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Nur noch .....

ein paar Tage .....

dann ist es soweit!

Weihnachten und

Jahreswechsel

 

stehen vor der Tür ...

 

 

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news8402.... und wir wollen unseren Freundinnen und Freunden in aller Welt eine schoene Weihnachtszeit und ein gutes, gesundes Neues Jahr wuenschen.

Euer Redaktionsteam

Kuni, DF2CW und Erika

 

Es sind wieder Spenden eingegangen, fuer die wir herzlich "DANKE" sagen wollen.

Für diese Ausgabe haben wir aus Japan Berichte erhalten ueber die wir uns besonders gefreut haben. Denn - Beitraege sind leider Mangelware geworden und so werden unsere News immer "duenner" und weniger – schade. Gibt es denn wirklich nichts mehr zu berichten oder was sind die Gruende dafuer? Nun vielleicht rafft sich der eine oder andere dazu auf, mal wieder ueber eine nette Begebenheit zu erzaehlen.

Achtung - Hinweis:
Bitte an die Anmeldungen fuer unser Treffen 2006 in Berchtesgaden denken, Anmeldeschluss ist der 14. Januar 2006.

Beim Versand der News - ob per e-mail oder Post - kommt es immer wieder vor, dass wir Ruecksendungen erhalten. Bitte Aenderungen der QTH oder e-mail Adressen mitteilen. Wenn die Veroeffentlichung in der Mitgliederliste nicht gewuenscht wird, bitte kurz vermerken, wir werden dies selbstverstaendlich beruecksichtigen.

 

 


 

Ein zufaelliges Eyeball-QSO mit LU6UOA

JR0DLU #086 / JI0SBR #361 - Tadashi / Hiromi Ohori

Diese Beitrag wurde uns in deutscher und japanischer Sprache zugesandt

Vom 17. bis 25. Juni reisten wir mit dem Mietwagen durch Norwegen. In der kleinen Stadt Hoenefoss, die 40km nordwestlich von Oslo liegt, haben wir eine schoene Ueberraschung erlebt. Am diesen Tag wollten wir eigentlich bis nach Oslo fahren, aber wir entschieden in Hoenefoss zu uebernachten, weil wir schon muede von der langen Autofahrt von Jostedals waren.

news8403Nach dem Check-In im Hotel, fanden wir am Himmel eine von der Abendsonne beschienene schoene R8 Antenne, als wir einen Stadt-Bummel machten. Es gibt einen beruehmten Liedertext des japanischen Saengers Kyu Sakamoto, "I look up when I walk, so the tears won't fall (eng.)" . Wir dagegen, blicken immer zum Himmel um Antennen zu finden, wenn wir gehen. Fuer Funkamateure sind die Antennen der anderen Funker immer interessant. Diese Antenne war an der Aussenwand des ersten Stockwerkes mit den Ankern festgemacht. Wir verfolgten das Antennenkabel und fanden ein grosses Fenster, hinter dem vielleicht ein Funkamateur seinen Funkraum benutzte. Waehrend wir diese Antenne ansahen, kam ein Jeep in den Garten herein. Aus dem Wagen stiegen ein Ehepaar, Bewohner dieses Hauses, und ein grosser schwarzer Hund. Sie kamen gerade vom See, in der Naehe Ihrer Wohnung zurueck. Sie sind nach Ihrer Arbeit mit dem Boot auf dem See gefahren , um den kurzen Sommer zu geniessen.

Sie sahen uns verwundert an, weil unbekannte Auslaender den Garten betreten hatten und die Lage sichteten . Ich sagte langsam, "Wir sind Touristen aus Japan. Sind Sie ein Funkamateur?" In dem Augenblick, als ich ihn fragte, aenderte sich ihr Gesichtsausdruck. " Doch! Ihr auch ?" Gerade jetzt ist unser Eyeball QSO entstanden.

Sie luden uns in ihr Haus sehr freundlich als die ersten HAM-Gaeste aus JA ein und wir unterhielten uns bei Kaffee und Kuchen. Man sagt, es gibt keine Grenze fuer Funkamateure. Das stimmt!.

news8404Sein Rufzeichen ist LA6UOA, Name Trygve. Seine Frau heisst Elin. Er sagte, er hat vor ein paar Wochen die HF Lizenz bekommen und er war sehr aktiv.

