrer ueber die Jahrhunderte wechselhaften Geschichte naeher gebracht. Das nicht gerade freundliche Wetter (kalter Wind und etwas Regen) liess nach beendeter Fuehrung alle ganz schnell in den umliegenden Gastronomie-Betrieben verschwinden. Doch zur Domfuehrung hatten sich alle wieder puenktlich eingefunden und lauschten mehr oder weniger konzentriert der Geschichte des Doms.

Danach blieb genuegend Zeit zum Relaxen, bis gegen 18.00 Uhr der gemeinsame, gemuetliche Abend begann, den Kuni mit Begruessung und einem kleinen Jahresrueckblick eroeffnete.

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Noch vor dem Buffet lauschten wir dem humorvoll dargebrachten Gesang von Liza Kos, einer seit mehreren Jahren in Deutschland lebenden Russin.

 

Gestaerkt durch gutes Essen, gab‘s dann viel zu erzaehlen und die Stunden verrannen viel zu schnell.

 

 

 

 


Am naechsten Morgen, nach dem Fruehstueck, hiess es fuer die meisten Abschied nehmen bis zum hoffentlich gesunden Wiedersehen in einem Jahr.

Einige, so auch wir, blieben einen Tag laenger, genossen die am Nachmittag wegen eines riesigen Flohmarktes reichlich ueberfuellte Innenstadt und liessen den Tag mit einem gemeinsamen, gemuetlichen Abendessen ausklingen.

 

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    Maastricht: Gaesschen, Rathaus, Torbogen, Liebfrauenbasilika

 

 


 


31. JAIG-Treffen 2015 in Aachen

# 016  Masami DJØER und XYL Gisela Nagakura
Dieser Beitrag wurde uns in deutscher und japanischer Sprache zugesandt

Do. 14.05.    Anreisetag
Nach einem kurzen „Rendezvous“ mit unserem Sohn in Heidelberg, sind wir dank der sehr praezisen Wegbeschreibung Erikas zeitig im Hotel „Mercure“ in Aachen angekommen. Wie schon in den vergangenen Jahren wurden wir von Erika und Kuni herzlich empfangen. Das Zimmer war einwandfrei, durch das Fenster konnten wir morgens im Garten auf der Wiese frei laufende Kaninchen beobachten, sehr idyllisch.

Da das Hotelrestaurant hoffnungslos ueberfuellt war, machten wir uns trotz Nieselregen zu Fuss auf den Weg in die Innenstadt.

news121-21Entlang der Strasse begegneten wir ueberall Poster mit dem Bild des diesjaehrigen Karlspreistraegers, Martin Schulz, dem Praesidenten des Europaeischen Parlaments. Ihm wurde an diesem Nachmittag im Beisein ehemaliger Preistraeger, des Bundespraesidenten und anderer Honoratioren der Karlspreis feierlich verliehen. Die Aachener Buerger sind stolz, dass der Karlspreistraeger 2015 aus der unmittelbaren Gegend von Aachen stammt.

Zu guter Letzt fanden wir doch noch ein nettes italienisches Restaurant. Am naechsten Tag stellten wir dann fest, dass wir uns kurz vor der Stadtmitte verirrt hatten, nur 500 m haben uns von der Innenstadt getrennt.

 

Fr. 15.05.    Tagesausflug Dreilaendertour mit dem Bus, DL-NL-B

news121-22Puenktlich um 09:00 Uhr wurde unsere rund 50-koepfige Gruppe am Hotel abgeholt.
Nach der persoenlichen Vorstellung hat unser Reiseleiter (Herr R. Maeurer, Anm. der Redaktion) ueber die „JAIG“ gewitzelt. Er dachte „JAIG“ sei die Abkuerzung der „ Justiz Vollzugsanstalt Ingolstadt“.

