news109 deutsch/japanisch

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Aki no Kamikochi..... Im Herbst in Kamikochi
Foto DF2CW - Oktober 2012

 

 

Liebe JAIG-Freundinnen und -Freunde,

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Foto: WR / Oktober 2012

auch bei uns hier ist der Herbst eingezogen und der Winter hat schon einmal kurz gezeigt, was wir nach der bunten Pracht erwarten koennen.

Und erwarten koennt Ihr auch die naechste Ausgabe unserer News, die nun bei Euch eintrifft. Leider haben wir dieses Mal keinen Beitrag bekommen, sodass wieder nur wir berichten koennen.

Im September gab es zwei Reisen, knapp hintereinander gelegen, einmal nach Nierstein zu Besprechungen und Klaerung weiterer Details fuer unser Treffen 2013 und die naechste Reise ging nach Japan.
Dort besuchten wir die Stadt Ishinomaki und konnten noch einmal das Spendengeld, das bei uns einging, uebergeben. Wir bedanken uns bei allen Freunden und Spendern sehr herzlich fuer die Hilfe. Einen kurzen Bericht dazu gibt es in dieser Ausgabe.

Nun wuenschen wir beim Lesen viel Vergnuegen und hoffen sehr, dass uns Petrus noch einige warme, sonnige Tage schenkt, bevor die „truebe, graue Periode“ beginnt.


Muenchner „Sommertreffen“ im August


#018  Kuni   DF2CW  und  #420  Erika  DN2MCW

Unsere „Muenchner Runde“ hat sich dieses Jahr zum ersten Mal auch im Sommer zu zusammengefunden. Im italienischen Lokal „Il Sorriso“ haben wir uns verabredet.

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v.li.n.re.:
DJ9WH, DL1MAO,.DJ0OQ, DH8MAU, DJ7KJ, DN2MCW, DF2CW,
DG3IAD, SWL Gerti
Foto: DN2MCW

Wir hofften, draussen im Freien sitzen zu koennen, aber Petrus war damit nicht einverstanden und so mussten wir die gute Kueche drinnen im Lokal geniessen.


Dennoch, wie zu sehen ist, waren es schoene Stunden mit interessanten Gespraechen und viel Spass.

Und wir vereinbarten eine Wiederholung im September, weil nicht alle Freunde dabei sein konnten.










Fahrt nach Nierstein
#018  Kuni  DF2CW  und  #420  Erika  DN2MCW


Am Mittwoch, 12. September starteten wir in Richtung Rheinland-Pfalz, um in Nierstein mit Uwe, DH2PC und seiner XYL Renate weitere Details fuer unser Treffen 2013 zu besprechen und Termine zu fixieren.

Nach reibungsloser Fahrt kamen wir in der „Riesling City“ Nierstein an und konnten auch unser Zimmer im Wein- und Parkhotel Nierstein (Best Western) beziehen. Eine Pause goennten wir uns, bevor wir uns mit Uwe trafen, um fuer den naechsten Tag den „Fahrplan“ zu besprechen.

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Foto: DF2CW

Am Donnerstag holten uns Uwe und Renate vom Hotel ab und wir fuhren zusammen nach Mainz. Dort galt es dann, die Termine fuer unsere Besichtigungen, Fuehrungen usw. abzuklaeren und zu reservieren. Nach einer genuesslichen Kaffeepause fuhren wir zurueck nach Nierstein und konnten sehen, dass die Weinlese fuer bestimmte Sorten bereits begonnen hat. Wir machten einen Spaziergang durch das huebsche Staedtchen Nierstein und fanden am Marktplatz auch ein nettes Restaurant, in dem wir gerade noch fuer uns vier Platz bekamen. Nach dem guten Abendessen ging es zurueck ins Hotel und wir verabschiedeten uns von Uwe und Renate.

Nach dem etwas spaeteren Fruehstueck ging es am Freitag wieder zurueck nach Bayern, wo wir ohne groessere Probleme wieder gut angekommen sind.