In seinem Funkraum befindet sich ein japanischer HF Tranceiver von Kenwood und ein praktisches PC-System, damit man direkt von einem Cluster-Frequenz QSY machen kann. Er sagte, er waere auch sehr aktiv mit den Freunden des oertlichen Clubs, aber er konnte leider noch nicht mit JA-Stationen QSO machen, weil die HF-Uebertragungskondition momentan sehr schlecht ist. Er erklaerte seinen Antennenbau und dass er viel Muehe hatte, um die R8-Antenne zum Stehen zu bekommen, weil die Antenne wegen der an der Spitze gelegenen Spulen ein grosses Gewicht hatte.

 

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Es war fuer uns voellig unerwartet, dass wir waehrend der Reise in Norwegen solches schoenes Treffen erleben durften. Wir versprachen uns, dass wir uns in naher Zukunft per Funk wiedertreffen. Auf diese Wellenkonditionen muessen wir vielleicht bis zum Herbst warten aber wir warten gerne darauf.

Also, gehen wir weiter mit Augen nach oben gerichtet, um Antennen zu finden!

 

 


 

HAM FAIR 2005

JR0DLU #086 / JI0SBR #361 - Tadashi / Hiromi Ohori

Diese Beitrag wurde uns in deutscher und japanischer Sprache zugesandt

news8408Am 20. und 21. August, es waren sehr heisse Sommertage in Japan, fand in Tokio-Bigsight die jaehrliche Messe "HAM FAIR" statt. Nach Verlautbarung des JARLs, erreichte die Zahl der Besucher an beiden Tagen ca. 29.000. Erfreulicherweise war die Besucherzahl 2.000 hoeher als letztes Jahr. Wir hatten dort wie jedes Jahr einen kleinen Stand, wo uns waehrend der Messe viele Freunde besuchten.

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Antenne fuer Sonder-Station ¨8J1A¨

 

Am Samstagabend fand in einem Lokal in Shinbashi JAIG/JANET-Treffen statt. 25 Freunde nahm daran teil. Als Auslaender kamen OM Tsuruta san (ZL2PGJ) aus Neuseeland, OM Sohma san (KH6JA) aus Hawaii und OM Kuroda san (3V2AA) aus Vietnam, der immer das starke Signal nach Japan sendet.

 

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Gruppenfoto in einem Lokal in Shinbashi - (Foto: JA1FY)

 

Waehrend der zwei Tage hatten wir viele Gaeste. Aus DL/Salzkotten-Scharmede besuchte uns OM Waldemer san (DK3VN). Er ist OM Hiroshima sans (JA1BNW) Freund und hat ihn durch einem RTTY Contest kennengelernt. Er besuchte Japan um nur die HAM FAIR zu besuchen. Unser rechter Nachbar war IOTA-Stand. Am Stand haben OM Nakajima san (JA9IFF) , OM Arakawa san (JA3AER) und OM Funaki san (JI3DST) gearbeitet.

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JA2ARM JA3DO JI0SBR JE1BQE
- JAIG Stand -

JI0SBR DK3VN JA1BNW
- JAIG Stand -

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JA2ARM JA1BNW JA2GAF ZL2PGJ JA1PTI
- JAIG Stand -

JA9IFF JI0SBR JI3DST JR0DLU JA3AER
- IOTA Stand -

In diesem Jahr konnten wir in der Halle Ehepaar Nishiyama san (JR0BAQ u. JF0KYK) treffen. Sie sind auch Mitglieder von JAIG und bekannt dafuer, dass sie vor einigen Jahren beruflich in Ireland wohnten und von dort mit EI8JC und EI8FOB sehr lebhaft operierten. Es war fuer uns der erste EYE-BALL-QSO, obwohl wir in gleichen HOME-QTH wohnen und uns fast jedes Jahr am 1. und 2. Januar beim "New Year Party Contest" auf VHF treffen. Sie hatten auch einen Stand mit ihren Freunden und wir machten ein paar Fotos mit ihnen.

