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Ob Sonnenschein und Hitze...

news8602 Gewitter und Regen

oder was auch immer...


hier ist sie, die neue Ausgabe
unserer JAIG-News!

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Viel Spass beim Lesen und wir hoffen, es werden schoene Erinnerungen geweckt.


Ueber die Beitraege haben wir uns sehr gefreut und bedanken uns herzlich dafuer bei unseren Autoren.

 

Fuer die ¨Urlaubsplanung¨ 2007 vorab schon einmal den Termin fuer das naechste JAIG-Treffen:

26. bis 29. April 2007 in Koblenz-Guels

Die Einladung mit dem Programm kommt rechtzeitig bis Ende Oktober, Anfang November mit einer der naechsten News.

Auf unserem Konto sind wieder Spenden eingegangen, auch dafuer moechten wir danke schoen sagen.


Also dann, hinein ins Vergnuegen!!!

 

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JAIG - Besuch des Salzbergwerks Berchtesgaden

# 455 - Hans-Otto Antrup - DF8PO

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Zum ¨Salzbergwerk Berchtesgaden¨ fuehrte ein gemeinsamer Ausflug der JAIG-Gruppe. Es sollte ein echtes Abenteuererlebnis werden, denn fuer die meisten der Teilnehmer war es die erste Grubenbefahrung in Ihrem Leben. Es war eine Tour, die am Beispiel „Salzgewinnung im Untertageabbau“ die harte Arbeit des Bergmannes aufzeigen sollte.

 

news8606Vor Beginn der Entdeckungsfahrt Untertage mussten wir in einem Umkleideraum (bergmaennisch gesprochen „Kaue“) eine Schutzkleidung (Bergmannskittel) und natuerlich das traditionelle „Arschleder“ anlegen – zum Schutz des „wertvollen Hinterteils“ beim spaeteren Rutschen.

 


news8607Nach kurzem ¨Foto-shooting¨ startete unsere speziell fuer uns reservierte Grubenbahn mit unserem Bergfuehrer, vom Dienstgrad eines Bergknappen, zu der Fahrt durch den Ferdinand-Bergstollen ins Berginnere.
Dunkelheit umgab uns, als die Bahn durch den engen Stollen rumpelte und kuehle Luft wehte bei einer ganzjaehrigen konstanten Lufttemperatur von 12° C. Die gesamte Fahrtstrecke ins Berginnere betrug ca. 700 m.

news8608Nach Passieren des beleuchteten Bergmann-Symbols ¨Schlegel & Eisen¨ erreichten wir eine grosse Halle, in der in vielen Darstellungen der traditionelle ¨Sinkwerksabbau¨ gezeigt wurde. Ein Film erklaerte uns, wie das Salz in den Berg gekommen war. Die unterirdischen Salzstoecke haben ihren Ursprung in der Verdunstung von Meerwasser vorzig Millionen Jahren. Das entstandene Salzgestein (50 % Salzanteil) wird im sog. ¨nassen¨ Abbauverfahren aus dem Gebirge herausgeloest und anschliessend in Schraegschaechten mit Suesswasser versetzt.


Waehrend das Wasser das Salz aus dem Gestein loest, ¨sinken¨ die unloeslichen Bestandteile auf den Boden, deshalb ¨Sinkwerk¨. Aus dem eingeleiteten Suesswasser entsteht durch dieses Verfahren eine vollgesaettigte Salzloesung mit 26,5 % Salzgehalt, die man „Salzsole“ nennt und die mit maechtigen Pumpwerken zu „Salinen“ transportiert wird. Hier wird das kristalline Salz durch ¨Versieden¨ (Verkochen) der Salzloesung gewonnen.
Soviel sei zum Prinzip der Salzgewinnung erklaert.

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In dem grossen Gewoelbe des Sinkwerks hat man zur Erinnerung an den bayerischen Maerchenkoenig Ludwig II. eine Grotte aus Salzsteinen errichtet. Die Koenigskrone, sowie die Salzsteine und eine 50 kg schwere Deckenleuchte, ebenfalls aus Salzgestein, sind von innen beleuchtet und geben ein warmes orange schimmerndes Licht ab, das auf den Beschauer wohltuend einwirkt.


Im angrenzenden Salzmuseum dokumentieren Schaukaesten die lange Geschichte des Salzabbaus in Berchtesgaden. Grubenlampen (sog. Geleuchte), Werkzeuge und Geraete veranschaulichen das Arbeitswerkzeug des Bergmanns.


Mit einer Rutschfahrt auf einer 40 m langen Holzrutsche rauschten wir auf dem ¨Arschleder¨ sitzend in die Tiefe der Sinkwerkshalle. Unten angekommen fuehrte der Weg weiter zu einem unterirdischen Salzsee von 100 m Laenge und 40 m Breite. Mit einer Holzfaehre kann man den See ueberqueren, ja, wenn nicht gerade Bauarbeiten stattfinden. Hunderte von Lichtern an den Salzsteinwaenden spiegeln sich im glasklaren, ca. 3 m tiefen Salzwasser wider und verleihen dem See eine feierliche Stimmung.

 

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Unser Weg fuehrte uns weiter vorbei an einer maechtigen, tonnenschweren Solepumpe (Solehebemaschine) aus reiner Bronze, die der koenigliche Oberberg- und Salinenrat Georg von Reichenbach entwickelt hat. Ein imposantes Zeugnis deutschen Schwer- Maschinenbaus.


Mit dem Schraegaufzug ging es wieder aufwaerts zu einem weiteren Stollen, von dem uns die Grubenbahn zum Tageslicht zurueckfoerderte.

 

 

Nachdem wir das ¨Stollen-Mundloch¨ passiert hatten, konnten wir gluecklich sagen:


¨Glueckauf, die andere Welt hat uns wieder - - -¨


eine schoene Grubenfahrt hatte ihr Ende gefunden.