Nahe beim Hotel erblickten wir das Hauptgebaeude des bekannten Konfituereherstellers „Zentis“, dann weiter ging es durch die Stadt zum Unicampus.
Die Aachener Hochschule bietet fast alle Faecher an, ausser Jura. Der Studentenanteil zur Bevoelkerung ist ziemlich hoch (30 %?). Sofort fiel uns ein riesiger Gebaeudekomplex ins Auge, alle vermuteten eine Oelraffinerie. Hier konnte der Architekt seine irren Ideen verwirklichen, auf die Kosten wurde keine Ruecksicht genommen. Dahinter wuerde niemand eine Klinik vermuten, bunt, verwinkelt, eine interessante, aber auch verrueckte Architektur. Grosse Belueftungsrohre fuer die Klimaanlage wurden aussen installiert, dazu noch eine futuristische Landeplattform fuer zwei Hubschrauber gleichzeitig. In dem Gebaeude sind tausende Fachleute beschaeftigt.

Wir verliessen die Stadt Aachen in Richtung Maastricht.

Dank des Maastrichter Vertrags wurden die Grenzanlagen komplett beseitigt. Der Reiseleiter hat uns auf den Grenzuebertritt aufmerksam gemacht, sonst haetten wir nicht bemerkt, dass wir uns schon in den Niederlanden befinden, nur das Strassenbild und die Strassenschilder haben sich geaendert.
Streckenweise war die Strassenfuehrung wie einst zur Roemerzeit, eine kerzengerade Allee.

Vergangenes Jahr haben die Niederlaender nach langer Zeit wieder einen Koenig bekommen. Dies wurde vom Volk gefeiert, noch immer sind die Alleebaeume mit Schmuckbaendern verziert.

news121-23Einen kurzen  Stopp machten wir beim US-Armee-Soldatenfriedhof fuer die im 2. Weltkrieg gefallenen US-Soldaten. Der damalige US Praesident Eisenhower hatte veranlasst, die gefallenen Soldaten auf NL-Boden, nicht auf Feindesboden zu bestatten. Hinter dem Eingangstor stehen auf sehr gepflegten Rasen unzaehlige weisse Kreuze in Reih‘ und Glied.
news121-24Die Namen der gefallenen Soldaten sind auf Gedenktafeln rechts und links des Eingangstors eingraviert.  
Der Frontverlauf der US-Armee nach der Normandie-Landung bis Kriegsende ist auf einer grossen Wandtafel dargestellt.
1944, vor 71 Jahren, befreiten amerikanische Truppen Maastricht von den Nazis.

Unser Reisefuehrer erzaehlte uns auch, dass die Mutter des US Praesidenten Kennedy Schuelerin in einer Klosterschule in der Naehe von Maastricht war. news121-25

Zur Stadtbesichtigung in Maastricht wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt. (Die zweite Gruppe begleitete Herr Penders Huub – Anm. Redaktion.) 1992 wurde im „Gouvernement“ der Vertrag von Maastricht unterzeichnet, der zur Gruendung der Europaeischen Union fuehrte. Dieser Vertrag trat 1993 in Kraft.

Die Stadt grenzt direkt an den Fluss „Maas“. Im Mittelalter war die Stadt mit drei Festungsmauern vor Eindringlingen geschuetzt, mal war sie von den Spaniern, mal von den Franzosen belagert. Wir flanierten durch sehr schoene mittelalterliche Gassen. Maastricht nimmt mit 1660 unter staatlichem Denkmalschutz stehenden Gebaeuden den zweiten Platz in den Niederlanden ein. Unter anderem zaehlt die Stadt zwei romanische Kirchen, sieben gotische Kirchen und Kapellen, mehrere barocke und klassizistische Kirchen sowie eine alte Steinbruecke ueber die Maas.


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Da die Kirchgaenger auch in den Niederlanden immer rarer werden, wurde mittlerweile eine ehemalige Kirche in einen Buchladen umfunktioniert. news121-27

 

 

 

 

 

 

Eine alte Getreidemuehle wird heute noch mit Hilfe des durch Maastricht fliessenden Bachs angetrieben.