 

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JF0KYK(EI8FOB) JR0DLU JR0BAQ(EI8JC)

JF0KYK(EI8FOB) JI0SBR JR0BAQ(EI8JC)

HAM FAIR wird im naechsten Jahr auch zwei Tage in Tokio-Bigsight stattfinden.
Also, treffen wir uns wieder beim HAM FAIR im naechsten Jahr!

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Meine Mikrowellen QSO

Mikrowellenfunk-Aktivitaeten in Japan

#374 Takashi Noda JA1FY

1. Vorwort

Es ist nicht so lange her, dass ich versuchte, mit Mikrowellenfunkverkehr anzufangen. Davor hatte ich seit 1977 mit der Frequenz im 1,2GHz-Band aus Ichikawa (meine alte QTH) QRV. Seit ich nach Chiba umgezogen bin, habe ich ein s.g. e-QSO per Internet. Damit hatte ich mit VK, ZL, DL, und W Verbindungen.
Die Mikrowellenfrequenz von 5,6GHz wurde im Maerz 2003 in Betrieb genommen. Es gab jedoch bis jetzt lediglich 44 Verbindungen.
Warum habe ich diese "Mikrowellen" angefangen? Es hat keinen besonderen Grund. Wenn ich so sagen darf, hat sich im Laufe der Zeit Stueck fuer Stueck in meiner Funkbude angesammelt.
Als Anfaenger im Mikrowellenbereich kann ich nicht so gut ueber die Technik schreiben, da gibt es viele Spezialisten. Trotzdem moechte ich die Zeilen schreiben, weil Kuni mich gebeten hat. Wenn dies ein Anstoss waere, unseren Freunden einen Anreiz zu geben, freue ich mich sehr, einen Beitrag fuer die JAIG News zu schreiben.


2. Meine Funkeinrichtungen

a. System 1,2GHz

Als Hauptanlage benutze ich einen Transceiver FT-736MX. Der hat als Standardeinrichtung ein 144MHz Band und 430MHz Band mit jeweils einer HF-Ausgangsleitung von 25W. Betriebsmode FM, SSB, und CW.
Ausserdem habe ich zwei Module eingesetzt, naemlich 50MHz und 1,2GHz mit jeweils 10W Sendeleistung. Fuer 1,2 GHz benutze ich eine 25 Elemente Loop-Yagiantenne. Den Antennenmast kann ich bis auf eine Höhe von 25m schieben. Das Speisekabel ist 45m lang (10D2V). Ich verwende dieses Kabel, obwohl es relativ grossen Verlust hat, aber es ist leicht beweglich. Wie bekannt, leidet die mechanische und elektrische Stabilitaet durch oftmaliges Betreiben des Schiebemastes. Um den Kabelverlust auszugleichen, habe ich einen Vorverstaerker in einem wasserdichten Gehaeuse an den Antennen angebracht. In diesen Verstaerker wurde ein Poweramp integriert (GTR-1200 von Fa. Maki). Deshalb nennt man dies "Linipuri". Die Betriebspannung 13,8V wird von meiner Funkbude gespeist.

b. Feststation 5,6GHz Anlage

Als einen 5,6GHz Transverter benutze ich ein UTV-5600BIIP von Fa. Maki mit einer Eingangsfrequenz von 1,2GHz, der direkt an der 70cm Gitterparabol-Antenne in einem wasserdichten Gehaeuse untergebracht ist. Als Erreger benutze ich das FT-736MX.
Wenn ich mit meine Freunden Verbindung haben will, stelle ich vorab eine "grobe" Funkrichtung fest, da beides Feststationen sind. Kleine Korrekturen sind immer notwendig. Wenn wir in mobilweise Funkverbindung betreiben wollen, nehme ich als Verbindungsfrequenz 1,2GHz, damit ich die Antennenrichtung leichter feststellen kann.

c. Tragbares System 5,6GHz

Ebenso nehme ich das UTV-5600, jedoch als Erreger einen 430MHz Transceiver. Dafuer nehme ich ein FT-817 Mobilgeraet. Die Antenne ist ein 25cm Gitter-Parabol mit Horn-strahler. Als Vorabverbindung bereite ich ein TH-59 mit der Frequenz von 1,2GHz, Sende-leistung 1W FM vor und dazu eine 10 Elemente Loop-Yagi. Diese Antenne wird zur 5,6GHz Parabolantenne mechanisch in dieselbe Strahlungsrichtung angeordnet (Foto 3).