 


 

Ein JAIG-Tag auf dem ¨Jenner¨

# 233 - Werner - DJ4SG + XYL Hildegard

Das Programm zum JAIG-Treffen 2006 in Berchtesgaden hatte fuer Donnerstag, den 11. Mai eine Fahrt zum ¨Kehlsteinhaus¨ vorgesehen. Leider war die Strasse fuer den Bus an diesem Tag noch nicht freigegeben, da es im Winter ungewoehnlich viel Schnee gab. Fuer diesen Fall hatte Hans, DF2MC, vorsorglich den Ausweichvorschlag gemacht, dem „Jenner“ einen „JAIG-Besuch“ abzustatten. Der „Jenner“ ist ein Berggipfel mit 1.784m Hoehe, in Sichtweite von Berchtesgaden.

Um 13 Uhr trafen sich die bereits angereisten JAIG-Mitglieder vor dem Hoteleingang. Unter den JAIG-Mitgliedern befanden sich sehr viele japanische Funkfreunde, die teilweise schon Tage vorher aus Japan angereist waren, um die schoene Landschaft um Berchtesgaden zu geniessen. news8611Der Bus kam puenktlich und ein ¨urbayerischer¨ Fahrer sorgte fuer spassige Unterhaltung waehrend der nur etwa 15-minuetigen Busfahrzeit zur unteren Seilbahnstation. Nachdem unser Cheforganisator Hans, DF2MC, uns alle mit Fahrkarten versorgt hatte, ging es hinein in die Seilbahnstation. Die kleinen Gondeln boten nur Platz fuer jeweils 2 Personen. Fuer den Einstieg in die beengte Gondel, musste etwas Geschick aufgebracht werden, denn sie schaukelte beim Einsteigen. Nach dem Einsteigen zogen wir gleich die Beine etwas ein. Das war besonders fuer mich „Langbeiner“ wichtig, denn nach einer gewissen Zeit schlossen die beiden Fluegeltueren automatisch mit einer solchen Wucht und einem lautem Knall, dass man unwillkuerlich zusammenzuckte. Gluecklicherweise konnten wir diese Einstiegsprozedur schon bei unseren Vorgaengern beobachten und uns somit blaue Flecken am Knie ersparen.

Waehrend der Fahrt hatte man von der Gondel aus einen herrlichen Ausblick auf die huebschen typisch bayerischen Haeuser und auf die schoene Landschaft. Je hoeher wir kamen, umso weiter reichte der Blick. Das Wetter meinte es gut mit uns und es war angenehm warm mit einigen Wolken am sonnigen Himmel. Nach etwa 2/3 der Strecke erreichten wir die Seilbahn-Mittelstation, durch die wir ohne Aufenthalt, nur durch Vorzeigen unserer Fahrausweise, durchgeschleust wurden. Hier waren sehr viele Ski-Pisten zu sehen. An den Nordhaengen lagen noch vereinzelt grosse Schneefelder. Von der Mittelstation aus ging es nun wesentlich steiler zur Oberstation. Die gesamte Fahrt dauerte ca. 25 Minuten, die schnell vergingen, da es in jedem Moment etwas Neues und Interessantes zu sehen gab.

An der oberen Seilbahnstation angekommen, versammelten wir uns und warteten, bis alle angekommen waren, denn fuer den Transport unserer ca. 40 JAIG-Mitglieder wurden 20 Gondeln benoetigt. Nach Bekanntgabe der Rueckfahrtzeit konnte jeder hier oben die Freizeit nach eigenen Wuenschen und Vorstellungen gestalten. Die grosse Jenner-Bergstation, mit reichlichem Speiseangebot hatte neben den Innenraeumen in der Gaststaette auch noch sehr viel Platz auf der Terrasse. Von hier aus konnten wir die Wanderwege zum Gipfelkreuz des Jenner, der teilweise noch mit Schnee bedeckt war, sehen. Aus diesem Grund beschlossen viele JAIG-Mitglieder, auf den Aufstieg zu verzichten und die Zeit lieber auf der Terrasse bei herrlichem Sonnenschein zu verbringen.

news8612Da wir beide, meine XYL Hildegard und ich, gute Wanderschuhe mit kraeftiger Profilsohle anhatten und sahen, dass bereits einige Wanderer muehelos ueber die kleinen Schneefelder laufen konnten, beschlossen wir, es auch zu versuchen. Notfalls waeren wir unterwegs einfach umgekehrt. Unterwegs stellten wir jedoch fest, dass von der Terrasse aus die Schneefelder groesser und gefaehrlicher aussahen, als sie es tatsaechlich waren. Teilweise waren zwischen dem Hang und dem Schneefeld schmale Wege vorhanden. Fuer uns „Flachland-Tiroler“ sah allerdings ein Schneebrett supergefaehrlich aus, das ca. 30 m ueber uns aber gut 60 m neben uns einen Ueberhang bildete. Ein einheimischer Berchtesgadener, den wir unterwegs trafen, beruhigte uns jedoch indem er sagte, dass dieser Ueberhang zu klein und zu verfestigt waere, um abzubrechen. Wir vertrauten ihm und Gott, denn vom Wanderweg aus ging es Hunderte Meter einen Hang hinunter, der noch teilweise mit Schnee bedeckt war.

