news119 deutsch/japanisch

 

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vereistes Moos
Foto: DF2CW

 

 

Liebe JAIG-Familienmitglieder,             

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Foto: DF2CW

   

es weihnachtet sehr …
die Christkindl- und Adventmaerkte locken …
Lebkuchen, Plaetzchen, Gluehwein etc. duften …
Kinderaugen blicken sehnsuechtig in die Schaufenster …
… und wir Erwachsenen …
     hetzen wir, um Geschenke zu kaufen … *)
… um noch dieses oder jenes unbedingt
    „Notwendige“ zu erledigen ….
…oder finden wir ein wenig Zeit zum Nachdenken
*) dazu haben wir einen Vorschlag (siehe Bericht Besuch in Ettal)

Nun, es ist wieder Zeit fuer die Weihnachtsausgabe unserer JAIG-News.

Nach unserem Treffen in Farchant bzw. Friedrichshafen haben wir Spenden erhalten, fuer die wir uns auf diesem Wege nochmals herzlich bedanken wollen.

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Foto: DN2MCW

Die letzten Monate sind sehr schnell verflogen und wir koennen nur wenig Neues berichten, es kamen mit einer Ausnahme auch keine Berichte von unseren Freunden an.


So bleibt uns jetzt nur noch, Euch Allen eine ruhige Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und fuer das Neue Jahr viele Glueckssterne und Gesundheit zu wuenschen.


Euer Redaktionsteam
Kuni, DF2CW und Erika, DN2MCW

 

 

 

 

 


 


Lesung in der GEO-Buchhandlung

#420 Erika DN2MCW

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Foto: DN2MCW


Am Donnerstag, 30. Oktober hat unser Freund Axel, DG3IAD, in der GEO-Buchhandlung in Muenchen am Viktualienmarkt eine Lesung gehalten. Der Titel „Japan – Geschichten aus Tokio und Muenchen“. Leider konnten nur Gerti  und ich dabei sein, Kuni war verhindert und einige unserer Muenchner Freunde waren anderweitig verplant.

Zur Einstimmung gab es erst einmal eine Bildershow fuer die Besucher. Wir schwelgten in Erinnerungen an unsere Japanreise(n) und merkten, dass auch eine nicht geringe Zahl Besucher bereits in Japan unterwegs waren.

Danach erzaehlte Axel, wie er nach Japan kam, dort einige Jahre verbracht hatte und dabei „die Liebe zu Land und Leuten“ entdeckte. Und so zieht es ihn immer wieder nach Japan und Tokio, jedes Mal kommt er „vollgepackt“ mit Erfahrungen, Anekdoten und viel Bildmaterial wieder zurueck nach Deutschland.

 

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Axel signiert
Foto: DN2MCW

Da war es eigentlich ganz naheliegend, dass er sich dazu entschloss, das alles in einem praktischen Reisefuehrer zusammenzufassen, so entstand „Labyrinth Tokio“.

Und weil er natuerlich auch die japanische Kueche schaetzen gelernt hatte, machte er sich „auf die Suche“ nach guten japanischen Restaurants hier in Muenchen, „Japan in Muenchen“ war das Ergebnis.

Er las Passagen aus diesen Buechern und wir hatten oefters mal auch Grund zum herzlichen Lachen. Fragen aus dem Publikum und auch Diskussionen rundeten den gelungenen Abend ab.

Den nachfolgenden Beitrag „Teleportation zwischen S-Bahnboegen in Berlin und Tokio“ hatte uns Axel bereits vor der Lesung zugesendet, er hat ihn an diesem Abend in seine Lesung einbezogen.

 

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Teleportation zwischen S-Bahnboegen in Berlin & Tokio