3. Meine QSO Erfahrungen

a. Outdoor Operation

Am 9. Maerz 2003 hat ein Demonstrationsbetrieb in einem Techno-Garten in der Stadt Kisarazu (Praef. Chiba) im Rahmen des JARL-Jahrestreffens in der Gruppe Chiba stattgefunden. Dazu hatte ich eine tragbare 5,6 GHz-Anlage mitgenommen. Damit habe ich eine QSO mit meinem Freund OM Kawamura (JA8GY/1) gehabt. Seine Station befand sich ausserhalb der Parkanlage. Es war meine erste QSO in 5,6GHz Band. Beide Stationen lagen innerhalb des Sichtbereichs. Daher konnte man leicht die Strahlungsrichtung einstellen. Ausserdem war der Durchmesser der Parabolantennen so klein und die Strahlungskeule relativ breit. Wir haben zum ersten Mal erfahren, dass die Sende- und Empfangsfrequenz nicht uebereinstimmte. Die Ursache war die unterschiedliche Oberwellen-Abstimmung der beiden Anlagen. Als Abhilfe wurden die Frequenz-Abstimmknoepfe des Erregers genau eingestellt.

Danach habe ich einmal an einem Mikrowellen-Wettbewerb teilgenommen. Meine Station war im obersten Stock eines 50stoeckigen Hochhauses, namens Makuhari-Prince-Hotel. Von dort erreichte ich Hakone, Oyama und Yokohama. Es waren erfolgreiche Verbindun-gen. Nach dieser Erfahrung habe ich ein Eindruck gehabt, dass es fuer den Betrieb in diesem Band sehr guenstig ist, einen hohen Standpunkt und freie Sicht zu haben. Wenn diese Bedingungen gegeben sind, ist es relativ einfach, die Verbindung herzustellen.

Ich errinnere mich noch an eines. Es war eine froehliche, ungezwungene Outdoor Opera-tion mit meinen Freunden auf dem Aufsichtsturm in einem Park der Stadt Kimizu. (Foto 4)


b. QRV aus Feststation

Es war im Mai 2005. Meine Feststation war gerade fertig eingerichtet. Ich hatte mit OM Tamagawa (JH1AOY, auch eine Feststation) eine erste Verbindung (5,6GHz Band) von meiner Feststation. Die Entfernung zwischen beiden Stationen betrug ca. 40km und es gab ein Hindernis, einen s.g. Funkschatten. Zuerst haben wir die Verbindungsrichtung mit der Frequenz 1,2GHz getestet. Es war meine erste DX(?) Erfahrung mit Mikrowellen-QSO‘s. Deshalb habe ich OM Tamagawa gebeten, dass er mein Dauer-Signal empfangen soll. Er hat mein Signal erkannt, sogar die Abweichung von meiner Sendefrequenz gemessen. Danach habe ich das Signal von OM Tamagawa empfangen und die Antenne auf seine Richtung eingestellt. Mein Antennen-Rotor drehte sich zu schnell. Das exakte Abstimmen der Antennenrichtung machte grosse Muehe, was fuer den Kurzwellenbereich nicht der Fall ist. Es dauerte ca. 30min. Schliesslich hatte wir mit dem Report RS56, od. 54 stabile Verbindung gehabt. Wenn ich die Richtung der Antennen betrachte, war es eine reflektierende Welle, keine Direktverbindung.