Als wir auf der Aussichtsflaeche unterhalb des Gipfelkreuzes angekommen waren, staunten wir nicht schlecht, dass die Aussichtsflaeche noch zu gut 70% mit meterhohen Schneemassen bedeckt war, um die man herumgehen musste. Fuer unsere Muehe mit dem Aufstieg wurden wir durch einen herrlichen Ausblick belohnt. Von hier aus gab es eine gute Sicht auf den Koenigssee mit der Schiffs-Anlegestelle, auf St. Bartholomae und auf die gegenueberliegende „Koenigssee'r Rodelbahn“, die von hier oben aussah wie eine kleine Autobahn, die aus dem Berg kommt. Ueber dem Koenigssee war der „Watzmann“ in seiner vollen Pracht zu sehen. Von diesem Blickwinkel aus zeigten sich in voller Pracht ¨Frau Watzmann¨ und die Kinder des Herrn ¨Watzmann¨, so wie es die Sage erzaehlt. Gluecklicherweise hatte ich mein Fernglas dabei, mit dem wir uns einiges naeher betrachten konnten und einen Fotoapparat zum Festhalten dieser schoenen Momente.

news8613Von der Aussichtsflaeche ging es nun weiter hinauf zum Gipfelkreuz. Felstreppen, mit Seilen zum Festhalten, erleichterten den Aufstieg nach oben, der zwar voellig ungefaehrlich war, aber unsere ungeuebten Muskeln zum Stoehnen brachten. Entschaedigt wurden wir am Gipfelkreuz durch eine wunderschoene Rundumsicht, die es von der Aussichtsflaeche aus noch nicht gab. Dutzende farbenfroher Gleitschirme, die sich Dank des guten Aufwindes an den Bergen lange in der Luft hielten, bevoelkerten den Himmel. In Richtung Nordwesten konnten wir das „Kehlsteinhaus“ sehen, das mit 1.734m nur wenig tiefer lag. Oestlich des Kehlsteinhauses ragte stolz der „Hohe Goell“, mit seinen 2.522m in den Himmel. Im Tal waren neben Berchtesgaden, auch die vielen kleinen Ortschaften und Bebauungen zu sehen, die sich in die Landschaft schmiegten. Durch den auf dem Wanderweg liegenden Schnee, befanden sich auf der Aussichtsplattform und am Gipfelkreuz nur eine Handvoll Wanderer. Meine XYL und ich waren stolz, dass wir hier oben unsere ¨JAIG¨-Gruppe wuerdig vertreten konnten. Das Hissen einer JAIG-Fahne am Gipfelkreuz, mit einem Foto, waere die Kroenung unseres Aufstieges gewesen!

Eine kleine Kuriositaet sahen wir noch auf der Rueckwanderung zur Bergstation: am Hang auf dem Schneefeld, direkt am Weg, war eine etwa 60 cm gleichmaessige runde Vertiefung zu sehen, in der gut 2 Dutzend braune Kuegelchen lagen. Alle Kuegelchen waren schoen rund, braun und glaenzend. Sie sahen aus wie Schokoladenkugeln - direkt zum Anbeissen. Der gleiche Berchtesgadener, den wir bereits auf dem Wanderweg trafen, sagte uns, dass es sich hierbei um die „Verdauungshaeufchen“ von Murmeltieren handelt. Na dann: Guten Appetit!

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Gemse im Winterkleid

Wieder gut auf der Terrasse der Oberen Seilbahnstation angekommen, sassen wir noch gemuetlich bei Kaffee und Kuchen in der Sonne. Ploetzlich sahen wir eine Gemse (Gams), die gemuetlich ueber den Schnee des Wanderweges lief, auf dem wir uns gerade Minuten vorher befanden. Ein Stueck lief sie noch den steilen Hang hinunter, um sich dort gemuetlich hinzulegen. Mit dem Fernglas konnte ich eine Gemse zum ersten Mal in meinem Leben in freier Natur betrachten. Einheimische sagten, dass diese scheuen Tiere normalerweise nur zu sehen sind, wenn sich kaum Touristen hier oben befinden, was bei uns gluecklicherweise der Fall war.


Auf der Rueckfahrt mit der Seilbahn zur unteren Station, hatten wir nochmals einen herrlichen Blick auf diese schoene Landschaft des Berchtesgadener Landes – nur diesmal von oben nach unten. So ging wieder ein schoener und erlebnisreicher Tag beim JAIG-Treffen zu Ende, der uns in guter Erinnerung bleiben wird.

 


 

22. JAIG-Treffen 2006 in Berchtesgaden

# 395 -Willfried Pareigat - DD6UMW

Berchtesgaden - ein weltbekannter Wintersport- und Urlaubsort.
Wir erinnern uns: Berchtesgaden hatte sich seinerzeit beworben als Austragungsort fuer die Winterolympiade 1992. Leider hat es nicht geklappt. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

news8615Wir aber hatten uns zur schoensten Fruehlingszeit in Berchtesgaden verabredet:
Vom 12. - 14. Mai 2006 zum 22. JAIG-Treffen im Hotel Gruenberger, direkt an dem Fluesschen Berchtesgadener Ach.

Wir, das waren vorerst Monika, DN6MP, Thomas, DH7TS und meine Wenigkeit Willfried, DD6UMW, liessen uns von einer lieb gewordenen Gewohnheit leiten: Immer wenn es in Richtung Alpen ging, egal aus welchem Grund, nutzten wir die Gelegenheit und fuhren schon eine Woche frueher hin, um die wunderbare Alpenlandschaft auf Schusters Rappen zu erkunden. Aber dazu werden wir spaeter etwas ausfuehrlicher berichten.
news8616So waren wir jedenfalls die Ersten vor Ort und hatten so die Gelegenheit, alle nach uns Kommenden zu begruessen. Zuerst konnten wir natuerlich die Organisatoren des Treffens, Hans, DF2MC und seine Frau Mitsuko, Kuni, DF2CW und Erika, DN2MCW begruessen. Wir hatten uns ein Jahr lang nicht gesehen und die Wiedersehensfreude war gross. Nach und nach trafen weitere JAIG-Mitglieder ein und das Hotel fuellte sich langsam.