 
Herbsttreffen der Muenchner Runde
#018  Kuni  DF2CW  und  #420  Erika  DN2MCW

 

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Stehend v.li.n.re.: DH1MAM mit XYL, DF2CW, SWML Max,
DF2MC, DN2MC
sitzend v.li.n.re.: DJ0OQ, DL4LI mit XYL,  DN2MCW
Foto: DF2CW

Der Herbst begann dieses Jahr am 22. September und wir wollen mit einigen unserer Muenchner Freunde den „bunten Gesellen“ begruessen.

Der Tisch im italienischen Lokal Il Sorriso war bestellt und so konnten wir uns dieses Mal in einem netten Nebenraum ganz gemuetlich zusammensetzen.

Wie man dem Bild entnehmen kann, war es an diesem Abend quasi „die andere Haelfte“ unserer Muenchner Runde, die sich getroffen hat.

Es gab viel zu erzaehlen und so vergingen die Stunden sehr rasch und wir trennten uns mit dem Versprechen, uns beim Adventtreffen wieder zu sehen.




 

 


Unsere Japanreise im Herbst
#018  Kuni  DF2CW  und  #420  Erika  DN2MCW


Am Freitag, 28. September starteten wir zu unserer Herbstreise nach Japan. Ueber Frankfurt ging es wieder mit dem „grossen Vogel“ A 380 weiter nach Tokio. Japan empfing uns am Samstagmorgen mit Sonnenschein und angenehm warmer Temperatur. Wir fuhren weiter in Richtung Nagano, wir wollten auch in diesem Herbst nach Kamikochi und die herrliche Umgebung geniessen. In den Abendnachrichten hoerten wir dann, dass ein heftiger Taifun u.a. den Flugbetrieb lahmgelegt hatte. Da waren wir heilfroh, schon an unserem Ziel zu sein.

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Foto: DF2CW

 

Am Sonntag starteten wir bei gutem Wetter nach Kamikochi. Wir freuten uns auf einige schoene Stunden in der herrlichen Umgebung.

Die Herbstfaerbung war erst in den hoeheren Lagen zu sehen, wir waren dieses Mal etwas frueher da und so hatten am Flusslauf erst einige Ahornbaeume ihr buntes Laub angesetzt. Dennoch machte es Spass, am Azusagawa entlangzulaufen und dieses Vergnuegen teilte man mit vielen japanischen Wanderern. Gegen Mittag zogen langsam aber sicher Wolken auf und Wind begann sie vor sich her zu treiben. Spaeter setzte dann Regen ein, der immer heftiger wurde, die Auslaeufer des Taifun hatten – zwar sehr abgeschwaecht, wie in dieser Gegend ueblich – auch diese Region erreicht. Als wir zu unserem Hotel zurueckkamen, hatte der Regen fast aufgehoert und am naechsten Tag schien spaeter wieder die Sonne.

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stehend - v.li.n.re.: JO3LZG, JO3BAV, DL2KCK, JA3QUU, JA3IVU,
JA3USA, JA3AER, JA3AOP
sitzend - v.li.n.re.: JK3IYB, JH3AEF, DN2MCW, DF2CW

Foto: DF2CW

Nach dem Ausflug in die Berge ging es dann weiter in Richtung Osaka. Dort trafen wir abends unsere Freunde in einem chinesischen Restaurant, das in der Naehe des I-House liegt, denn das Restaurant „Pansy“ im I-House ist seit einiger Zeit ab 17.00h geschlossen. Unser Freund Christian, DL2KCK, der uns in der ersten Woche begleitete und nun auch zu unserer JAIG-Familie gehoert (#562), lernte die „Osaka-Runde“ kennen. Mit Berichten, interessanten Gespreachen und viel Froehlichkeit verflogen die Stunden sehr rasch und wir trennten uns mit dem Versprechen uns wiederzusehen.

Der naechste Tag war dann „Kyoto“-Tag. Am Bahnhof wurden wir bereits von Shibata-san, JA6FWJ empfangen, waehrend Ebihara-san, JA3ART in seinem Wagen auf uns wartete. Wir fuhren anschliessend zur Tempelanlage Sanzen-in in Ohara, etwas ausserhalb der Stadt wunderschoen an einem Berghang gelegen. Waehrend des Rundganges gab es „Aprilwetter“, es regnete immer wieder mal kurz, dann schien zwischendurch wieder die Sonne. Aber gerade das zauberte wunderbare Effekte in das Moos, die Straeucher und die Baeume.