Am naechsten Tag hatte ich mit OM Yasuda (JL1HHN), der in Stadt Kisarazu wohnt, eine Verbindung. Von mir bis Kisarazu betraegt die Entfernung ca.33km und zum grossen Teil liegt das Meer dazwischen. Man denkt, eine Ausbreitung ueber dem Meer ist einfach zu ueberbruecken. Aber es war schwieriger als innerhalb der Landverbindung. OM Yasuda hat sogar die Elevation der Antennen eingestellt. Es war RS53, 52. Am 4. Juni war ein All- Nippon-Mikrowellen Fieldday. Die Stationen mit OM Ohta (JA1ELV/2, QRV von der Mitte des Mt. Fuji), OM Kumanotani (JF1TPR/2,QRV von der Spitze des Mt. Fuji), und OM Kawamura (JA8GY/1, QRV vom Berg Hangetsu in Nikko). Alle QSO‘s waren Direktverbindungen und die Entfernung betrug ca.130km. Nach den QSO‘s habe ich ein Programm, namens Kaschmir, das fuer Bergsteiger entwickelt wurde, ueberprueft, da eine Verbin-dungsrichtung mit dem Mt. Fuji Sued-Sued-West war. Normalerweise sollte sie aus Westen kommen. War es doch ein reflektierendes Signal? Das Programm Kaschmir zeigte kein Hindernis. Es koennte sein, dass ich ein reflektierendes Signal empfangen habe, weil in ca.100m an der West-Seite meines Haus mehrere Wohngebaeude stehen (14 Stock-werke mit einer Hoehe von ca. 45m). Meine Antennenhoehe betraegt jedoch nur 25m. Oder es koennte ein Hochhaus (11Stockwerke, 35m hoch), das ca. 500m in Richtung Sued-Sued-West steht, ein Grund sein. Man kann noch eine Ursache vermuten, dass die Miura-Halbinsel die reflektierende Welle verursacht haette. Das ist eine theoretische Be-trachtung; die QSO soll eine Direktverbindung sein, da das Programm Kaschmir kein Hin-dernis gezeigt hat.


4. Gegenwaertige Mikrowellenfunk-Aktivitaeten in Japan

a. Gruppen von Mikrowellenfunkamateuren

Ich bin Mitglied der Gruppe YAMA (Yokohama Amateur Microwave Association). Diese Gruppe umfasst 110 Mitglieder. Die Mailing-List (ML) wird in ganz Japan (450 Funk-amateure) verteilt. Wenn man die Homepage von YAMA aufmacht, kann man folgende Gruppen auch noch erreichen; Japanese Amateur Microwave Union, Nishi-Niigata-Club, SHF-Matsuyama in Shikoku, Microwave Ohita, Microwave Kita-Kyushu, Kasugai-Club, Tokai-Microwave-Interessengruppe, und Microwave Amateur Communications.

Es gibt in Chiba auch einige aktive Mikrowellen Gruppen. Ich glaube, in ganz Japan gibt es noch mehr kleinere Gruppen.

b. Aktivitaeten der Gruppe

Zwei Mal im Jahr findet in ganz Japan ein Mikrowellen Outdoor QRV statt. Diese Veranstaltung wird von JARL unterstuetzt und Hauptorganisatoren sind die 16 verschiedenen Mikrowellen Interessen Gruppen aus ganz Japan. Im Rahmen dieser Veranstaltung findet auch ein gemeinsames Mikrowellen-Treffen statt. Viele OM‘s nehmen mehrere Gelegenheiten wahr: z.B. HAM-Fest, Kansai HAM-Treffen, einige OM‘s reisen sogar nach Hokkaido und bis Kyushu, um sich ueber den neuesten Stand der Technik zu informieren. Im Bezirk Kanto findet jeden Mittwoch ein Net-QSO in der Frequenz 1,2GHz, 2,4GHz, 5,6GHz, 10GHz mit Direktverbindung oder ueber die Relaisstation statt. Ausserdem kann man e-QSO ueber 1,2GHz-Band machen. Der Netcontroler ist OM Makioka (JH1UGF, in Yokohama). Ich kann keine Direktverbindung mit OM Makioka haben. Daher benutze ich die Relaisstationen von Izu-Togasayama (12992,00MHz und 1197m UeN) oder das Kasumigaseki-Hochhaus in Tokyo (5766,10MHz, JR1WB). Der Togasayama ist auf einer Halbinsel von Izu in der Shizuoka-Praefektur. Er liegt weiter als die Stadt Yokohama und die Entfernung betraegt ca.133km. Die Relaisstation liegt etwa in der Mitte dieses Berges. Trotz dieser Entfernung kann ich leicht eine Verbindung herstellen. Ich vermute, dass fast die gesamte Strecke ueber das Meer geht.