#246   Axel Schwab   DG3IAD

An was denkst Du beim Wort Teleportation? Ist es fuer Dich eher die streng wissenschaftliche Quantenteleportation oder erinnerst Du Dich ganz spontan an die Worte „Beam me up, Scotty“? Vielen ist nicht bekannt, dass es tatsaechlich solche Teleports gibt, wo man zumindest in der Phantasie zwischen zwei Laendern wie Deutschland und Japan reisen kann, ohne die Strapazen eines 11-stuendigen Interkontinentalfluges auf sich nehmen zu muessen. So sind die S-Bahn-Boegen in Berlin nahe dem Savignyplatz und die S-Bahn-Boegen der Yamanote-Linie in Tokio zwischen Shinbashi und Yurakucho sowohl in historischer als auch in kulinarischer Weise magisch miteinander verbunden. Waehrend es in Tokio zwei deutsche Restaurants unterhalb dieser S-Bahn-Boegen gibt, sind es in Berlin zwei japanische Restaurants. Wobei ich in Tokio nur vom Baden-Baden berichten kann und in Berlin dem Leser nur das seit 1995 bestehende Sachiko Sushi wirklich empfehlen moechte. Doch dazu spaeter mehr. Befassen wir uns zunaechst mit der Entstehungsgeschichte der Ringlinie Yamanote in Tokio. Um die Jahrhundertwende gab es keinen vollstaendigen S-Bahn-Ring in Tokio, da die Tokaido-Linie in Shinbashi endete und die Zuege nach Tohoku wie heute ab Ueno fuhren. Es waren deutsche Eisenbahningenieure, die der japanischen Regierung vorschlugen, nach dem Vorbild der Berliner Stadtbahn die Luecke zwischen Shinbashi und Ueno zu schliessen und die Strecke als vierspurige Hochbahn auszufuehren. Sicherlich waere es wegen der Erdbebengefahr besser gewesen, fuer die Hochbahn eine Eisenkonstruktion zu waehlen, doch machte man dies nur bei den Strassenunterfuehrungen. Die restliche Strecke fuehrte man als massiv gewoelbtes Viadukt aus und verwendete dafuer aus Kostengruenden in Japan hergestellte Ziegel. Zusaetzlicher Vorteil bei dieser Ausfuehrung waren die moeglichen Mieteinnahmen durch die gewoelbten, feuersicheren Viaduktraeume, die bis heute von Firmen, Geschaeften und eben auch fuer Restaurants genutzt werden. Im Baden-Baden war ich vor vielen Jahren mit OM Nebiya (JE1BQE) und Morrison-Cleator (DK9UA / 7J1ADW), um deutsches Bier und deutsches Essen zu geniessen. In Berlin habe ich bei meinem letzten Besuch im Sachiko Sushi leckeres Sushi gegessen. Ruhig und bedaechtig kreisen dort die hoelzernen Boote um den Sushitresen. Seit 1995 betreibt Tilman Zorn sein Restaurant in einem der S-Bahn-Gewoelbeboegen und schuf als Vorreiter fuer viele andere das erste Fliessbandsushi-Restaurant in Deutschland. An einem Samstagmittag waehle ich das Businesslunch (3 € pro Teller) und bekomme sofort Tee und Misosuppe, (hierbei inklusive), von einer sehr aufmerksamen Bedienung gebracht. Meine Wuensche gebe ich direkt an den erfahrenen Sushi-Koch und probiere mich gleich durch 7 von 23 Nigiri-Sorten: Hamachi, Unagi, Ika, Maguro, Saba, Pompano und Toro schmecken alle vorzueglich und frisch. Nachdem ich auch einer vorbeifahrenden Maki-Rolle mit Ebi, angeflammtem Thunfisch und leckerer Sosse nicht widerstehen kann, tuermen sich acht Schaelchen vor mir auf.
Doch zurueck zum Thema Teleportation: Sollte man in ferner Zukunft tatsaechlich diese Technologie soweit entwickeln, dass sie beim Menschen ohne Bedenken angewandt werden kann, dann plaediere ich eindringlich dafuer, den Einsatz streng zu regeln, um psychische Schaeden durch das schnelle Herumreisen in der Weltgeschichte zu verhindern. In sogenannten Teleportationszentren muss man sich daher mindestens eine Stunde mental auf das Zielland vorbereiten. Fuer diesen Zweck waeren das Baden-Baden zur Vorbereitung von Japanern auf Deutschland und das Sachiko, um in der Bundeshauptstadt Berlin fuer Teleportationen von Politikern, Diplomaten und Touristen nach Japan preiswerte Anlaufstellen. Zur Deckung der Energiekosten des Teleporters sollte man den Kanzlerairbus an Madame Tussauds verkaufen.
    