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Man sagt auch, dass hier in der Gegend die „Drei Musketiere, Hauptakteur d’Artagnan“ ihr Unwesen getrieben haben.
In Maastricht und Umgebung florierte die Textilindustrie. Es wurden auch Maulbeerbaeume angepflanzt; dies ermoeglichte, Seide zu gewinnen und zu verarbeiten. Wie auch in Deutschland, ist die Textilindustrie fast vollstaendig verschwunden.

 


Das Mittagessen wollten wir in einer bekannten Brauerei in Belgien (in einer ehemaligen Klosteranlage) einnehmen, leider wollte der Chef uns nicht bedienen, da unser Bus nicht angemeldet war.

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Blick auf Aachen

Auf dem Weg zum naechsten Lokal durchfuhren wir eine Ortschaft, welche bekannt dafuer ist, dass in frueheren Jahren Erz abgebaut wurde, hieraus wurde dann Zinn und Zink gewonnen, daraus wieder Bronze und Messing hergestellt. Diese Bodenschaetze brachten der Gemeinde Reichtum und finanzielle Freiheiten, quasi ein Staat im Staat.

Auf einer Anhoehe mit herrlichem Blick nach Aachen fanden wir nettes Lokal (in den Niederlanden). Das Essen war gut, die Bedienung war sehr zuvorkommend und freundlich, alle waren nun zufrieden.

Im Dreilaendereck ist Radfahren sehr populaer, die Infrastruktur fuer Radfahrer ist vorbildlich. Wir sahen viele junge Familien mit Kinder-Radanhaengern und Radgruppen mit sportlichem Outfit.

 

 

 

 

 

 Sa. 16.05.    Aachen Stadtfuehrung  10:00 Uhr Treffen am Elisenbrunnen.

Wie am Vortag, wurden wir wieder in zwei Gruppen geteilt. (Anm. Redaktion; Herr J. Vandenberg war unser zweiter Begleiter.) Wir besichtigten das Heilbad mit heissen, schwefelhaltigen Kochsalzquellen, seit Roemerzeit bekannt. Es roch nach Schwefel und jeder konnte sich von dem faulen Geschmack ueberzeugen.

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In der ganzen Stadt stoesst man bei Ausgrabungen auf archaeologische Funde. Hinter dem Brunnen konnten wir archaeologische Mauerreste besichtigen.
Karl der Grosse, Koenig des Fraenkischen Reichs (768-814) erhob Aachen - damals Mittelpunkt des Fraenkischen Reichs - i.J. 769 zur Pfalz. Seine Machtsphaere erstreckte sich ueber das heutige Frankreich, die Benelux-Staaten, Deutschland, Oesterreich und Norditalien. Er war nicht nur politisch und militaerisch interessiert, sondern foerderte auch Handel und Kultur. Die Rechtschreibung, wie Klein- und Grossschreibung, die Punkt- und Kommaregelung wurde zu seiner Zeit vereinheitlicht. Seine koerperliche Statur war passend zu seinem Namen.

Ein Aachener Apotheker hat als erster die Herstellungsmethode der Tafelschokolade erfunden. Weltbekannt sind auch die Aachener Printen. Vor Ort konnten wir uns von der Qualitaet ueberzeugen. Eine kostenlose Probe animierte uns dann zum Kauf einer Packung als Souvenir und Mitbringsel.

 

14:00 Uhr     Fuehrung Dom und Schatzkammer

news121-31Bekanntestes Bauwerk von Aachen ist der Aachener Dom, Bischofskirche von Aachen. Karl der Grosse hat ihn bauen lassen, um 800 wurde er eingeweiht. Karl der Grosse wurde im Dom beigesetzt. Der Aachener Dom, sowie die Schatzkammer gehoerten zu den ersten Bauwerken, die in die Liste der UNESCO-Welterbestaetten aufgenommen wurden.