In der Stadt Narashino - mein QTH - findet ein Mikrowellen-Net im 2,4GHz, 5,6GHz, 10GHz, und 24GHz Band statt, das OM Hishiki (JA1OUY) leitet. Ich nehme ab und zu an 5,6GHz Verbindungen teil. Ein Ausbreitungsversuch wird von leidenschaftlichen Mikrowellen-Funkamateur Gruppen zwischen Aomori und Hokkaido oder zwischen Bezirk Kansai und Insel Shikoku und/oder Kyushu durchgefuehrt. JA1OUY gibt eine Regen-Scatter Prognose auf seine Homepage. Wie man weiss, werden Funkwellen in den Bereichen von 5GHz und 10GHz reflektiert durch Regen, d.h. sie fuer Wetter-Rader angewendet. Die japanischen Funkamateure benutzen diese Prognose und versuchen, die Verbindung zwischen JA1 und JA9 oder JA1 und JA7 zu erreichen.

Die Mikrowellen-Funkamateure sind meistens Bastler. Viele OM‘s benutzen Eigenbauanlagen. Die Mikrowellen-Anlage sind eher mechanisch als elektronisch. Daher braucht man Werkzeug und Maschinen, z.B. Drehbank, Bohrmaschine usw. Manche Leute koennen solche Einrichtungen nicht zu Hause haben. OM Makioka von Fa. Maki-Denki stellt einmal im Monat fuer die Bastler seine mechanischen Werkzeuge frei zur Verfuegung, sogar die Messeinrichtungen. Ausserdem gibt er fuer die Bastler als Mikrowellen-Fachmann guten Rat. Die Andrang ist sehr groß, zeitweise kommen 20 bis 30 OM‘s.

Aufgrund der Angebote an gebrauchten Messgeraeten, z.B. Spektrum-Analysator, Leistungsmesser, Signalsender usw. wird das Basteln und Abgleichen der Mikrowellen-Antennen fuer die Funkamateure auch moeglich gemacht.

c. Zu verwendende Frequenzen

Die oberste Grenze der Mikrowellen Frequenz, die Funkamateure in Japan als Versuch benutzen, liegt bei ca. 244GHz. Bei diesem Versuch benutzt man ein Diode. Wenn man ein MMIC Chip benutzt, dann kann man nur bis 47GHz realisieren. Wenn bis zu 24GHz eingeschraenkt wird, kosten die Bauteile einige Euro. Daher bleiben die meisten Funkamateure unter 24GHz.

d. Digital Audio QSO

Im letzten Jahr wurde ein D-Star System, das die JARL entwickelt hat, eingefuehrt. Das ist ein digitalisiertes Audio Kommnikationssystem. Die Fa. ICOM bietet dafuer eine geeignete Funkanlage. (fuer 1,2GHz, Type ID-1, 10W und fuer 430MHz, Type IC-U1 5W Hand-funkgeraet). Es gibt noch eine Relais-Funkanlage fuer 1,2GHz und 430MHz, die man an das Internet anschliessen kann. Es wurde geplant, damit das gesamte Land Japan zu vernetzen.

Ich habe mit unseren Freunden gemeinsam das IC-U1 gekauft, um die Funktion zu testen. Danach wollen wir per Relaisstation QSO machen.

5. Hersteller der Mikrowelleneinrichtungen fuer die Funkamateure in Japan

Ich benutze hauptsaechlich Produkte von Fa. Maki-Denki. Es kann sein, dass es auch an-dere Produkte auf dem Markt gaebe. Die Fa. Maki-Denki hat Mikrowellen- und mm- Wellen-Module, z.B. Transverter Liner-Verstaerker, Vorverstaerker, Antennen und Bausaetze usw.

Wenn ich meine Einrichtung der Mikrowellenanlage vorstellen darf; 2x 5,6GHz Trans-verter, 1x 1,2GHz 10W und 1x 430MHz 50W Verstaerker. Fa. Maki-Denki hat sogar meine Antennne angefertigt. Sonstige Kleinigkeiten wurden in Akihabara oder bei Fa. Maki-Denki besorgt.

In Deutschland werden von DB6NT die Mikrowellen- und mm-Wellen Module angeboten; sie werden auch in Japan verwendet.