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Foto: DN2CMW

Nach diesem Rundgang hiess es wieder zurueck „in die Stadt“ und „natuerlich“ musste ein Rundgang durch die „Nene“-Strasse gemacht werden. Ebihara-san musste sich in seinem Wagen durch die Strassen schlaengeln, denn Parkplatz gibt es kaum in Kyoto. Nach einer bestimmten Zeit wurden wir nach Funk- bzw. Telefonanruf wieder „aufgepickt“ und machten eine Tee- und Kuchenpause in einem sehr schoenen „Cafe“- bzw. richtiger Teehaus mit Garten in der Naehe des Kaiserpalastes.

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Foto: DN2CMW

Dort trafen wir uns noch mit einem Ehepaar, das wir vor einigen Jahren privat in Muenchen kennengelernt haben. Die Zeit verflog sehr rasch und wir mussten an die Rueckfahrt nach Osaka denken. Ebihara-san brachte uns zum Bahnhof, zusammen mit Shibata-san stiegen wir aus und winkten zum Abschied. Shibata-san ging mit uns zum Bahnsteig und drueckte uns einen Umschlag in die Hand mit der Bemerkung „fuer Ishinomaki“.

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Kurz danach traf „unser“ Haruka ein, und wir mussten wir uns von der netten Begleitung verabschieden. Als wir im Hotel den Umschlag oeffneten, waren wir sehr ueberrascht und danken hier noch einmal Shibata-san fuer die grosszuegige Unterstuetzung.

Der Shinkansen brachte uns am naechsten Tag nach Tokio, wo wir mit unseren Freunden mittags verabredet waren. Senda-san, JA1MYW, holte uns am Bahnsteig ab und begleitete uns zur „New Beerhall“ im Tokioter Bahnhof, wo wir schon erwartet wurden.

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stehend - v.li.n.re.: 7J6AAO, DL2KCK, 7J1AUQ, JA1CVF,
JG1AFE, JA1BNW, JG1GWL, JA3IFB, DN2MCW, DF2CW,
JA1BRK
sitzend - v.li.n.re.: JA1FUY, JA2RM, JA1MYW, JA1DCY,
JA3PE, 7K3EOP
Foto:7K3EOP

Wir freuten uns sehr, unsere Freunde wiederzusehen und Christian konnte die „Tokioter“ Funkfreunde kennenlernen. Das Mittagessen und Bier schmeckten uns sehr gut. Es gab viel zu erzaehlen und berichten und so verging die Zeit so schnell. Wir mussten an die Fahrt nach Narita denken. Bevor es aber soweit war, uebergaben uns die Freunde einen Umschlag fuer die Stadt Ishinomaki, denn sie wussten, dass wir dorthin fahren, um, nun bereits zum dritten Mal, Spendengeld abzugeben. Die Summe freute uns sehr und wir sagen hier noch einmal auf diesem Wege DANKE allen beteiligten Freunden fuer die Hilfsbereitschaft.


Nun wurde es aber Zeit und einige unserer Freunde brachten uns noch bis zum „richtigen“ Bahnsteig, denn wer Tokio BHF kennt, weiss, wie kompliziert es ist, sich dort zurechtzufinden! Wir wurden herzlich verabschiedet und der „NEX“ brachte uns dann sicher zum Flughafen Narita. Wir fuhren zum Hotel, genossen dort noch zu dritt ein Abendessen und gingen dann ins Bett.

Am naechsten Morgen fuhren wir mit dem Bus zum Terminal und verabschiedeten uns dann am „Ausreisepunkt“ von Christian, der nach Deutschland zurueck flog.

Fuer uns ging die Reise weiter nach Sendai. Dort warteten die Familie und Freunde – und natuerlich auch Ishinomaki – auf unseren Besuch.