Die Domschatzkammer huetet einen der bedeutendsten Kirchenschaetze Europas. Die Schatzkammer praesentiert den Kirchenschatz des Doms, eine der bedeutendsten Sammlungen kirchlicher Kulturschaetze der Welt.

news121-32Der Koenigsthron ist einfach gestaltet. Er besteht aus vier Marmorplatten, welche, wie auch die Stufen, um 800 der Grabeskirche in Jerusalem entnommen wurden. Auf diesem Thron hat er den Messen im Dom beigewohnt.
Karl der Grosse wurde nicht in Aachen, sondern im Jahr 768 in Noyon zum Koenig und im Jahr 800 in Rom zum Kaiser gekroent.  
Karl der Grosse wurde am 28.01.814 in der Marienkirche in einem antiken Sarkophag bestattet. Angeblich war in diesem Sarkophag vor ihm eine Frau bestattet. Dieser Sarkophag ist in der Schatzkammer zu besichtigen.
Anlaesslich seiner Heiligsprechung wurden seine Gebeine in den im Jahre 1215 fertig gestellten Karlschrein umgebettet, zu besichtigen im Dom.

 

18:00 Uhr     Abend Party

Eroeffnung
Totenehrung
Begruessung von Kuni
Berichte ueber die Entwicklung der JAIG Mitglieder
Das 32.JAIG Treffen Mai 2016 in Nuernberg
Kabarett
Buffet
Gemuetliches Beisammensein

So. 17.05    Abreise

Anmerkung zum Festungsbau in Europa - Japan
Im Mittelalter wurden die Buerger in Europa durch eine Schutzmauer, umgeben mit Wassergraben, von den Feinden geschuetzt. Die Siedlungen lagen entlang den Fluessen; der Handel wickelte sich auf den Fluessen ab. In der Mitte der Siedlung spielte sich auf einem grossen Platz das taegliche Leben ab. Die Haendler wohnten hinter der Mauer.
Wie war es in Japan? Die Handwerker und Haendler wohnten um die Festung, also ausserhalb der Schutzanlage. Sie waren den Feinden schutzlos ausgeliefert, dem eigenen Schicksal ueberlassen?

Anmerkung: Von den vielen Informationen ist nur ein kleiner Teil haengen geblieben.

 


 

31. JAIG-Treffen in 2015
# 566  DL3BEB  Emiko Bansner

Ich lebe seit 30 Jahren in Deutschland. JAIG ist zu einem Teil meiner Heimat geworden, wenn ich mit meinen Funk-Freunden/Freundinnen den ganzen Tag japanisch oder ueber Japan spreche.

news121-33Das Programm des Treffens in Aachen war einen Tag kuerzer als jedes Jahr, wegen der Karlspreis Verleihung. Der Karlspreis, in seiner Vollform seit 1988 Internationaler Karlspreis zu Aachen, wird seit 1950 in der Regel alljaehrlich in Aachen fuer Verdienste um Europa und die europaeische Einigung verliehen. Dieses Jahr wurde Herr Martin Schulz geehrt, in Wuerdigung seiner bedeutenden Verdienste um eine Staerkung der Parlamentarisierung und der demokratischen Legitimation in der Europaeischen Union und in Anerkennung seiner Rolle als wichtiger Vordenker der EU.

Aachen liegt im Dreilaendereck Belgien, Niederlande, Deutschland und ist auch Universitaets Stadt. Am Freitag, 15.05., haben wir eine Tour durch die drei Laender gemacht.

Auf dem Weg nach Belgien haben wir die Medizinische Abteilung der Uni Aachen gesehen. Das Universitaetsklinikum Aachen ist das groesste zusammenhaengende Krankenhausgebaeude Europas. Sein Bau wurde 1971 begonnen. Es wurde 1985 eingeweiht. Wegen der Kombination von Lehre, Forschung und Krankenversorgung unter einem Dach ist es eines der groessten Krankenhausgebaeude ueberhaupt. Die Aesthetik seiner aussergewoehnlichen Architektur, herausragender Aufzugsschaechte und extern wie intern unverkleidet verlaufender Lueftungsroehren ist nicht unumstritten, wird jedoch immer wieder mit dem Centre Georges Pompidou verglichen und fuehrte dazu, dass das Gebaeude als „bedeutendstes Zeugnis der High-Tech-Architektur in Deutschland“ unter Denkmalschutz gestellt wurde. In der Naehe sind Neubaugebiete fuer das Personal und Studenten der Uni Aachen. news121-34

Am 16. Mai waren wir unterwegs in der Aachener Altstadt, mit Dom und Schatzkammer. Ich war aus beruflichen Gruenden oefter in Aachen, aber dieses Mal sehe ich das mit anderen Augen. Das Hotel war nahe an Europa-Platz und Bushaltstelle. Es gab auch einen grossen Parkplatz fuer unser Wohnmobil.