6. Schluss

Soweit ich weiss, gibt es ein Forum ueber EME, Sat-Funkverbindungen, Digital-Kommunikation, SSTV, ATV. Man kann in diesen Foren verschiedene Erfahrungen austauschen.

Durch das Mobiltelefon hat das Interesse am Funkhobby nachgelassen, jedoch werden beim Mobiltelefon auch Mikrowellen benutzt. Es gibt Forscher auf diesem Gebiet bei den Funkamateuren. Das ist ermunternd und darueber freue ich mich sehr.

Ich habe zum ersten Mal versucht, ueber dieses Thema zu schreiben.

Wenn in diesem Beitrag ungenaue Ausdruecke verwendet oder zu wenig Erlaeuterungen gegeben wurden, bitte ich um Mitteilung.

Und wenn der eine oder andere Freund sich durch diesen Aufsatz fuer die Mikrowellen-Komunikation interessiert, haette sich meine Muehe gelohnt.

7. Ergaenzung:

Es gibt in Deutschland eine Klubzeitschrift namens "DUBUS", die von DL8HCZ heraus-gegeben wird. Siehe http://www.dubus.org/

Wenn ein Verfasser Auslaender ist, bleibt dieser Text in englischer Sprache, bei einem Deutschen wird der Text in die englische Sprache uebersetzt. Die Zeitschrift wird 4x im Jahr herausgegeben.

OM Fukushima (JH6RTO/M0RAA) schreibt auch Beitraege in "Microwave Japan".

Wer ueber die Aktivitaeten von VHF bis mm Bereich wissen will, kann sich bei ihm melden. Das Bezugspreis betraegt ca.4000yen im Jahr

 

 

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Foto 1: Oben Mitte, fuer die VHF, UHF und SHF Anlage mit FT-736MX
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Foto 2: Schiebe-Gittermast. Ganz nach unten gezogen.
Man kann meine kleine Gitter-Parabolantenne (Durchmesser 70cm) sehen
Im Betrieb wird dieser Schiebe-Giittermast bis zum 25m herausgezogen.
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Foto 3: 5,6GHz Tragbares System fuer Outdoor Betrieb.
Auf der Vorderseite liegt ein FT-817 Transceiver. Auf der rechten Seite von FT-817 ist ein
Handfunkgeraet fuer 1200MHz(1W) Type:TH-59. Die untenliegende Antenne ist eine
10 Elemente Loop fuer 1200MHz.
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Foto 4: Eine Gruppenaufnahme bei der Outdoor Operation auf dem Aussichtsturm in einem
Park der Stadt Kimizu
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Foto 5: Eine Querschnitt-Darstellung der Uebertragungsstrecke zwischen Mt. Hangetsu und
meiner QTH Makuhari (Distanz ca. 129km)
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Foto 6: Ein Querschnitt-Darstellung der Uebertragungsstrecke zwischen Mt. Fuji und meiner
QTH Makuhari (Distanz ca. 127km

 


 

Das YL-Treffen der 80-m-Runde vom 07. - 10. Oktober 2005

#297 Edith Gillrath DF7WU

Das traditionelle 80-m-Treffen der YL-Runde fand dieses Jahr im Norden statt. Uschi, DF9HG lud die Runde nach Neetze bei Lueneburg ein. Mit viel persoenlichem Engagement und netten Ideen hat sie es organisiert. Z.B. bekam jede Teilnehmerin ein liebevoll gestaltetes Andenkenblatt mit unseren Konterfeis und Rufzeichen. Obwohl wir uns jede Woche im YL-Net sprechen koennen, gibt es beim persoenlichen Treffen doch viel zu erzaehlen.

So verlief der Freitag Abend mit vielen Gespraechen. Eine grosse Freude hatten allerdings noch, wir durften aus das Wohl unseres

DIAMANTENEN HOCHZEITSPAARES

Renate, DJ1YL und Ernst, DL9KJ einen kraeftigen Schluck nehmen. Damit bekraeftigten wir nochmals all unsere guten Wuensche zu diesem seltenen Fest.