Bevor es aber so richtig los ging, musste noch etwas geklaert werden. Zu Beginn unseres Treffens werden immer die JAIG-Fahne und – wenn vorhanden – die Flaggen der gastgebenden Stadt oder die Deutschlands und Japans aussen am Hotel oder einem anderen geeigneten weit sichtbaren Punkt angebracht. Eine zweite Fahnenkollektion wird in dem Veranstaltungsraum des Hotels befestigt, in dem Samstag die eigentliche JAIG-Versammlung stattfindet. So war es auch jetzt in Berchtesgaden, im Hotel Gruenberger. Nur – dank Erika und Hans – war es dieses mal doch etwas anders. Wie schon anfangs gesagt:
Dieses war das 22. Treffen seit Gruendung der JAIG. Und jedes Jahr wurde eine JAIG-Fahne aufgehaengt. Ich behaupte jetzt nicht, dass die bisherige JAIG-Fahne mindestens 22 Jahre alt ist und ich sage auch nicht, dass man ihr das inzwischen ansieht – nein.

Aber wir wissen doch, dass Frauen eine besondere Affinitaet zu modisch aktuellen Textilien haben. Und so war es nur folgerichtig, dass die bisherige JAIG-Fahne durch ein neues, modernes, in frischen Farben leuchtendes JAIG-Banner ersetzt wurde.

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So geschah es, auch wenn unser lieber Kuni-san im ersten Augenblick nicht so recht wusste, was fuer eine „Antenne“ er jetzt schon bekommen soll. Das Auspacken gestaltete sich etwas muehsam, aber nach dem Ausrollen des Fahnenpaares war die Freude gross.

 

Die meisten der Teilnehmer des Treffens waren bis Donnerstag mittag im Hotel eingecheckt, so dass der erste Programmteil unseres Treffens puenktlich beginnen konnte.

 

Der Donnerstag, 11. Mai 2006, nachmittags

news8618Es bildeten sich zwei Gruppen: eine fuhr auf den Obersalzberg und besuchte die Dokumentationsstaette mit einer Ausstellung ueber die Geschichte des Obersalzbergs und der NS-Diktatur im „dritten Reich“. Die zweite Gruppe fuhr hinauf zum Jenner, einem Bergmassiv von ca. 1874 m Hoehe. Dieser Gruppe schlossen wir uns an, denn den Obersalzberg kannten wir schon. Mit dem Bus fuhren wir in Richtung Koenigssee bis zur Talstation der Jenner-Seilbahn.

 

 

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Mit der Kabinenseilbahn schwebten wir grueppchenweise nach oben. Bereits unterwegs, aus der Kabine heraus, war es aufregend zu beobachten, wie unter uns Berg und Tal sich abwechselten. Aus der Vogelperspektive die Baumwipfel zu sehen, mal unmittelbar neben ihnen, mal weit ueber den Wipfeln. Immerhin haben die Baeume eine Hoehe von etwa 30–40m. Da mag es dem einen oder anderen schon ein bisschen im Magen gekribbelt haben. Aber oben an der Jenner-Berggaststaette angekommen, wurde man durch die unvergleichliche Aussicht wieder entschaedigt.

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Natuerlich sind auch hier, wie ueberall in den Alpen, die Alpendohlen, die sich frei und frech von den Besuchern einige Essenskruemel ergattern.

 

 


Einige konnten es sich nicht verkneifen, auf den Gipfel zu steigen. Es war schon ein wenig riskant, wenn man nicht das richtige Schuhwerk anhatte.
Nachdem alle Fotos geschossen wurden, alle die schoene Aussicht in sich aufgesogen hatten, ging es wieder abwaerts mit der Kabinen-Seilbahn.
Inzwischen waren noch einige Teilnehmer auch aus Japan eingetroffen.
Zum Abendessen trafen wir uns alle im grossen Saal des Hotels und hier holten wir die eine oder andere Begruessung der spaeter angereisten Teilnehmer nach.
So entwickelten sich nach dem Abendessen anregende Gespraeche zwischen den Teilnehmern des Treffens.

 

 

 

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Der Freitag, 12. Mai 2006

 

Am Freitag ging es mal nicht auf den Berg, sondern in den Berg. Wir besuchten das Salzbergwerk Berchtesgaden. Berchtesgaden und das Salzburger Land sind eng miteinander verbunden. Der Salzbergbau, die Salzgewinnung und der Handel mit Salz haben seit mehr als 500 Jahren die Entwicklung von Berchtesgaden und Salzburg bestimmt.
news8626Auch heute wird in dieser Gegend noch Salz abgebaut, allerdings mit modernen technischen Mitteln. Das Prinzip ist aber beibehalten worden: das Salz wir mit Hilfe von Wasser aus dem Berg geloest. Solange das Salz im Berg steckt, ist es steinhart und durch verschiedene Verunreinigungen dunkelgelb ueber rot bis grau gefaerbt.
Es durchlaeuft viele Bearbeitungsstufen, bis dann die bekannten hellbraunen oder weissen Kristalle auf dem Kuechentisch landen (Bad Reichenhaller MarkenJod-Salz....z.B.).

Und nun, ab in den Berg ....!

 

 

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Der Berg hat seine eigenen Gesetze. Die sollte man beachten. Und deshalb schluepfte jeder von uns in einen echten Bergmannskittel. Die Frauen in blau-weiss, die Maenner in blau-grau, damit man sie im Dunkeln besser unterscheiden kann, hi.

 

 

Mit einer Grubenbahn ging es dann abwaerts, 700 Meter in den Berg hinein.
Nachdem die Bahnfahrt zu Ende war, begann der wirkliche Spass!
Die Bahn fuhr also nicht tiefer hinein. Wir mussten zu Fuss weiter. Warum nicht, so konnte man sowieso mehr sehen. Aber was war das??