Treffpunkt war der Elisenbrunnen, der besteht heute aus einer offenen Wandelhalle mit dorischem Saeulenvorbau und jeweils einem Pavillon links und rechts mit mehreren Raeumlichkeiten. Aus zwei Trinkbrunnen fliesst das warme Wasser der Kaiserquelle (52 °C), das ueber eine Leitung vom Buechel zum Brunnen geleitet wird. Das Wasser ist stark schwefelhaltig, so dass vom Elisenbrunnen stets ein charakteristischer Geruch nach faulen Eiern (Schwefelwasserstoff) ausgeht. Zu Fuss marschierten wir zur Rueckseite zur Archaeologischen Vitrine. In der archaeologischen Vitrine werden Fundamente ausgestellt, die die Aachener Fruehgeschichte von der Jungsteinzeit bis ins spaete Mittelalter hinein anschaulich machen.

news121-35Am Ende des Elisenparks steht ein Brunnen, der den Kreislauf des Geldes zeigt, er wurde 1976 von Karl-Henning Seemann geschaffen. Er befindet sich in der Hartmannstrasse am Ende des Elisengartens. Der von der Sparkasse Aachen finanzierte Brunnen wird in Kurzform meistens Geldbrunnen genannt. Das Wasser dreht sich gegen den Uhrzeigersinn. Es fliesst auch im Winter, weil es sich um warmes Wasser aus den Aachener Thermalquellen handelt. Kreisrund sind verschiedene Figuren am Brunnen aufgestellt, die alle mit Geld zu tun haben. Sie stellen den Geiz, die Gier, die Goennerhaftigkeit und die Bettelei dar. Zusaetzlich ist dargestellt, wie ein Vater seinem Kind den Umgang mit dem Geld erklaert.

news121-36Ein anderer Brunnen, den wir gesehen haben, ist der Puppenbrunnen. Der Puppenbrunnen steht an der Kraemerstrasse, der Verbindung zwischen Dom und Rathaus. Er wurde 1975 vom Aachener Bildhauer Bonifatius Stirnberg geschaffen. Die clevere Aachener Marktfrau macht mit ihrer rechten Hand eine Geste, als wuerde sie Muenzen zaehlen. Der Domherr an ihrer linken Seite steht natuerlich fuer die hohe Geistlichkeit. Das Maedchen mit dem Rueschenkleid symbolisiert die Tuchindustrie Aachens. Der Professor koennte in diesem Fall ein Theologe sein.

news121-37Aachen ist auch bekannt fuer seine Printen und Schokoladen. Bei der Dreilaendertour hat Kuni-san Printen verteilt und beim Stadtrundgang hat unser Reisebegleiter in einer Baekkerei/Konditorerei fuer uns Probierstuecke geholt.
Aachener Printen sind eine spezielle Sorte brauner Lebkuchen, die etwa seit dem Jahr 1820 in Aachen gebacken werden. Die sind auch in Norddeutschland auf dem Weihnachtsmarkt erhaeltlich.

news121-38Um die Ecke ist der Fischmarkt, er zeigt das Fischpueddelchen. Dieses Fischpueddelchen ist ein urspruenglich 1911 errichtetes Brunnendenkmal Hugo Lederers vor dem Baptisteririum des Aachener Doms am Fischmarkt. Es zeigt einen puttenhaften, unbekleideten Jungen, der in jeder Hand einen grossen lebenden Fisch haelt.  Sein Gesichtsausdruck wirkt angestrengt, als konzentriere er sich ganz darauf, die Fische nicht zu verlieren. Hinter dieser Figur ist eine Jakobsmuschel an der Wand der Taufkapelle des Aachener Domes. Die Jakobspilger aus Aachen starten noch heute am Fischmarkt.