 

 
Baden-Baden nahe dem Bahnhof Yurakucho, Tokio        Foto: DG3IAD
 
Sachiko Sushi beim Savignyplatz, Berlin                Foto: DG3IAD
 
Strassenunterfuehrung Yamanote-Linie, Tokio            Foto: DG3IAD

 

 
Quelle OAG, Vortrag von F. Baltzer vom 29.11.1899

 

 


 

 

Besuch in Ettal

#018   Kuni   DF2CW   und  #420   Erika   DN2MCW

Bei einem unserer Besuche in Garmisch haben wir uns mit Freunden von C03 getroffen und dabei den Vorschlag gemacht, einmal zusammen Bruder Lambert in Ettal zu besuchen.
Als Besuchstermine kamen nur Samstag oder Sonntag infrage, schon wegen der Berufsaetigkeit vieler Freunde. Nach einigen Telefonaten mit Bruder Lambert und nach Abstimmung mit den Freunden haben wir Samstag, 15.11. festgelegt.

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v.l.n.r.: DL1PN, DG2MBY, Sabine, DL1MCG, DK4RS, DF3MC
Foto: DF2CW

Wir fuhren also am Samstag gemuetlich los und waren zur verabredeten Zeit (14.00 Uhr) am Eingang an der Klosterpforte.

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Foto: DF2CW

Dort sahen wir schon unsere Garmischer Freunde stehen, Peter, DL1PN mit XYL Sabine, Christian DL1MCG mit XYL Angelika, DG2MBY und Martin, DF3MC mit Tochter Elisabeth. Wir begruessten uns herzlich und kurz darauf kam Maggie, DL4TTB dazu.

Bruder Lambert kam und fragte uns, ob wir denn eine Besichtigung machen wollen. Natuerlich wollten wir das und so fuehrte uns Bruder Lambert durch das Kloster. Einige Teile davon haben wir ja bereits bei unserem Besuch im Mai gesehen. Wir haben aber auch einige Raeumlichkeiten sehen koennen, die wir noch nicht kannten.

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Fotos: DF2CW  

 

 

So fuehrte uns Bruder Lambert in den Keller, der u.a. auch seine Arbeitsstelle ist (er ist fuer die Elektrik des Klosters zustaendig) und wir konnten im Vorfuehrraum, der in uns die Erinnerung an die ersten Schultage weckte, einige interessante Videos ueber die Funkstation im Kloster Ettal ansehen. Beim Rundgang zeigte uns Bruder Lambert, wo die Antennen fuer „seine“ Funkstation gespannt sind und wir konnten die Totengedenktafel fuer Pater Emmanuel Haiss fotografieren.

 

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Foto: DF2CW Foto: DN2MCW Foto: DF2CW

 

Wir gingen anschliessend in das nebenan liegende Gasthaus „Edelweiss“, das auch schon viele Jahre neben dem Kloster steht. Wir uebergaben Bruder Lambert das Buch „Die Funkstation am Herzogstand“ von Helmut Renner und Martin Rothe.

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v.l.n.r: DF2CW, DN2MCW, DF3MC, DK4RS, DL4TTB, DL1MCG, DG2MBY, XYL Sabine, DL1PN, Elisabeth
Foto: DF2CW

 

Nach einigen Stunden in froehlicher Runde und mit interessanten Gespraechen mussten wir uns von Bruder Lambert verabschieden.

Nun zu unserem Geschenkvorschlag, der nicht nur fuer Weihnachten gilt.

Das Buch „DIE FUNKSTATION AM HERZOGSTAND“ ist wirklich sehr interessant und lesenswert. Neben den verschiedenen Forschungsberichten und technischen Details beschaeftigt sich das Buch auch mit den Menschen, deren Geschichten und die Erlebnisse beim (damals sehr muehseligen) Bau der Anlage. Viele Fotos und Bilder ergaenzen die Beschreibungen, alles auf 330 Seiten in Hardcover und Fotopapierqualitaet, daher auch schoen anzusehen. Seinen Preis von € 33,- ist es mehr als wert! Dazu kommen die Porto/Versandspesen (derzeit € 6,90).

Wenn Ihr dieses Buch beziehen wollt, bitte schickt uns eine mail ,

auch per Fax 089 54 63 99 24), wir geben Euren Wunsch dann gerne und sofort weiter.

 

 

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