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Eine Rutsche? Eine Rutsche nach unten! Richtig, dazu hatten wir diesen Lederschurz bekommen. Der was also nicht vorne umzubinden, sondern hinten. Auf diesem Lederschurz sollten wir, sozusagen auf dem Hintern, nach unten rutschen. Tatsaechlich war es frueher so, dass die Bergleute die letzten Meter zu den Sinkwerken bis zur Ebene der Sohle auf diesen Holzrutschen nach unten glitten. Also, auf geht’s ...!



news8631Wir setzten uns immer in Gruppen zu vier oder fuenf Personen zusammen, schoen eng, hielten uns aneinander fest – wobei der erste Mann oder Frau sich nur zuruecklehnen konnte. Alle andern hatten ja einen Vordermann.
In meiner Gruppe war ich der Frontmann. Also hielten sich alle an mir fest. Dabei zogen die hinteren Leute so sehr an meinen Sachen, dass ich annehmen musste, sie wollten mir das Fell ueber die Ohren ziehen, hi. Wir kamen aber alle unbeschadet unten an und alle freuten sich ueber diesen Spass.


Vor hier ging es dann wirklich zu Fuss weiter durch das Labyrinth der Stollen.

 

 

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Ein fachkundiger Bergfuehrer und ein informativer Film ermoeglichte uns Einblicke in die interessante aber auch ein bisschen geheimnisvolle Welt des Salzbergbaus in Berchtesgaden.
Wieder hinauf ging es aber mit einem Tandemfahrstuhl, einem Fahrstuhl mit zwei versetzten Kabinen. In der oberen Stollenebene erwartete uns wieder die kleine Grubenbahn, die uns zurueck ans Tageslicht brachte. Das war eine tolle Reise!

 

 

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Auf dem Rossfeld

Nach dieser Fahrt in die Tiefe ging es jetzt wieder in die Hoehe. Mit dem Bus fuhren wir ueber die Panoramastrasse auf das sogenannte Rossfeld. Das ist eine relativ ebene Bergkuppe in 1600m Hoehe, von der man einen grandiosen Blick hat. Man schaut auf der einen Seite zum Obersalzberg und nach Berchtesgaden und auf der anderen Seite ins Salzachtal bis Salzburg. Und wir hatten hervorragendes Wetter.

 

Nachdem wir uns satt gesehen hatten, ging es wieder abwaerts. Eine Fahrt wie diese macht auch hungrig und deshalb kehrten wir erst noch zum Mittagessen in das Gasthaus Waldstein ein, bevor es dann weiterging Richtung Koenigssee.


Der Koenigssee liegt im Herzen des Nationalparks Berchtesgaden und gilt als der einzige fjordartige See Mitteleuropas. Mit seiner Tiefe von ca. 200m und seinem kristallklaren Gletschereis-Wasser gehoert er zu den saubersten Seen Deutschlands.

In diesem See darf nicht gebadet werden, kein privater oder Urlauber-Bootsverkehr ist erlaubt. Kein Abwasser verunreinigt den See. Nur die Tourismus-Boote und behoerdlicher Bootsbetrieb ist erlaubt, aber mit der Einschraenkung: Es darf nur ein Elektromotor als Antrieb verwendet werden. Ja, hier herrscht Ordnung! Nur so geht’s!

 

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Also, wir sind mit dem Bus bis Schoenau/Koenigssee gefahren, fast bis an die Bootsanlegestelle. Hier hiess es erst mal warten.
news8638Schliesslich ging es dann doch auf’s Schiff.
Ohne stoerende Motorgeraeusche, nur mit dem Wind, dem Wasserrauschen und dem bajuwarischen Dialekt des Bootsfuehrers glitten wir ueber den ruhigen See in Richtung St. Bartholomae.

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Dieses winzige Oertchen am Ufer des Koenigssees, am Fusse der steilen 1800m hohen Ostwand des Watzmann ist Wallfahrtsort und Touristenattraktion gleichermassen.

 


news8639Wir hatten leider zu wenig Zeit, sonst waere ein Abstecher ringsum in die Berge ein lohnendes Abenteuer gewesen.
Aber wir mussten zurueck zum Ausgangspunkt unserer Bootsfahrt nach Schoenau/Koenigssee. Bevor wir aber mit dem Bus wieder ins Hotel fuhren, haben wir noch einmal die Einkaufsmeile von Schoenau besucht und das eine oder andere Andenken mitgenommen.

 

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Mit dem Bus waren wir dann wieder schnell im Hotel Gruenberger, denn es wartete ein leckeres Abendessen auf uns. Auch der anschliessende allabendliche „Talk am Bier“ bot Moeglichkeiten zu interessanten Gespraechen.

 

 

 

Der Samstag, 13. Mai 2006

...uno dies in juvavum ... so aehnlich wuerde man formulieren, wenn man zu Kaiser Claudius’ Zeiten, etwa 45 n.Chr., einen Tag in Salzburg verbringen wollte. Bereits zu der Zeit gab es die Niederlassung, die sich dann seit dem Jahre 750 Salzburg nennen durfte. Wir aber fuhren mit dem Bus in die Stadt Mozarts, in die Stadt der Mozartkugelerfinder, der Stadt an der Salzach. Dort angekommen wurden wir von einer Stadtfuehrerin empfangen, die uns dann eine gute Stunde durch die Altstadt von Salzburg begleitete.

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Mozartplatz

Residenzplatz

Blick zum Rathaus



news8647news8649Natuerlich waren wir auch in der Strasse, in der Mozarts Geburtshaus steht: Getreidegasse Nr. 9!
Und das kleinste Haus der Stadt, in dem je Menschen gelebt haben. Jetzt ist da ein Souvenirladen eingerichtet.