Aus dem Katschhof kann man den Aachener Dom, UNESCO Welterbe und das Rathaus sehen. Der Aachener Dom wurde als Stiftskirche St. Marien zu Aachen ab 793 erbaut. Es ist die einzige dokumentierte Kirchengruendung von Kaiser Karl dem Grossen. Ab 814 wurde der heutige Dom seine Grabeskirche. Das gotische Aachener Rathaus ist neben dem Dom das markanteste Bauwerk im historischen Stadtkern der Stadt Aachen.

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Nachmittags ging unser Sightseeing zu Dom-Schatzkammer. Wir haben das Lotharkreuz, die Karlsbueste, das Armreliquiar von Karl dem Grossen und seinen Proserpina-Sarkophag gesehen.

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Das Lotharkreuz wurde um das Jahr 1000 vermutlich in Koeln gefertigt und wahrscheinlich von Kaiser Otto III. gestiftet. Bis heute wird es an hohen Festtagen in der Liturgie verwendet. Seinen Namen traegt das Kreuz nach dem in der Umschrift eines eingearbeiteten Siegelsteins genannten Koenig Lothar. Die Karlsbueste ist ein um 1350 geschaffenes Reliquiar in Form der Bueste Karls des Grossen, in dem seine Schaedeldecke als Reliquie verwahrt wird. Die Karlsbueste gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse gotischer Goldschmiedekunst und die wohl bekannteste Reliquienbueste ueberhaupt. Bei dem Reliquiar handelt es sich um ein Idealbild, kein Portraet Karls des Grossen.  Der Proserpina-Sarkophag ist ein  roemischer  Marmorsarkophag aus dem ersten Viertel des 3. Jahrhunderts n. Chr., in dem moeglicherweise Karl der Grosse am 28. Januar 814 im Aachener Dom bestattet wurde.

 

Am Samstag haben wir nicht besonders schoenes Wetter gehabt, aber am Abend beim Entertainment und Bueffet haben wir uns vergnuegt und wie immer eine schoene Zeit mit einander verbracht.

Hiermit bedanke ich mich bei Erika-san, Kuni-san und allen anderen Mithelfern und freue mich auf das Wiedersehen in Nuernberg 2016.


Ergaenzend noch einige Bilder vom Vormittag und Nachmittag in Aachen:

 

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Das Rathaus (Rückseite)   Das Haus Löwenstein aus 1344/45
(jetzt Stadtverwaltung)

 

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Erster Besuch in Deutschland
Mio Katsuki

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Es war fuer mich ein gluecklicher Aufenthalt in Deutschland, weil das schon lange Zeit mein Wunsch war, ich die geschichtlichen Hintergruende kennengelernt habe und vor allem das gute Essen geniessen konnte.

news121-55Die Wege mit Kopfsteinpflaster, Wasserstrassen mit Muehlen, Kirchen, in Hanglage liegende gruene Weidelandschaft, das alles hat mich sehr beeindruckt.
Besonders bleibt fuer mich ein stark gewuerztes dunkles Brot, weisser Spargel und neue Kartoffeln, die etwas suesslichen Geschmack hatten, in sehr guter Erinnerung.

Was mir Schwierigkeiten gemacht hat, z.B. Benutzung der Strassenbahn, es gab viele Raucher und vor allem war die bestellte Essensmenge fuer eine Person zu viel. Im Nachhinein stellte ich fest, dass die Benutzung der Strassenbahn relativ einfach ist. Man muss gewisse Regeln verstehen. Auf diese Weise habe ich es verstanden, denn solche Sachen lernt man an Ort und Stelle schneller.

Ich habe in deutscher Sprache wenig verstanden, trotzdem habe ich viele nette Leute kennengelernt.

Es war eine sehr schoene Reise fuer mich.
(Mio Katsuki ist die Enkelin von Katsuki-san und dieses Mal mit den Grosseltern nach DL gekommen)

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