Der Samstag war mit einer interessanten Besichtigungsbusfahrt ausgefuellt. Unsere Reise ging zuerst nach Lueneburg. Die Stadt verdankt dem SALZ ihren Aufschwung und ihre Bedeutung im Mittelalter. Das "weisse Gold" wurde seit dem 10. Jahrhundert gewonnen und verhalf Stadt und Buergern zu Reichtum und Wohlstand. Das Stadtbild ist ueber die Jahrhunderte fast unveraendert erhalten geblieben. Auch von den Verwuestungen der
2 Weltkriege des letzten Jahrhunderts ist es verschont geblieben. So konnten wir die originale stolze Backsteingotik noch heute bewundern.

Zu den bedeutendsten Bauten der Altstadt zaehlen: Das Rathaus, dessen Bau um 1230 begonnen wurde. In den folgenden Jahrhunderten kamen nach den jeweiligen Beduerfnissen Erweiterungsbauten dazu. Die erstklassige Marktfassade entstand erst Anfang des 18. Jh. Das Glockenspiel im Turm ist aus Meissner Porzellan. Sehr attraktiv ist auch die "Alte Rats-Apotheke" mit ihrer schmuckreichen Renaissance-Fassade. Der Platz "Am Sande" mit seiner Vielfalt der noch vom Reichtum zeugenden Backsteinbauten, ist unbedingt sehenswert. Da steht u.a. das alte Brauhaus, heute Industrie- und Handels- kammer und die St. Johanniskirche, ein fuenfschiffiger Hallenbau aus dem 13. Jh. In dieser Kirche hat Johann Sebastian Bach bei seinem Onkel das Orgelspielen und Komponieren gelernt. Das sind nur einige Highlights von Lueneburg.

Der Nachmittag fuehrte uns nach Scharnebeck zu dem groessten Doppelsenkrecht- Schiffshebewerk Deutschland. Mit der Verwirklichung des "Elbe- Seitenkanals", der eine Verbindung zwischen Elbe und dem Mittellandkanal herstellt, mussten 61 Hoehenmeter ueberwunden werden. 23 m werden durch eine Schleuse bei Uelzen ueberbrueckt, die restlichen 38 m vom Schiffshebewerk in Scharnebeckt.

Rechtzeitig waren wir wieder in unserem Quartier. Der Abend war dem gemuetlichen Beisammensein gewidmet. So schloss ein sehr interessante und abwechslungsreiches Wochenende, zu dem insgesamt 61 Funkamateure, darunter 39 YLs und die Beauftragte fuer die YLs der Region, Thea , DH4TS gekommen waren.

Das herrliche Herbstwetter machte dem Namen des Oktobers als "Goldener Oktober" alle Ehre. Der Initiatorin Uschi sei fuer alle ihre Muehe nochmals ein herzliche DANKESCHOEN gesagt.

 

 


 

Mein erstes QSO

#420 Erika

Es ist Sonntag, 31. Juli 2005 - 08.00 UTC. Kuni, DF2CW sitzt vor dem Funkgeraet und versucht, Verbindung mit Japan zu bekommen. Leider funktioniert es nicht ganz nach Wunsch, IOTA-Contest auf allen Frequenzen und die Bedingungen auf 21,360 MHz sind wirklich nicht optimal. Die YL-Runde auf 21,320 MHz kann man ueberhaupt nicht hoeren.

Langsam wird es aber besser und es wird eine Verstaendigung erreicht. Ich gehe auch in die "Funkbude", um zuzuhoeren.


Kuni meint, ich sollte doch versuchen, mit seinem Ausbilder-Rufzeichen DN2MCW Verbindung mit Igarashi-san aufzunehmen.

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Ach, du meine Guete! Nun ja, dann versuche ich es doch. Vor lauter Aufregung finde ich den Schalter am Mikrofon erst einmal nicht und hoere zu, was mir Kuni erklaert. Dann aber klappt es – ich hoere JA1DKN und werde auch in Japan gehoert. Da meldet sich JA9IFF, Jim, er moechte ein paar Worte mit mir wechseln, mein Gott ist das aufregend. Wir unterhalten uns kurz in deutsch.


Ich habe mich sehr gefreut, dass mein erstes QSO mit unseren Freunden in Japan so gut "funktionierte".

 


 

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