Erwartet bitte nicht, dass ich jetzt Salzburg beschreibe. Wie lange soll das denn dauern? In der Altstadt muss man jede Gasse erwaehnen, weil da irgend ein beruehmter oder mindestens bekannter Mann oder bekannte Frau gelebt, gewohnt oder sonst wie gewirkt hatte, z.B. der Herr Doppler, Christian. Ach ja, der Dopplereffekt.

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Makartplatz 1
Geburtshaus von Christian Doppler

 

 


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Die Festung Hohensalzburg - maechtig gewaltig thront sie ueber der Stadt.

 

 

news8652Die Franziskanerkirche, eine der aeltesten Kirchen Salzburgs oder der Dom im fruehbarocken Baustil mit roemischen Einfluessen erbaut – fantastisch! Endpunkt der Fuehrung durch die Altstadt war der Mirabellgarten.

 

 

 

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Im Mirabellgarten

 

news8654Nach der offiziellen Fuehrung nutzten wir die verbliebene Zeit, um auf eigene Faust die Altstadt zu erkunden. Aber zuerst wollten wir etwas essen. Und wie es der Zufall so will, kamen wir an einem sehr japanisch aussehenden Restaurant vorbei. Was heisst vorbei, wir gingen ganz zielsicher hinein. Das war genau das, was wir jetzt brauchten. Wir blieben aber nicht lange allein. Na wen wundert’s ....? Es hat uns lecker geschmeckt und vor allen Dingen gab es hier japanisches Bier, ....hm!


Nachdem wir uns derart gestaerkt hatten, schlenderten wir langsam zum Sammelpunkt fuer die Abreise zu unserem naechsten Ziel. Unser Sammelpunkt war der Mozartplatz.
news8656Auf der einen Seite des Platzes standen die Autotaxis. In der Mitte stand Mozart, natuerlich auf einem Sockel und blickte auf uns herab. Auf der anderen Seite, mehr zum Residenzplatz hin, standen die Fiaker.
Man koennte ja mit so einem Fiaker mal ...... - nichts da, wir muessen weiter!
Na gut, das naechste Mal ....!


Unser neues Ziel war das Lustschloss Hellbrunn. Dieses Schloss diente einst dem Erzbischof Markus Sittikus – nein, nicht zum Residieren oder gar Regieren – nein, zum Vergnuegen liess er es errichten. Ja, ja, auch ein Erzbischof wollte seinen Spass haben.

 

 

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Hier feierte er und trieb so manchen Spass mit seinen Gaesten. Er liebte die Wasserspiele und so kann man gar manche feuchte Ueberraschung erleben, wenn man sich dem Vergnuegen gedankenlos hingibt.

 

Nach soviel Wasserspass, einigen feuchten Hosen und Schuhen, fuhren wir wieder zurueck nach Berchtesgaden. Denn heute Abend ist die offizielle JAIG-Veranstaltung.


Die Abendveranstaltung

Der Ablauf der Abendveranstaltung ist bereits Tradition. Jeder macht sich noch ein wenig schicker, als sonst zum Abendessen und wie zum Treffen einer Oscar-Verleihung begeben wir uns, jedes mal wieder ein bisschen aufgeregt, zu unseren Tischen. Obwohl wir gar nicht die Organisatoren sind, kribbelte es irgendwie in der Bauchgegend. Da wir Berliner es schon selbst zweimal gemacht haben, koennen wir uns sehr gut in die Lage von Hans und Mitsuko Graf hineinversetzen.
news8661Nach dem Abendessen wurde es dann ernst.
Hans begruesste uns ganz offiziell zum 22. JAIG-Treffen in Berchtesgaden und Mitusko fand die passenden japanischen Worte fuer unsere japanischen Freunde.
Wie immer ist der Hauptredner des Abends Kuni-san. Diese seine Rede und spaeter auch die der anderen Akteure mit Mikrofon waren aber durch eine kleine technische Besonderheit gekennzeichnet: Alle Redner benutzten ein drahtloses Mikrofon. An sich nichts besonderes. Aber dieses war von Kuni selbst gebaut worden. Also, nicht wundern, wir sind Funkamateure. Da kommt so was schon mal vor, hi!

Traditionell wurde auch dieses mal wieder der JAIG-Preis verliehen. Der Preis ging nach Japan. Empfaenger sind OM Jiro MIYOSHI, JA3UB, #421 und XYL Kyoko MIYOSHI; JR3MVF, #422 aus Osaka.


news8662Mit einer Schweigeminute wurde auch an die JAIG-Freunde gedacht, die uns fuer immer verlassen haben – silent key:

Siegfried - DK6PK
Hara-san - JA3BAG
Sato-san - JA0KG

Ihr Vermaechtnis tragen wir als aktive Funkamateure weiter in alle Welt.

 

 

Der Hoehepunkt des Abends war jedoch ohne Zweifel der kulturelle Teil.
Der rein optische Eindruck war zuenftig und wirklich nett anzuschauen. Denn fuer die musikalische Unterhaltung sorgte die Familie Schnell aus Wagrain im Salzburger Land mit alpenlaendischer -Stubenmusi-, die mit viel Applaus bedacht wurde.
news8663Fuer das voellig verdorbene Berliner Ohr war es im ersten Moment gewoehnungsbeduerftig. Aber - das Auge nascht ja mit! Und zu schauen gab es halt auch was. Die kleine Familienkapelle bestand aus Vater, Mutter und zwei Toechtern. Die wiederum waren nett anzuschauen und anzuhoeren. Und ausserdem verstanden sie ihr Handwerk ausgezeichnet. Ich habe mir jedenfalls eine CD mitgenommen. Wer weiss ...!