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Am Sonntag, 07.10. machte Kuni’s Bruder den Vorschlag, in die Naehe des Sendaier Flughafens zu fahren, dort hatte der Tsunami ebenfalls gewuetet. Wir waren einverstanden und so ging es an vielen brachliegenden Grundstuecken vorbei. In den Vier- und Rechtecken, wo Haeuser standen und kleine Gaerten, wachsen Buesche, Gras und auch ein paar Blumen.

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Von einem kleinen Huegel aus, der zum Andenken an die Opfer errichtet wurde, hatten wir einen Ueberblick, der zwar immer noch bedrueckend ist, aber auch Hoffnung aufkommen laesst. Bei der „Heimfahrt“ machten wir in Yuriage Halt an einem kleinen Museum, das in einem Container untergebracht ist. Neben den Fotografien, die dort ausgestellt sind, gibt es auch eine „Mini“-Stadt, die Kinder aus Modelliermaterial zusammengestellt haben. Sie haben „ihre“ Stadt nachgebaut so wie sie aussah, bevor der Tsunami sie zerstoert hat.

Urspruenglich wollten wir am Montag, 08.10. nach Ishinomaki fahren und dort das Spendengeld uebergeben. Wir wussten aber nicht, dass an dieser Tag in diesem Jahr in Japan Feiertag war, also musste der Termin auf unseren Abreisetag verschoben werden.

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Foto: DF2CW

Am Montagabend waren wir mit vier von Kuni’s Studienkollegen in einem Restaurant, nahe am Sendaier Bahnhof gelegen, verabredet. Waehrend wir froehlich plaudertern und geniesserisch assen, ging die Tuere auf - und wir trauten kaum unseren Augen - wen sahen wir hereinkommen - Shimamoto-san, JA3USA, aus Osaka. „Mac“ war genauso ueberrascht, er war mit seinem Sohn sozusagen „dienstlich“ nach Sendai gekommen.


Am Dienstag, 09.10. fuhren wir mit der Bahn bis Shiogama, wo unser Funkfreund Suzuki-san, JA7IB uns abholte und wieder nach Ishinomaki fuhr. Auch Takahashi-san, JA7KE wartete auf uns und nach kurzer, herzlicher Begruessung gingen wir in Richtung Rathaus. Dort begleitete uns Satou-san, JA7MKB zur Sozialabteilung und wir uebergaben die nunmehr dritte Spende an die Sozialabteilung. Es wurde uns versprochen, auch dieses Geld wieder in unserem Sinne zu verwenden. An alle Freunde und Spender sollen wir den Dank der Stadt Ishinomaki uebermitteln.

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Foto: DF2CW 09.10.2012

Der Blick von „unserem“ Aussichtsberg auf die Stadt ist zwar immer noch sehr bedrueckend, aber man sieht es geht weiter. Die Muellberge sind kleiner geworden, inzwischen sind sieben Muellverbrennungsanlagen gebaut worden und sie werden nach und nach in Betrieb gehen koennen. Zwei davon sind bereits rund um die Uhr im Einsatz. Stromleitungen und -verteiler sind neu installiert, Strassen wieder hergerichtet und man kann wirklich Fortschritte erkennen. Man kann keine Wunder erwarten bei den enormen Verwuestungen und Schaeden, aber es geht vorwaerts und das zu sehen tut gut.
Wir wurden wieder bis Shiogama gebracht, wo wir uns von Suzuki-san verabschiedeten, um mit der Bahn weiter zu fahren. Von Sendai aus ging es dann mit Shinkansen und NEX bis Narita, wo wir die letzte Nacht in Japan verbrachten. Bei den Abendnachrichten erfuhren wir dann, dass genau an diesem Tag die Bahnstrecke nach Ishinomaki wieder in Betrieb gehen konnte, allerdings nur fuer Lastenverkehr, der Personenverkehr wird noch mit Bus aufrechterhalten. Auch diese Nachricht stimmte zuversichtlich.

Am 10.10. hiess es „Sayonara Nippon“ und die Lufthansa Maschine brachte uns wieder gut zurueck nach Muenchen, das uns nach den angenehmen Temperaturen in Japan recht „kuehl“ empfing.

 

 

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