 

 


news8664Sie haben spaeter dann auch zum Tanz aufgespielt und die Teilnehmer des Treffens waren begeisterte Taenzer.
news8665Da war der ehemalige Bergbau-Ingenieur Hans-Otto, DF8PO, der uns eine tragik-komische Liebesgeschichte aus dem Bergmannsleben des 19. Jahrhunderts vortrug. Danach wurden wir ueberrascht von der Familienkapelle aus Wagrain. Sie spielten ein traditionelles japanisches Bergmannslied. Da sprangen alle Japaner auf und sangen und tanzten mit. Das war eine Stimmung...!

 

 

news8666Na, und selbstverstendlich durfte er auch nicht fehlen: der gemeinsame Gesang eines japanischen und eines deutschen Volksliedes. Und dafuer hatten wir jemanden besonders Preadistinierten: OM Miyamoto, JE3BEQ, (unter uns: der Karaoke-Koenig von Osaka – JAIG-Treffen 2004 in Japan). Er hatte seinen leuchtenden Dirigentenstab mit und da gab es kein Entrinnen.
news8667Wir sangen gemeinsam -Glueckauf, der Steiger kommt....-, alle 6 Strophen und wir sangen natuerlich das -Heideroeslein- auf deutsch und japanisch. Ich vermute, wir sangen es gleichzeitig, denn ich habe so laut gesungen, dass ich die anderen gar nicht gehoert habe, hi. Hoffentlich hat das niemanden gestoert.


Aber es war offensichtlich: Allen hat es riesigen Spass gemacht. Hans und Mitsuko, Kuni und Erika haben wieder ein grossartiges Treffen organisiert.

 

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Natuerlich vergassen wir auch nicht, uns bei unseren Gastgebern, dem Hotel Gruenberger, zu bedanken. Sie boten uns einen wunderbaren Service in einer herrlichen Umgebung.


Auch das schoenste JAIG-Fest geht mal zu Ende. Ein bisschen kaputt, aber irgendwie doch zufrieden fielen wir in unsere Betten ....

 

 

 

Der Sonntag, 14. Mai 2006

Nach dem Fruehstueck setzte leider und gezwungenermassen die Abreise-Unruhe ein. Es gab welche, die abreisen mussten, weil am naechsten Tag der Job sie wieder voll fordern wird. Dazu zaehlten wir auch.

news8669Andere mussten wieder irgendwie auf die andere Seite des Planeten kommen. Nach Japan braucht man auch ca. 11-12 Std.
news8670Wieder andere blieben noch ein paar Tage. Die konnten sich jetzt in aller Ruhe auf wunderbar erholsame Tage freuen.


Leider musste das uebliche JAIG-Net, sonntags ab 10.00 h MESZ, ausfallen, weil es keine Gelegenheit gab, hier eine Funkstation zu betreiben. Abgesehen davon liegt Berchtesgaden funkphysikalisch gesehen in einem Kessel, umgeben von Bergen und Felsen mit Hoehen von 2000-2600m.

Es gibt auch in Berchtesgaden Funkamateure. Wir haben zwei Antennenanlagen identifizieren koennen, die zweifelsfrei Funkamateuren gehoeren. Aber Kontakt haben wir zu Ihnen nicht bekommen.

Dafuer hat unsere JAIG-Gemeinde wieder ein Mitglied dazu bekommen. Das derzeit juengste Mitglied mit der Nr. 513 heisst Arianne und ist uns aelteren Mitgliedern auch schon lange bekannt als die Tochter von Maribel und Christian, DL7QW.
Arianne hat auch bereits unter dem Ausbildungsrufzeichen DN6QO ihre ersten QSO’s gefuehrt, natuerlich mit japanischen Funkamateuren. Na, darauf kann man doch stolz sein.

Nun auch fuer uns Berliner war es langsam Zeit, sich zu verabschieden. Abschiednehmen ist immer eine schwierige Sache. Man moechte sich viel oefter sehen, aber jeder weiss, dass es nicht immer so geht. Und das ist das traurige daran.

Wir verliessen das Hotel Gruenberger mit ein bisschen Wehmut, denn es war schoen hier. Mit dem GPS-Geraet vor Augen traten wir die Heimreise an.

 

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HAM Radio 2006 in Friedrichshafen

# 018 - Kuni - DF2CW und #420 - Erika

Die HAM Radio lockte uns - wie jedes Jahr wieder - nach Friedrichshafen. Bei strahlendem Wetter starteten wir - dieses Mal nur zu zweit - am Donnerstag von Muenchen und wurden auch am Bodensee von herrlichem Sonnenschein empfangen. Wir bezogen unser Quartier und machten einen Spaziergang zum See und anschliessend gab es ein gemuetliches Abendessen in unserem Stammlokal.

Am Freitagmorgen nach dem Fruehstueck ging es in Richtung Messehalle. Es gab noch genuegend Parkplaetze, was uns ein wenig verwunderte. Die Wartezeit an der Kasse war relativ kurz und so konnten wir recht schnell in die Hallen.

Der erste Eindruck war: weniger Aussteller und auch weniger Besucher. Man konnte sich ohne Gedraengel durch die breiteren Gaenge bewegen, in Ruhe informieren und unterhalten. Nach dem ersten Rundgang gingen wir zum verabredeten Treffpunkt, das war
- wie all die Jahre - das Restaurant im Obergeschoss. Gegen Mittag kamen dann einige Freunde, um uns zu begruessen und zu plaudern. Zum Abendessen in Fischbach hatten wir in unserem Stammlokal den Tisch bereits reserviert und sassen in einer kleinen, netten Runde zusammen.

 

Am Samstag wurden wir - sozusagen weitab vom Schuss - auf einen Parkplatz geschickt und mussten dann den Pendelbus benutzen. Das funktionierte reibungslos, es war nur ungemuetlich heiss!!

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Jim, JA9IFF im Kreise einiger JAIG-Freunde

Gegen Mittag kam unser Freund Nakajima-san, JA9IFF aus Zuerich mit dem Auto zu uns nach Friedrichshafen. Darueber haben wir uns natuerlich sehr gefreut und wir haben einige nette Stunden zusammen verbracht.

Wie man der TN-Liste entnehmen kann, waren auch weniger JAIG-Mitglieder in Friedrichshafen. Ob die Fussball-WM eine Rolle dabei spielte – wer weiss? Die Fussballbegeisterten konnten sich aber im Foyer via grossem Bildschirm ueber den Stand der Dinge informieren und die Spiele ansehen.

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Das Clubrestaurant in Fischbach war auch am Samstag unser Ziel zum Abendessen und eine kleine, froeliche Runde fand sich trotz Fussball-WM zusammen. news8675Der anschliessende Spaziergang am Seeufer bei einem wunderschoen gefaerbten Abendhimmel tat uns allen gut.

Am Sonntag ging es dann wieder ganz gemuetlich zurueck nach Muenchen. Also dann, bis zum naechsten Jahr!

 

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Pachinko

# 190 - Thomas Krueger - DH5MM

Pachinko ist eine Mischung aus einem Geldspielautomaten und einem senkrechten Flipperautomaten, die in Japan sehr populaer ist.

Da in Japan keine Spielkasinos erlaubt sind und Wetten ausschliesslich bei Pferde-, Rad- und Bootsrennen gestattet sind, erfreut sich das legale Pachinko-Spiel grosser Beliebtheit. 15 Mio. Japaner suchen die Pachinko-Hallen regelmaessig auf. Sie geben jaehrlich ca. 250 Milliarden Euro fuer das Pachinko-Spiel aus. In Japan gibt etwa 16.000 Pachinko-Hallen und schaetzungsweise 34.000 Berufsspieler, von denen manche pro Monat bis zu 2500 Euro gewinnen sollen, andere geben vor, ueber 100.000 Euro eingestrichen zu haben.

Wie funktioniert Pachinko?
Der Spieler kauft eine Anzahl (ueblicherweise Hunderte oder gar Tausende) kleiner Metallkugeln, fuellt diese oben in das Geraet und kann dann nur noch zusehen und mit einem Hebel bestimmen, wie schnell diese auf das Spielfeld geschossen werden. Der Strom der Kugeln faellt durch ein Labyrinth aus Stiften, Kanaelen und Klappen nach unten. Die meisten Kugeln verschwinden als Nieten, aber immer wieder faellt auch eine in eines der Spezialloecher, was eine der folgenden Wirkungen hat: Es wird eine bestimmte Menge an neuen Kugeln ausgegeben. Das Labyrinth wird fuer eine kurze Zeit umkonfiguriert, so dass sich groessere Gewinnmoeglichkeiten auftun. Es wird der in der Mitte des Spiels eingebaute, einem Geldspielautomaten aehnelnde Mechanismus ausgeloest, der dann einen unterschiedlich grossen Gewinn (in Form neuer Kugeln) ausschuettet.
Pachinko-Automaten funktionierten anfangs rein elektromechanisch und hatten keinen Geldspielautomaten-Teil. Letzterer kam dann zuerst ebenfalls in Form des klassischen Drei-Rollen-Systems dazu, wird aber heutzutage durch massiven Einsatz von Computertechnik immer komplexer und dominiert das Spielgeschehen geradezu. Statt mechanischer Anzeigen herrschen LCDs vor, auf denen mit Maskottchen und verschiedensten Symbolen teilweise richtige kleine Geschichten erzaehlt werden, die mit Erfolg (Gewinn) oder Niederlage enden.
news8677Da in Japan ein allgemeines Geldspielverbot besteht, gibt es keine Geldpreise. Der Gewinn, der ja nur aus weiteren Metallkuegelchen besteht, kann lediglich in Sachpreise wie Feuerzeuge oder Parfumflaeschchen eingetauscht werden. Jedoch gibt es bei sehr vielen Pachinko-Spielhallen in der Naehe einen Laden, wo bestimmte Sachpreise wiederum in Bargeld umgesetzt werden koennen, eine legale Grauzone, die oft mit der Yakuza in Verbindung gebracht wird. Alternativ koennen die Spielkugeln in eine Art "Kugelbank" eingezahlt und spaeter fuer eine Fortsetzung des Spiels wieder abgehoben werden.
Pachinko-Spielhallen mit Dutzenden oder Hunderten von Automaten finden sich heute ueberall in Japan. Die Hallen sind bunt, ziemlich verraucht, und durch das Gerassel der vielen Kuegelchen sowie die Ansagen grosser Gewinne oder Sonderaktionen durch Angestellte sehr laut. Pachinko wird von Maennern und Frauen gleichermassen gespielt, und es gibt sogar eigene Manga-Magazine, die sich ausschliesslich mit Pachinko befassen.

Kritik
Immer mehr Japaner verspielen regelmaessig grosse Summen in den Pachinko-Hallen. Manche haben sich dafuer hoch verschuldet und vernachlaessigen ihre Familie und ihren Beruf.

In letzter Zeit wird zunehmend berichtet, dass Kleinkinder, die von ihrer spielsuechtigen Mutter im Auto auf dem Parkplatz vor Pachinko-Hallen zurueckgelassen wurden, umgekommen sind. In den letzten Jahren sind allein 18 Kinder durch Hitzschlag ums Leben gekommen. Ein Kind soll auf dem Parkplatz, auf dem es zurueckgelassen wurde, ueberfahren worden sein. Seit diesen schlagzeilentraechtigen Vorfaellen gibt es auf einigen der betroffenen Parkplaetze regelmaessige Patrouillen.

 

 

 

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